Der Denker und sein Denken (Teil 1)

Wenn ich schreibe, ist es dieses eigenartige Wesen, das wir gemeinhin (beschränkt auf das verbale Denken gesehen) „den Denker“ nennen. In diesem Körper, der ungeheuer komplex ist, findet etwas statt, was wir „das Denken“ nennen und das auch in allen spirituellen Fragen der Prozess ist, durch den ein Thema wie Spiritualität überhaupt gibt.

Oft wird „der Denker“ im spirituellen Umfeld als Feind gesehen, und nicht Wert erachtet, genauer untersucht zu werden. Aber nur im Kennen-Lernen des „Feindes“ lerne ich den Umgang, und stelle dann, ich will hier niemandem die Richtung vorgeben, vielleicht eines Tages etwas interessantes fest.

Der Denker ist nicht nur der, durch den das Thema Spiritualität überhaupt ist, sondern auch der, der sich im Thema auf dem Fusse steht.

Und er ist der, der sich in der Feindschaft zum „Denker“ selbst bekämpft.

Der menschliche Körper hat eine Art „Autopilot“, wovon ein Teil „der Denker“ ist. Und „der Denker“ in der heutigen Form ist eine recht neue Entwicklung in der Evolution des Lebens.

Er spult nicht einfach nur Routinen ab, also fest vorgegebene Programmierungen, denn die funktionieren alle unbewusst am besten. Wer kümmert sich schon darum, was sein Darm tut, verdaut er? Alles, was einfach nur Routine ist, funktioniert unbewusst perfekt. Es spult sich einfach ein vorgegebenes Programm ab. Dazu braucht es keine bewusste Wahrnehmung. Mechanik funktioniert unbewusst am besten.

Aber wo etwas begegnet werden soll, das sich nicht einfach nur nach abgespeicherten Erfahrungen bewältigen lässt, braucht es eine bewusste Instanz, die Veränderung wahrnehmen und verarbeiten kann, und der Organismus kann sich (vereinfacht gesagt) in seinen Programmierungen nur durch sie anpassen.

Und das macht „den Denker“ einmal zu einem Wesen, das von selbst funktioniert (nach all den körpereigenen Programmen), das der Körper aber wiederum dazu braucht, um sich selbst in diesen Programmierungen modifizieren zu können.

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