Bitte entschuldigt,

wenn ich keine Diskussion um die Existenz des „ich“ mehr führen will. Ich ist die Quelle von allem, und „ich“ mit Persönlichkeit zu verwechseln, und dann, weil es keine getrennte Persönlichkeit gibt, zu behaupten, es gibt „ich“ nicht – wer kann das? Nur das ICH selbst.

Dort schaue man nach, an der Quelle jeder Aussage: HIER. Dort ist auch das „wahre ICH“. Immer.

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„The notion I“

Im Bericht über sein Todeserlebnis erzählte Ramana etwas, was mich damals aufhorchen liess. Er erzählte vom „cosmic spirit“ und etwas von einer „notion I“, einem „Gefühl von ich“.

Vom cosmic I, das wie ein Schwarzes Loch jenseits persönlicher Sichtbarkeit ist, nehmen wir nur diese „notion I“ wahr, diese „Gefühl nach „ich““, diese Gefühl nach mir selbst. Was fühlt sich nach mir selbst an, nach „ich“? Das ist die „notion I“.

Folge ich nun diesem Gefühl nach mir selbst, gerate ich ins Gravitaionsfeld des „cosmic I“, und es saugt mich an und verschlingt mich, relativ gesehen.

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„The cosmic I“

Für das Verständnis ist das „cosmic I“ ein Killer, da „ich“ Verständnis in alle Richtungen übersteigt, im Kleinen wie im Grossen, relativ gesehen. Es „zerfetzt“ das Verständnis förmlich.

Daher ist „ich“ das Koan aller Koans, und die Besinnung auf das „ich“, „was ist „ich“?“, also die persönliche Betrachtung/ Erforschung des „ich“ das höchste Koan, denn ich spreche eine echte Macht an, die das Verständnis, also die Persönlichkeit, in alle Richtungen übersteigt, im weniger, im mehr, in allen relativen Dimensionen.

Und daher kann Verständnis „ich“ niemals eingrenzen, niemals „ich“ wahre Grenze aufzeigen, und alles, was das Verständnis zu „ich“ erzählt ist im Grunde „Blödsinn“. Es ist mit „ich“ völlig überfordert.

„Ich“ passt in kein Verständnis, und wo es scheinbar in ein Verständnis passt, nennt man es „Ego“: die persönliche Illusion über ein begrenzbares „ich“.

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The „cosmic spirit“

Auch wenn jeder Mensch den „cosmic spirit“ als direkte Selbsterfahrung permanent kennt (da er im Wesen der „cosmic spirit“ ist), ist er (bin ich) für das Verständnis gar nicht so einfach zu erkennen, da es (und damit ich) auf Objekte fixiert ist (bin), die es (ich) von ihrer (seiner) Umwelt (anderen Objekten) unterscheiden kann.

Es kann aber den „cosmic spirit“ von der sich permanent verändernden Form unterscheiden. Das geht, da Verständnis nicht vom „cosmic spirit“ getrennt ist. Ohne ihn gäbe es Verständnis gar nicht. Das Verständnis ist eine „Brille“ des „cosmic spirit“, ein Erkenntnisinstrument. Ich, als der „cosmic spirit“, schaue durch die Persönlichkeit (Erlebnis- und Wahrnehmungsinstrument) in die Welt. Und in diesem „ich“ des „cosmic spirit“ bin ich keine definierbare Gestalt mehr.

Alles, was ich über ein „ich“ des „cosmic spirit“ sagen kann, ist, dass es dasselbe „ich“ ist, das sich im Menschen beschränkt. Der „cosmic spirit“ beschränkt sich („ich“) quasi selbst auf sein Wahrnehmungs- und Erlebnisinstrument.

Das „ich“ als „cosmic spirit“ definiert sich gar nicht. Es definiert sich nicht an Grössen, an Konturen, es ist ein blankes „ich“, klar empfunden, aber ohne jede Kontur alles umfassend. Im sogenannten „cosmic I“ hat „ich“ einfach überhaupt keine Grenzen und überstrahlt alles, was geschieht.

Und daher kann ich nicht mehr dazu sagen, als dass es sich (ich mich) still und rein anfühlt, ohne Irritation in der Klarheit seines Seins, aber eben auch ohne jede Definition ist, über sein Sein hinaus, was es/ich wäre. Einfach ein blankes nacktes „ich“, das alles umfasst und immer hier ist, das Hier ist: „ich“.

Die Verwirrung um das „ich“ (mich selbst) beginnt erst dort, wo es sich (ich mich) selbst in einer Form sucht, als würde sich die Sonne im reflektierten Licht ihrer selbst suchen, weil sie vergessen hat, dass das Licht ihr Licht ist.

Wenn ich also das „ich“ suche, greife ich in jeder Form daneben, und ich entziehe mich mir selbst in der Form, weil ich eben keine Form bin. „Ich“ ist (Ich bin) viel grösser als alle Form oder Nichtform, auch wenn „ich“ im Wesen ganz einfach ist (bin): einfach „ich“… in keiner Beschreibung begrenzbar.

