Der Denker und sein Denken (Teil 4)

Wenn ich in der Spiritualität zwischen „Gewahrsein“ und „Bewusstsein“ unterscheide, liegt das am Denker.

Mit „Gewahrsein“ bezeichnet er (ich bin grösser, nur nebenbei gesagt und nicht nur „er“, aber auch er gg 🙂 ) den Zustand „ohne ihn selbst“. Der Denker sagt quasi: „Wenn ich nicht bin, dann ist „Gewahrsein“.“

Aber da er eben dann nicht ist, kann der Denker natürlich auch nicht sagen, was Gewahrsein ist. Er kann es schon, in einem mit ihm selbst -und dann nennt er es „Bewusstsein“.

„Gewahrsein“ und „Denker“ ergeben zusammen „Bewusstsein“.

Und wenn der Denker sagt: „Wenn ich nicht bin, dann bin ich „Gewahrsein“, macht das für den Denker direkt gesehen keinen Sinn, denn er ist dann ja nicht. Was ist er dann eigentlich?

Wo ist der Denker im Tiefschlaf? Er ist ausgeschaltet. Alle Gedanken sind nun tot, ruhen als toter Code im Gehirn und schlafen (sind unbewusst).

Genauer betrachtet sind sie ja noch da, aber eben im Zustand „Gewahrsein“. Ohne Denker ist also alles im Zustand „Gewahrsein“.

Erst in dieser Instanz entsteht das, was wir dann Bewusstsein nennen, das zwar auch Gewahrsein ist, aber nicht nur in sich schlafend, sondern sich selbst wahrnehmend. „Gewahrsein“ kann also in der Selbstwahrnehmung sowohl „schlafen“, als auch in der Selbstwahrnehmung „erwachen“.

Dazu muss es aber in einer Instanz (Körper) sich selbst begegnen können.

Und in der Selbstbegegnung ist Gewahrsein dann Bewusstsein.

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