Das Schisma des Neo-Advaita

Und im Thema „ich“ wird sich der Neo-Advaita des Westens einfach knallhart spalten, in die Fraktion, die im „Nicht-ich“ endet, und in die Fraktion, die weitergeht, da das „nicht-ich“ eine Sackgasse ist, ein Holzweg, der sich zum Dogma eines „nichts“ erhebt und nichts mehr zu bieten hat, ausser hohlen Floskeln vor dem Hintergrund eines alles überstrahlenden I C H, das im „nicht-ich“ permanent übersehen wird.

Das ist meine Prophezeiung.

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Das Problem von Teilen des Neo-Advaita mit dem „ich“

Warum ich mit dem Neo-Advaita oft hadere, so sehr ich den Advaita liebe, ist die mir immer wieder erscheinende Ignoranz (in Teilen des Neo-Advaita) im Umgang mit dem Thema „ich“.

Die wesentliche Frage des Advaita, des Zen, des Mahamudra, wie auch anderer spiritueller Richtungen ist: „Wer bin ich?“ oder „Was ist „ich“?

Und die Antwort, die den Menschen zum Thema „ich“ heute oft gegeben wird: „Es gibt kein „ich“.“

„Ich“ wird mit dem sogenannten „Ego“ verwechselt. Und es kursieren die eigenartigsten Vorstellungen im Raum der Diskussion, was dann „das Ego“ wäre und wie „das Ego“ zu überwinden sei.

Aber gerade das „Ego“ (und nicht das „ich“) ist eine Fiktion des Verständnis. „Das Ego“ ist die Interpretation des „ich“ durch das eigene Verständnis. Und „eigenes Verständnis“ heisst hier: das dem „ich“ eigene Verständnis.

Das Verständnis gehört dem „ich“, daher kommt die Empfindung „eigen“, „mein“. Und die Frage ist, was ist das, dem dieses Verständnis gehört? (Wer bin ich?) Was ist das, dem diese Persönlichkeit gehört? (Wer bin ich?) Was ist das, dem dieses Universum gehört? (Wer bin ich?) Was ist das, was die REALITÄT ist? (Wer bin ich?)

Und auf diese Frage gibt es eine Antwort, der gegenüber alle Behauptungen: „es gibt kein „ich““ einfach nur blanke IGNORANZ vor dem Selbst (ICH) sind.

Thema verfehlt. Setzen.

Und das behaupte ICH.

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Im Thema „ich“ trennt sich die Spreu vom Weizen

Und alles fing im Advaita mit der etwas unbeholfenen begrifflichen Trennung in „kleines ich“ (Persönlichkeit) und „grosses ICH“ (Selbst, „cosmic I“) an, da eben die Sprache (und damit das Verständnis) unterscheidet.

Und seither erscheinen im Thema wie zwei eigenständige „ichs“, ein „echtes ich“ („ICH“) und ein „falsches ich“ („ich“), was aber nur eine Diskussion um das „ich“ ist, die um die Interpretation des Verständnis kreist, was „ich“ wäre, also: was ich bin.

Und für m-ich hat sich im Laufe der Jahre gezeigt, dass eine Diskussion mit den Verleugnern von „ich“ fruchtlos ist, da in ihnen das Verständnis das Kind „ich“ (ich selbst) mit dem Bade ausgeschüttet hat, sie „ich“ auf das „kleine ich“ der Diskussion beschränkt sehen.

Ich habe keine Lösung für dieses Verständnisproblem. Warum verleugnet sich „ich“? Doch ist es für m-ich so fruchtlos, diese Diskussion zu führen, wie mich mit einem Spambot zu unterhalten.

Das „ich“ hat sich wie hinter einer firewall verschanzt, „m-ich gibt es nicht“, und sitzt dort fest, auch wenn es weiter völlig offensichtlich ist.

Das ist für mich, wie wenn ich m-ich mit einem Stein unterhalte, der ständig behauptet: „es gibt mich nicht“, und ich kann nur sagen: „ich sehe dich“. Und er behauptet weiter „es gibt mich nicht“, und wenn ich frage, wer oder was das behauptet, dann ist die Antwort: „nichts“.

