Der Denker und sein Denken (Teil 5)

Zusammenfassend besteht also alles aus dem rätselhaften „Stoff“ „Gewahrsein“, selbst jedes Sinnessignal, das mich, als „den Denker“, erreicht. Und „der Denker“ bildet nun wie eine „Bewusstseinsblase“ im „Gewahrsein“, dem was eigentlich ist; dem, was ich eigentlich bin: „the cosmic spirit“, „der Urgrund“, „die Ursubstanz“, „die Matrix“, „die Leinwand“, „das Hier“, „die Realität“, „Sein“, „ich bin“… – und ich bin der, der sie als „der Denker“ (mich selbst als Gewahrsein) „bewusst erlebt/belebt“.

Daher versinkt auch mit dem Denker die ganze Welt (also stirbt er selbst, stirbt mit ihm die ganze Welt), weil sie im Wesen eben, trotz des Denkers, „Gewahrsein“ ist und bleibt.

Auch der Denker besteht „nur“ aus „Gewahrsein“, wie alle Gedanken, Gefühle, jeder wie auch immer geartete Wahrnehmungsimpuls. Alles ist und bleibt im Wesen „Gewahrsein“.

Der Denker lässt sich so gar nicht, als scheinbares Wesen, genau eingrenzen, da er letztlich auch „nur“ aus „Gewahrsein“ besteht und somit nicht wirklich begrenzbar ist, denn der „Stoff“ aus dem auch „er“ ist, ist im Wesen unbegrenzt. Wäre „der Denker“ etwas anderes als Gewahrsein, also wäre Bewusstsein im Wesen etwas anderes als Gewahrsein, könnte ich „dem Denker“ eine Grenze geben, die er im Gewahrsein nicht überschreiten kann, aber tatsächlich ist er Gewahrsein selbst, das sich selbst begegnet.

Die potenzielle Gestalt seiner selbst ist so gross wie das Gewahrsein selbst, und darin staunen wir nur, was wir heute an Grössen überblicken.

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