Was mich an facebook stört.

Unabhängig davon, was mir das Unterbewusstsein in meinen Träumen geraten hat, widert mich diese Merkantilisierung des zwischenmenschlichen Kontakts auf facebook immer mehr an. Zum einen nahm die Werbung auf facebook immer mehr zu, zum anderen stehe ich immer mehr ohnmächtig einem Weltkonzern gegenüber, der über meine Beiträge verfügen kann, daraus Persönlichkeitsprofile und weiteres generieren kann und letztlich mich selbst zu Nutzvieh degradiert, das man zum Zwecke des Konzerngewinns ausschlachtet.

Ich sehe das derzeit sehr kritisch, denn ab wann versucht man mich gezielt zu manipulieren? Und wer hat Zugriff auf all meine Daten? Und wie ist das alles mit anderen Web-Seiten vernetzt. Schaue ich mir heute ein Angebot im Netz an, begegne ich denselben Werbeanzeigen auf fast allen Seiten, die ich anwähle, egal was es war. Seit Wochen verfolgt mich so eine Gartenhaus von Obi, das ich einfach mal ansehen wollte, ohne jedes Kaufinteresse, bis hin zu meiner mailbox bei orange-punkt-fr.

Natürlich ist der Abschied für mich auch erst einmal schmerzlich, da ich auch den Freundeskreis auf facebook mit verliere und im Blog erst einmal allein dastehe. Aber das ist ja mit diese Heimtücke, liefere ich mich solch einem social-forum aus. Es hat darin noch zusätzliche Macht über mich. Das ist diese Merkantilisierung des Zwischenmenschlichen, die mich ankotzt.

Und wir erleben darin immer mehr die Amerikanisierung des Zwischenmenschlichen, das sich immer mehr dem Profitdenken eines Konzerns unterordnen soll.

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