Im „cosmic I“ bin ich das, was ich bin: ich, aber da ist überhaupt keine Grenze, was „ich“ ist und was „ich“ nicht ist.

Da ist nur noch blank, nackt, klar ein ewiges !ICH! (Ausrufezeichen = Klarheit um ICH), still und völlig unerklärlich.

Die blanke nackte stille Schönheit des I … „the cosmic I“.

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ewig es

heisst dasselbe wie „ich bin“, oder „cosmic I“, oder „Selbst“ und steht für das eigentliche ich, das andere wiederum ein „nicht-ich“ nennen, oder „ich“ als eine Illusion bezeichnen, aber das ist mMn alles ein Streit um des Kaisers Bart.

Ist der Bart nun der Kaiser(?), nein, denn der Kaiser ist ja auch der Kaiser ohne seinen Bart, doch jede(r) kann unschwer erkennen, dass es ohne den Kaiser auch seinen Bart nicht gäbe. Es gibt einfach keine Trennung zwischen „Bart“ und „Kaiser“, und ob der Kaiser nun will, oder auch nicht, ihm spriesst halt ein Bart – oder eben auch nicht.

Bin ich nun „ich bin“ oder „der Mensch“? ist dieselbe Frage wie: „bin ich nun der Kaiser oder sein Bart“? Wo ich einen Bart habe, gehört er halt zu mir (Kaiser) – und wo ich keinen habe, stellt sich die Frage nach meinem Bart nicht.

Der Bart hat einfach keine eigenständige Existenz, und so wenig gibt es ein zweites ich. In des Kaisers Bart steckt kein zweites ich, kein eigenes ich. Da ist kein Bart, der plötzlich sagt: „ich bin ich“, sondern da ist nur ich (Kaiser), das sich fragen kann, ob es der Bart ist, oder auch nicht.

Da in unserem Falle (Mensch) der Bart alles ist, was vom Kaiser sichtbar ist, so als sähe der Kaiser von sich selbst nur seinen Bart, wie man z.B. von Roland Baba (siehe facebook) nur den Bart sieht ( :-)),  kann es natürlich zu Verwechslungen kommen, aber der Bart hat eben kein ich. Da kommt nicht mein Bart daher und behauptet, er sei ich, sondern „der Irrtum“ liegt immer auf einer Seite: ich, da es eben nur ICH gibt:

ewig es (Kaiser)

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Vor meinem Erwachen

dachte ich, Erwachen hätte etwas mit Wissen zu tun. Ich „erwache“ (was immer das sei) und weiss dann, wer und was ich bin – und als Draufgabe gibt es vielleicht noch ein paar paranormale Fähigkeiten, die mir das Leben erleichtern. Das waren die kindlichen Ideen, die ich im Thema übernommen hatte, oder die ich mir aus dem Gelesenen und Gehörten selbst zusammenreimte. Und ich bin dann der grosse Durchblicker. 🙂

Und diese Ideen wurden allesamt enttäuscht, ging es dann wirklich um Erwachen, was viel mehr ein Erwachen aus all diesen (und anderen) Ideen über mich selbst war und ist (es geht immer weiter), als ein Gewinn an Wissen.

Ich bin ein Kind der Aufklärung, und in der Aufklärung beginne ich selbst mit dem Wissen, dem Denken, dem Verständnis, der Erinnerung, und es ist dann ganz natürlich, vor dem Hintergrund dieses Axioms der Aufklärung, dass ich spirituelles Erwachen mit „mehr Wissen“ verbinde.

Doch ist es eine Konfrontation mit etwas nicht Erwartetem, nicht etwas, was kommt (Wissen), sondern etwas, was immer ist: „Nichtwissen“. Ich beginne nicht im Wissen, sondern im Nichtwissen, und „Nichtwissen-Sein“ ist keine Idee oder Vorstellung. Es ist Sein.

„Ich denke, also bin ich“ ist ein Axiom (Glaubensdogma) der Vorstellung, etwas, an das ich glauben muss. Ich begegne im Erwachen nun etwas, an das ich weder glauben muss, noch glauben kann – was einfach unerklärlich ist: „ich bin“ – und was sich selbst ist, ich selbst bin – vor aller gedanklichen Bestätigung oder Verneinung.

Ich bin nicht, weil ich glaube zu sein, oder überhaupt an etwas glaube, sondern einfach nur, weil ich bin. Und das macht es schwierig, über „ich bin“ (Nichtwissen) zu sprechen, an das ich weder glauben muss (noch kann), da es etwas ist, was ich vor allem Wissen über mich selbst schon immer bin – und was nicht durch Verstandes-Wissen getragen ist: das immer wache „ich bin“.

Der eigentliche Segen im Erwachen lag/liegt für mich in diesem Nichtwissen. Es ist wie eine reinigende Dusche, die mich aus der geglaubten Verbindlichkeit der Ideen über mich selbst löst, da sie allesamt nicht mehr das sein müssen (emotional), was sie gar nicht sein können: meine eigentliche Identität: „ich bin“.

Ich bin im Kern meines Wesens durch die Diskussion um Wissen gar nicht infrage gestellt. Und das ist durchaus erleichternd (emotional), da ich sie gar nicht mehr im Wissen suchen muss.

