Manchmal ist in mir

einfach still, und eigentlich ist dann alles, was ich persönlich bin und mich umgibt ein tiefes Mysterium, dessen Tiefe ich im reinen Verstehen gar nicht sehen kann, aber in dieser Stille, und ohne Antworten zu haben, spüren kann.

Dann erscheint es mir als schöne Alternative, einfach zu schweigen, innerlich, und in dieser Stille zu schweben, die nicht vom Wissen um die Dinge, sondern vom Nichtwissen um die Dinge getragen ist. Einer Verständnis-Stille. Und innere Stille ist halt von allen Gefühlen das anspruchsloseste und damit schönste Gefühl. Es will gar nichts, absolut nichts. Es ist nicht durch die Erscheinungen bedingt und trotzdem sind sie so „Genuss“, ein ganz stiller, sich vornehm zurücknehmender, wacher Genuss, einfach nur im sinnlichen Verkosten, im Genuss des Bildes, ohne von den Dingen etwas zu wollen. Was auch?

Und alles, was ich dann zum Leben schreibe und sage, klingt wie hilfloses Geschnatter, wie die Anmassung eines an sich für diese Wahrheit blinden Wesens: ich als Verständnis. 🙂

Gestern war noch mein Kunde vom Schloss hier, und es gibt wieder Probleme, da sie in den Papieren beschissen hatten. Der Mensch will das persönliche Optimum, oder was sein Verständnis dafür hält, und das ist dieses weitgehend blinde Hamsterrad des persönlichen Wollens, das so sehr auf Nebenschauplätze fixiert ist, dass es am eigentlichen Wesen der Dinge vorbei schaut und im eigenen Abfall lebt.

So werde ich heute nochmal die Pläne drucken, alles sortieren, morgen ist dann ein Termin bei der Bürgermeisterin, und ob ich heute hier noch etwas schreibe? Keine Ahnung. 🙂

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