Das Universum,

wie ich im letzten Beitrag über die Zeit angedeutet hatte, erscheint mir also aus persönlicher Sicht „dual“ und aus „transpersönlicher“ Sicht „non-dual“.

Ich scheue mich hier, der persönlichen Sicht eine „unpersönliche“ oder „objektive“ Sicht gegenüberzustellen, denn „Sicht“ braucht immer einen Beobachter, egal wie „leer“ er erscheint: Ich. „Transpersönlich“ ist ein nebulöses Wort und soll hier nur als Platzhalter für einen Begriff dienen, den es in der Sprache meines Wissens nicht gibt.

Ich spreche absichtlich nur von „erscheint“, also perspektivischer Wahrheit, denn was das Universum wirklich ist, weiß ich nicht.

Es erscheint mir (Ich) perspektivisch dual (persönliche Perspektive) und non-dual (Ewigkeits-Perspektive oder „transpersönliche“ Perspektive).

Obwohl ich weiß, dass ich bin, also: dass das Universum existiert, wage ich es nicht, aus diesen beiden Perspektiven (dual und non-dual) eine objektive Wahrheit über das Universum abzuleiten.

Es ist für mich fraglich, ob es so etwas wie eine als objektive formulierbare Wahrheit über das Universum letztlich überhaupt gibt, da mir nur perspektivische Wahrheiten zugänglich sind.

Ich kenne zwar das IST des Universums, „es ist“/ „ich bin“, als die Grundlage meiner Existenz, aber kann daraus direkt keine weitere Wahrheit ableiten, die nicht perspektivisch wäre.

Wenn also Bodhidharma sagt: „Ich weiß nicht, wer ich bin“, so kann ich zu diesem Stand meiner Untersuchung über das Selbst ihm nur beipflichten.

Sicher weiß ich nur, dass ich bin.

Und dieses „Dass“, des Pudels Kern der Selbstbetrachtung, ist im Wesen auch die Essenz meines Selbstempfindens und der Gegenstand meiner meditativen Untersuchungen.

Diese Selbstuntersuchung hat eigentlich auch den sozialen Rahmen (den ich weiterhin für interessant halte) verlassen, und ich stehe im Thema „Ich“ in dieser weiteren Untersuchung alleine da, als Ich.

Es macht auch wenig Sinn, hier weiter zu „dozieren“, da mich eh niemand mehr zu verstehen scheint.

Je einfacher es wird, desto eher scheitert das Unterscheidungsvermögen der Gesprächspartner, aber hier ist eben mein Reich als der Jnana-Yogi, als den ich mich selbst liebe: in der -dual gesehen – feinsten Unterscheidung, die mir möglich ist: der zum „Schwarzen Loch“ der non-dualen Perspektive des Ich, in der die duale Perspektive unbewusst ist:

Die „Grenzscheide“ der Wahrnehmung.

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