Ich

Ich erhielt früher (Satsangforum, oder bei Subhash im Willigen Henker) auf meine Hier-Texte (davon gab es Tausende, gg 🙂 ) von Lesern oft nur die Antwort: „da ist nichts“, und ich weiss auch nicht, warum das so ist, dass ich ein „Hier“ oder „Ich“ sehe, also das Selbst, wo für andere gar nichts zu sein scheint. 🙂

Aber ich habe auch eine andere Geschichte. Ich komme ja aus der Mystik. Die Mystik thematisiert das Ich auch. Und es gibt mystische Erlebnisse um das Ich und die Ewigkeit, in denen das Thema Ich einfach klarer zu sehen ist. Und es gibt (für mich) auch gute Gründe, warum Ramana vom „Selbst“ spricht, vom „Ich“ – und nicht vom Nichts.

(Wunderschön, gerade besucht mich ein Wiedehopf.)

Das Leben erzeugt kein Ich, sondern es wäre ohne das Ich nicht. Ohne Ich gibt es nichts, nicht einmal in dem Sinne, dass es dann nichts gäbe, da Ich „ewig“ ist. Aber was „ewig“ bedeutet, dazu muss ich „ewig“ erfahren, Ewigkeit erkennen.

Ich ist weder in der Story, noch in der Raumzeit, sondern untrennbar „die Leinwand“ (Vergleich Ramanas): das Selbst.

Aber wie identifiziere ich es dann? ist ja die ganz pragmatische Frage, und John Sherman rät z.B., einfach dem nachzuspüren, was sich nach mir selbst anfühlt.

(Nun erzählt der Wiedehopf und „gurrt“: „uht, uht, uht“, immer drei Töne, dann eine Pause)

Ich ist nicht in der Story, nicht im Leben, sondern das „cosmic I“. Ich in der Story, in der Raumzeit zu suchen, als das ursprüngliche Ich, ist ein Versuch, der sein Wesen nicht greift.

Wenn etwas nicht in der Geschichte ist, in der ganzen Story von Milliarden von Jahren, brauche ich Ich auch gar nicht in der Geschichte zu suchen.

Ich ist immer und NUR unmittelbar HIER: „ewig“.

wiedehopf

 

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