Was ist „ich bin“ nun? Wie ich schon sagte: es ist vor dem Wissen, etwas, was ich vor allem Wissen über mich selbst ganz natürlich bin. Ich kann es nicht erklären, doch ist es permanente Selbst-Erfahrung: „Ich bin“ – kann auch nicht erinnert werden – braucht es auch nicht, denn es ist immer hier.

Ich kann als Verständnis das „ich bin“ gar nicht antasten, da es nicht durch mich (Verständnis) ist, sondern vor mir selbst als das Verständnis.

Und so sinke ich sinnbildlich in dieses „ich bin“, das „strahlende Hier“, das „grosse HIER“, in dem ich völlig zeitlos still stehe, in meiner Identität, ohne überhaupt einen Inhalt haben zu müssen. Und wie „ich bin“ gewusst ist, weiss das Verständnis nicht, weil es eine völlig andere Art von „Wissen“ ist, das zwar jede(r) kennt (da sie/er ist), aber eben kein Verstandeswissen (Gedanke) ist. Es ist zeitloses Wissen um mich selbst, das weder kommt noch geht: still ich bin: Das Hier: die Realität: das, was wirklich ist: das, was ich wirklich bin: kein Wissen: Nichtwissen:

blankes zeitloses Gegenwart-Sein. Immer hier, egal, an was gedacht wird, oder an was nicht: nicht durch Denken bedingt.

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Dieser Ahornbaum

ist sicher schon über sieben Jahre alt. Ich lasse ja immer alles im Garten herumstehen, und so stand irgendwo dieser Blumentopf mit Erde herum, in dem dann ein kleiner Ahornbaum keimte. Lange goss ihn nur der Regen, bis er ca. 3 Jahre alt war, und der Blumentopf immer noch nicht aufgeräumt. 🙂

Ich gab ihm dann ab und zu etwas Wasser, war es sehr trocken. Aber ansonsten blieb er einfach dort stehen, wo ich den Topf einst abgestellt hatte (unter der Esche am Haus). Erst letztes Jahr stellte ich ihn dann auf die Gartenmauer und nun treib er gerade wieder aus, und das war alle Jahre die ganze Baumkrone, drei oder vier Blätter. 🙂

Was mich immer verwunderte, wie robust er all die Jahre war, auch wurde er gar nicht gegossen, und die Erde war pulvertrocken.

Vielleicht entstanden so die ersten Bonsai, eigentlich unabsichtlich, weil irgendein Baum in einem Blumentopf keimte und dort einfach für Jahre, so wie meiner, herumstand. 🙂

Bonsei

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Bhakti

Wortlos eigenes Wesen berühren,

wortlos eigenes Wesen spüren,

wortlos überschäumender Fluss,

wortloser Qual -Genuss,

wortlos Heilung von Illusion,

wortlos ist der Wortlos-Ton:

OM:

Wortlos erkennen,

wortlos benennen,

wortlos brennen.

 

Wer die Wahrheit nicht im Herzen spürt,

in ihr brennt, sie nicht berührt.

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It’s only the truth, that matters

Gestern Nacht ging es mir nicht gut, ich hatte starkes Herzklopfen und eine unergründliche Angst stieg in mir auf, und da ich so nicht einschlafen konnte, hatte ich das Büro geputzt, um mich abzulenken. Heute las ich zufällig, ich trinke ja derzeit viele Tees, dass Salbei ein Nervengift enthält, das solche Symptome auslösen kann, und ich hatte gestern viel Salbei-Tee getrunken.

Darin liegt wiederum eine unerklärliche Intelligenz des Lebens, denn warum schlug ich ausgerechnet heute ein Buch auf, in das ich seit Jahren nicht mehr geschaut hatte? Das ist die andere Seite des Nichtwissen, Wissen, aber sie ist nicht planbar, vielleicht für andere, nicht für mich. Von selbst wäre ich nie darauf gekommen, wäre es nicht im banal scheinenden Fluss des Lebens einfach erschienen.

Nach meinem Satori vor langen Jahren, mein Gott, das ist nun 35 Jahre her, wusste ich, dass ich nichts wusste – und so beginnt auch „Nethu“. Nur ist Nethu ein Ideal, und ich fiel wieder auf spirituelles Wissen herein, unergründlich.

Ich war in einem Ashram, es ergab sich eine spirituelle Diskussion, und ich sagte irgendwann, dass wir ja eigentlich gar nicht wissen, was das Leben ist. Und die Antwort war: „Du siehst das zu negativ“. Und in Folge, so nach und nach, verfiel ich wieder dem Glauben, dass das Leben so und so sei und dies und das zu tun wäre.

Doch war das, was ich schon damals wusste, immer die einzige menschen-mögliche wahre Antwort, trotz allen erscheinenden Wissens.

Niemand weiss wirklich, was das Leben ist. Und das ist die schlichte und einfache Wahrheit, trotz allen erscheinenden Wissens:

Was ist das Leben? Ich weiss es nicht.

Only that truth matters.

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