Doch wo andere „nichts“ sehen, sehe ich nur „ich“, und da ich hier auf meinem Blog bin, bin ich es mir („ich“) und meinen Lesern (auch „ich“) schuldig, bei der Wahrheit zu bleiben, die im Wesen (für m-„ich“) ganz einfach ist.

Es gibt nur „ich“. Und damit meine ich keine grosses ich, kein kleines ich, keine dickes ich, keine nicht- ich, kein dünnes ich, nur ich.

Und wenn ich mir dann manchmal die Haare raufe, ob des Schwachsinns der ganzen Diskussion, ob es „ich“ gibt oder nicht, wo offensichtlich alles um „ich“ kreist, kann ich nur sagen, ganz ich-bösartig:

„Der „N-ich-tser“ ist das „ich“ als „Nicht-ich-Wichser“. Aber „ich“ bleibt halt „ich“.“

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Bitte entschuldigt,

wenn ich keine Diskussion um die Existenz des „ich“ mehr führen will. Ich ist die Quelle von allem, und „ich“ mit Persönlichkeit zu verwechseln, und dann, weil es keine getrennte Persönlichkeit gibt, zu behaupten, es gibt „ich“ nicht – wer kann das? Nur das ICH selbst.

Dort schaue man nach, an der Quelle jeder Aussage: HIER. Dort ist auch das „wahre ICH“. Immer.

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„The notion I“

Im Bericht über sein Todeserlebnis erzählte Ramana etwas, was mich damals aufhorchen liess. Er erzählte vom „cosmic spirit“ und etwas von einer „notion I“, einem „Gefühl von ich“.

Vom cosmic I, das wie ein Schwarzes Loch jenseits persönlicher Sichtbarkeit ist, nehmen wir nur diese „notion I“ wahr, diese „Gefühl nach „ich““, diese Gefühl nach mir selbst. Was fühlt sich nach mir selbst an, nach „ich“? Das ist die „notion I“.

Folge ich nun diesem Gefühl nach mir selbst, gerate ich ins Gravitaionsfeld des „cosmic I“, und es saugt mich an und verschlingt mich, relativ gesehen.

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„The cosmic I“

Für das Verständnis ist das „cosmic I“ ein Killer, da „ich“ Verständnis in alle Richtungen übersteigt, im Kleinen wie im Grossen, relativ gesehen. Es „zerfetzt“ das Verständnis förmlich.

Daher ist „ich“ das Koan aller Koans, und die Besinnung auf das „ich“, „was ist „ich“?“, also die persönliche Betrachtung/ Erforschung des „ich“ das höchste Koan, denn ich spreche eine echte Macht an, die das Verständnis, also die Persönlichkeit, in alle Richtungen übersteigt, im weniger, im mehr, in allen relativen Dimensionen.

Und daher kann Verständnis „ich“ niemals eingrenzen, niemals „ich“ wahre Grenze aufzeigen, und alles, was das Verständnis zu „ich“ erzählt ist im Grunde „Blödsinn“. Es ist mit „ich“ völlig überfordert.

„Ich“ passt in kein Verständnis, und wo es scheinbar in ein Verständnis passt, nennt man es „Ego“: die persönliche Illusion über ein begrenzbares „ich“.

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The „cosmic spirit“

Auch wenn jeder Mensch den „cosmic spirit“ als direkte Selbsterfahrung permanent kennt (da er im Wesen der „cosmic spirit“ ist), ist er (bin ich) für das Verständnis gar nicht so einfach zu erkennen, da es (und damit ich) auf Objekte fixiert ist (bin), die es (ich) von ihrer (seiner) Umwelt (anderen Objekten) unterscheiden kann.

Es kann aber den „cosmic spirit“ von der sich permanent verändernden Form unterscheiden. Das geht, da Verständnis nicht vom „cosmic spirit“ getrennt ist. Ohne ihn gäbe es Verständnis gar nicht. Das Verständnis ist eine „Brille“ des „cosmic spirit“, ein Erkenntnisinstrument. Ich, als der „cosmic spirit“, schaue durch die Persönlichkeit (Erlebnis- und Wahrnehmungsinstrument) in die Welt. Und in diesem „ich“ des „cosmic spirit“ bin ich keine definierbare Gestalt mehr.

