Für den Denker

ist die Erkenntnis, Gewahrsein zu sein, sehr entspannend, denn er kann sich nun völlig zentrieren, das HIER sein, und sein Geist und DER Geist sind darin einfach „ein Geist“. Er ist so still und bewegt zugleich, völlig still in sich ruhend, aber im Denken rege bewegt.

Und wie der Geist im Geiste ruht, geschieht das Denken von selbst. Es ist gar nicht anstrengend. Es geschieht ja einfach.

Bestand der Denker vorher nur aus Gedanken, ist er nun der stille Geist, in dem sich Gedanken bewegen. Und je weniger der Denker sich selbst im Wege steht, desto anstrengungsloser alles Denken.

Den Denker gibt es nämlich gar nicht als eine getrennte Instanz. Man könnte auch sagen, es gibt gar keinen Denker, nur Gedanken. Ich sage trotzdem Denker, denn einen „Denker“ gibt es, wenn man so will: das Selbst.

gefällt mir(0)gefällt mir nicht(0)
Facebooktwittermail

Schreibe einen Kommentar