Der Denker und sein Denken (Teil 3)

Was ich unten für die Schrift schrieb, gilt natürlich für die gesprochene Sprache in gleicher Weise. Mein Ohr erreichen eigentlich nur tote Töne. Ich höre zum Beispiel gerade meine Amsel singen und kann diesen Code nicht interpretieren. Ich kann nur sagen, sie kann gut singen, da er in mir angenehm klingt. Aber was der Vogel („sein Denker“) mit dem meint, was die Amsel singt, das versteht halt nur ein Denker, der ähnlich tickt. Sie spricht mit den anderen Amseln. „Verbale soziale Interaktion“.

Ich könnte hier fortfahren, aber letztlich werde ich feststellen, dass mich, egal durch welches Sinnesorgan, nur tote Signale erreichen, die ich, als „der Denker“ erst dekodieren und „wiederbeleben“ muss.

Für sich selbst gesehen ist jedes dieser Signale unbewusst, mausetot, ein Stück Code.

Alles, was von aussen über die Körpersinne in mich kommt, ist erst einmal nur ein totes Signal, das ich in mir belebe und „das Leben“ in es hinein interpretieren muss, bzw. aus ihm herauslesen muss.

Wie alle diese Signale interpretiert werden, und als was, hängt an dieser einen Instanz, die wir „den Denker“ nennen. Ein Prozess, der von selbst funktioniert, der aber „neuronal intelligent“ ist: neues erschaffen/ herausfinden kann, Evolution ermöglicht. Er ist das Instrument der bewussten Evolution, könnte ich auch sagen, und dieses Instrument ist eben eine Baustelle (in Entwicklung).

 

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