Alles, was ich über ein „ich“ des „cosmic spirit“ sagen kann, ist, dass es dasselbe „ich“ ist, das sich im Menschen beschränkt. Der „cosmic spirit“ beschränkt sich („ich“) quasi selbst auf sein Wahrnehmungs- und Erlebnisinstrument.

Das „ich“ als „cosmic spirit“ definiert sich gar nicht. Es definiert sich nicht an Grössen, an Konturen, es ist ein blankes „ich“, klar empfunden, aber ohne jede Kontur alles umfassend. Im sogenannten „cosmic I“ hat „ich“ einfach überhaupt keine Grenzen und überstrahlt alles, was geschieht.

Und daher kann ich nicht mehr dazu sagen, als dass es sich (ich mich) still und rein anfühlt, ohne Irritation in der Klarheit seines Seins, aber eben auch ohne jede Definition ist, über sein Sein hinaus, was es/ich wäre. Einfach ein blankes nacktes „ich“, das alles umfasst und immer hier ist, das Hier ist: „ich“.

Die Verwirrung um das „ich“ (mich selbst) beginnt erst dort, wo es sich (ich mich) selbst in einer Form sucht, als würde sich die Sonne im reflektierten Licht ihrer selbst suchen, weil sie vergessen hat, dass das Licht ihr Licht ist.

Wenn ich also das „ich“ suche, greife ich in jeder Form daneben, und ich entziehe mich mir selbst in der Form, weil ich eben keine Form bin. „Ich“ ist (Ich bin) viel grösser als alle Form oder Nichtform, auch wenn „ich“ im Wesen ganz einfach ist (bin): einfach „ich“… in keiner Beschreibung begrenzbar.

Im „cosmic I“ bin ich das, was ich bin: ich, aber da ist überhaupt keine Grenze, was „ich“ ist und was „ich“ nicht ist.

Da ist nur noch blank, nackt, klar ein ewiges !ICH! (Ausrufezeichen = Klarheit um ICH), still und völlig unerklärlich.

Die blanke nackte stille Schönheit des I … „the cosmic I“.

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ewig es

heisst dasselbe wie „ich bin“, oder „cosmic I“, oder „Selbst“ und steht für das eigentliche ich, das andere wiederum ein „nicht-ich“ nennen, oder „ich“ als eine Illusion bezeichnen, aber das ist mMn alles ein Streit um des Kaisers Bart.

Ist der Bart nun der Kaiser(?), nein, denn der Kaiser ist ja auch der Kaiser ohne seinen Bart, doch jede(r) kann unschwer erkennen, dass es ohne den Kaiser auch seinen Bart nicht gäbe. Es gibt einfach keine Trennung zwischen „Bart“ und „Kaiser“, und ob der Kaiser nun will, oder auch nicht, ihm spriesst halt ein Bart – oder eben auch nicht.

Bin ich nun „ich bin“ oder „der Mensch“? ist dieselbe Frage wie: „bin ich nun der Kaiser oder sein Bart“? Wo ich einen Bart habe, gehört er halt zu mir (Kaiser) – und wo ich keinen habe, stellt sich die Frage nach meinem Bart nicht.

Der Bart hat einfach keine eigenständige Existenz, und so wenig gibt es ein zweites ich. In des Kaisers Bart steckt kein zweites ich, kein eigenes ich. Da ist kein Bart, der plötzlich sagt: „ich bin ich“, sondern da ist nur ich (Kaiser), das sich fragen kann, ob es der Bart ist, oder auch nicht.

Da in unserem Falle (Mensch) der Bart alles ist, was vom Kaiser sichtbar ist, so als sähe der Kaiser von sich selbst nur seinen Bart, wie man z.B. von Roland Baba (siehe facebook) nur den Bart sieht ( :-)),  kann es natürlich zu Verwechslungen kommen, aber der Bart hat eben kein ich. Da kommt nicht mein Bart daher und behauptet, er sei ich, sondern „der Irrtum“ liegt immer auf einer Seite: ich, da es eben nur ICH gibt:

ewig es (Kaiser)

