{"id":11280,"date":"2026-09-02T17:27:15","date_gmt":"2026-09-02T15:27:15","guid":{"rendered":"http:\/\/ewig.es\/?p=11280"},"modified":"2026-09-02T17:30:33","modified_gmt":"2026-09-02T15:30:33","slug":"da-gestern-nicht-so-warm-war","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ewig.es\/index.php\/2026\/09\/02\/da-gestern-nicht-so-warm-war\/","title":{"rendered":"Da gestern nicht so warm war,"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">machte ich eine etwas l\u00e4ngere Fahrradtour, etwas \u00fcber 50 km, und meditierte dabei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich meditiere gerne nachts im Schmetterlingsitz auf dem Sofa, wobei ich in diesen &#8222;Beinverrenkungssitzen&#8220; nie gut war. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und als Kontrast gerne auf dem Fahrrad, in Bewegung. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In beiden F\u00e4llen ist das Selbst nat\u00fcrlich gleich, aber Bewegung erzeugt eine interessante Perspektive auf das &#8222;was ich tempor\u00e4r bin&#8220; und das &#8222;was ich immer bin&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Was ich immer bin&#8220; steht v\u00f6llig still und das Ereignis entfaltete sich in mir, bzw. bewegt sich in mir. Und pers\u00f6nlich bin ich am Strampeln, bergauf, bergab, genie\u00dfe die Landschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesen Kontrast empfinde ich im Erleben als wohltuend. Immer wieder die Perspektive wechseln, mich wieder vom Ereignis einfangen lassen, losl\u00f6sen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">bis ich diese leere reine Anwesenheit meiner selbst bin. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der grunds\u00e4tzliche (ewige) Leib meiner selbst ist die blanke Anwesenheit meiner selbst. In ihm bleibt alles relativ, ohne dauerhafte Substanz als Ausdruck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus ihm bin ich nie wirklich weg gewesen, so brauche ich auch nicht dort ankommen. Egal, wie weit ich relativ weg bin, in der Selbstwahrnehmung, es bleibt vor dem ewigen Leib ohne verbindliche Substanz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verbindlich ist sie aber f\u00fcr mich als Pers\u00f6nlichkeit, da ich als sie Teil des Ereignisses Universum bin, an es gebunden, auch an seine pers\u00f6nlichen Distanzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Raumzeit ist Ausdruck und Bestandteil des Ereignisses.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch wo ich als Ich strahle, bin ich darin nur der leere Leib der Anwesenheit des &#8222;unbekannten Gottes&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Gott&#8220;, als die \u00fcber mich selbst pers\u00f6nlich hinausgehende Vielfalt, ist zwar anwesend, aber inhaltlich unsichtbar. Sichtbar ist dieses Wesen nur als dich selbst; als diese Pers\u00f6nlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jedoch, als leerer Leib der Anwesenheit Gottes sind &#8222;Ich&#8220; als Pers\u00f6nlichkeit und &#8222;Ich&#8220; als &#8222;Gott&#8220; nur ein Ich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und ob nun Gott mich gefressen h\u00e4tte, oder Ich Gott? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer bleibt im &#8222;Nicht-Zwei&#8220; von Zweien \u00fcbrig?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wo du eins mit DEM Leib bist, der letztlich dein wahrer Leib ist, gab es eben noch nie mehrere Leibe. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine H\u00fclle bleibt \u00fcbrig. Und die ist nicht mal eine H\u00fclle. Etwas unerkl\u00e4rliches. Wie ein Leib, den es nicht gibt. Wie etwas, was alles infrage stellen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und in ihm ist Ich absolut zentriert, steht still, hat sich nie bewegt, wird sich nicht bewegen, da es Ich ist, das in die Raumzeit blickt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und hier ist auch keine wahre Grenze mehr zwischen dem, was ich bin und ich nicht bin. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie ich auch pers\u00f6nlich durch die Arena gejagt werde, ich finde es ganz pers\u00f6nlich sehr angenehm, immer wieder diesen leeren Leib zu betrachten, der ich als Wirklichkeit bin. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">V\u00f6llig leer und v\u00f6llig ahnungslos, dar\u00fcber, wer ich bin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">JA, das gibt es. Zu sein und keine Ahnung zu haben, wer man ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie sich das nennt? Das Selbst. \ud83d\ude42<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><span class='ldc-ul_cont' onclick=\"alter_ul_post_values(this,'11280','like')\" >gef\u00e4llt mir<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ewig.es\/wordpress\/wp-content\/plugins\/like-dislike-counter-for-posts-pages-and-comments\/images\/up.png\" \/>(<span>0<\/span>)<\/span><span class='ldc-ul_cont' onclick=\"alter_ul_post_values(this,'11280','dislike')\" ><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ewig.es\/wordpress\/wp-content\/plugins\/like-dislike-counter-for-posts-pages-and-comments\/images\/down.png\" \/>(<span>0<\/span>)<\/span><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>machte ich eine etwas l\u00e4ngere Fahrradtour, etwas \u00fcber 50 km, und meditierte dabei. Ich meditiere gerne nachts im Schmetterlingsitz auf dem Sofa, wobei ich in diesen &#8222;Beinverrenkungssitzen&#8220; nie gut war. Und als Kontrast gerne auf dem Fahrrad, in Bewegung. 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