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Vor meinem Erwachen

dachte ich, Erwachen hätte etwas mit Wissen zu tun. Ich „erwache“ (was immer das sei) und weiss dann, wer und was ich bin – und als Draufgabe gibt es vielleicht noch ein paar paranormale Fähigkeiten, die mir das Leben erleichtern. Das waren die kindlichen Ideen, die ich im Thema übernommen hatte, oder die ich mir aus dem Gelesenen und Gehörten selbst zusammenreimte. Und ich bin dann der grosse Durchblicker. 🙂

Und diese Ideen wurden allesamt enttäuscht, ging es dann wirklich um Erwachen, was viel mehr ein Erwachen aus all diesen (und anderen) Ideen über mich selbst war und ist (es geht immer weiter), als ein Gewinn an Wissen.

Ich bin ein Kind der Aufklärung, und in der Aufklärung beginne ich selbst mit dem Wissen, dem Denken, dem Verständnis, der Erinnerung, und es ist dann ganz natürlich, vor dem Hintergrund dieses Axioms der Aufklärung, dass ich spirituelles Erwachen mit „mehr Wissen“ verbinde.

Doch ist es eine Konfrontation mit etwas nicht Erwartetem, nicht etwas, was kommt (Wissen), sondern etwas, was immer ist: „Nichtwissen“. Ich beginne nicht im Wissen, sondern im Nichtwissen, und „Nichtwissen-Sein“ ist keine Idee oder Vorstellung. Es ist Sein.

„Ich denke, also bin ich“ ist ein Axiom (Glaubensdogma) der Vorstellung, etwas, an das ich glauben muss. Ich begegne im Erwachen nun etwas, an das ich weder glauben muss, noch glauben kann – was einfach unerklärlich ist: „ich bin“ – und was sich selbst ist, ich selbst bin – vor aller gedanklichen Bestätigung oder Verneinung.

Ich bin nicht, weil ich glaube zu sein, oder überhaupt an etwas glaube, sondern einfach nur, weil ich bin. Und das macht es schwierig, über „ich bin“ (Nichtwissen) zu sprechen, an das ich weder glauben muss (noch kann), da es etwas ist, was ich vor allem Wissen über mich selbst schon immer bin – und was nicht durch Verstandes-Wissen getragen ist: das immer wache „ich bin“.

Der eigentliche Segen im Erwachen lag/liegt für mich in diesem Nichtwissen. Es ist wie eine reinigende Dusche, die mich aus der geglaubten Verbindlichkeit der Ideen über mich selbst löst, da sie allesamt nicht mehr das sein müssen (emotional), was sie gar nicht sein können: meine eigentliche Identität: „ich bin“.

Ich bin im Kern meines Wesens durch die Diskussion um Wissen gar nicht infrage gestellt. Und das ist durchaus erleichternd (emotional), da ich sie gar nicht mehr im Wissen suchen muss.

Was ist „ich bin“ nun? Wie ich schon sagte: es ist vor dem Wissen, etwas, was ich vor allem Wissen über mich selbst ganz natürlich bin. Ich kann es nicht erklären, doch ist es permanente Selbst-Erfahrung: „Ich bin“ – kann auch nicht erinnert werden – braucht es auch nicht, denn es ist immer hier.

Ich kann als Verständnis das „ich bin“ gar nicht antasten, da es nicht durch mich (Verständnis) ist, sondern vor mir selbst als das Verständnis.

Und so sinke ich sinnbildlich in dieses „ich bin“, das „strahlende Hier“, das „grosse HIER“, in dem ich völlig zeitlos still stehe, in meiner Identität, ohne überhaupt einen Inhalt haben zu müssen. Und wie „ich bin“ gewusst ist, weiss das Verständnis nicht, weil es eine völlig andere Art von „Wissen“ ist, das zwar jede(r) kennt (da sie/er ist), aber eben kein Verstandeswissen (Gedanke) ist. Es ist zeitloses Wissen um mich selbst, das weder kommt noch geht: still ich bin: Das Hier: die Realität: das, was wirklich ist: das, was ich wirklich bin: kein Wissen: Nichtwissen:

blankes zeitloses Gegenwart-Sein. Immer hier, egal, an was gedacht wird, oder an was nicht: nicht durch Denken bedingt.

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