Heute hatte mir

die Gartenarbeit Spaß gemacht, so dass ich noch ein paar kleine Beete herrichten will. Erst einmal roden. Und der Boden ist trocken und hart.

Ich habe noch Kohlsamen gekauft. Eine Sorte, die schnell wachsen soll und als Salat oder in Suppen empfohlen wird. Ich kenne mich nicht aus. Einfach mal nach einer Tüte gegriffen, auf der mich das Porträt des Kohls ansprach.

Die Kartoffeln von letzten Jahr will ich auch noch auspflanzen. Und Kürbisse habe ich auch angesetzt. Die sind schon gekeimt, aber nur der erste Trieb.

Sonnenblumen will ich auch noch anbauen. Die werden dann eh gleich von den Vögeln geplündert, und ich brauche nicht so viel Futter.

Ich denke, ich pflanze mal so lange, bis ich die Lust verliere. Das war die letzten Jahre eigentlich gerne der beste Prophet.

Das Haus wurde ja auch nur pünktlich zur Pandemie rattendicht, da ich meiner Lust folgte. Wenn ich das tue, worauf ich gerade Lust habe, fahre ich derzeit am besten, abgesehen davon, dass es dann noch Spaß gemacht hat.

Auch wenn es im Laden alles gibt, esse ich derzeit vegetarisch, denn zu einer Quarantäne gehören einfache Gerichte. Nudeln, Bratkartoffeln, Pfannkuchen. Und natürlich alles mit Brennnesseln. Ich will ja die Quarantäne auch genießen. 🙂

Und Eier habe ich derzeit genug. Die eine Henne sitzt zwar auf einem riesigen Berg Eier, den sie gar nicht abdecken kann, aber nun mussten die Hühner ausweichen. Und das sind täglich drei Eier.

Pfannkuchen sind auch praktisch, denn mit dem Rest dann eine Flädlisuppe mit frischem Schnittlauch – sehr lecker. Es weckt auch etwas meinen sportlichen Ehrgeiz in Richtung Selbstversorger, so illusorisch das Ziel sein mag. 🙂

Aber alles gemütlich und ohne Hetze. Und seit ich mehr im Garten bin, sind auch die Hühner viel zutraulicher. Die schauen dann gerne zu. Die sind auch gar nicht so weit im Garten unterwegs, eher etwas häuslich geworden und oft auch mal am Tage in der Voliere. Die gefällt ihnen ganz gut.

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Mein Aufenthalt auf Facebook

war so ernüchternd, dass ich mit den meisten Menschen dort einfach nichts mehr zu tun haben will. Und die, mit denen ich mich dort verstehe, können ja auch hier kommentieren, so sie es wünschen.

Ich will mich nun erst einmal mehr auf den Garten ausrichten, Pflanzen und Tiere und wünsche allen erst einmal schöne Ostern… mal sehen, ob ich noch das eine oder andere Eierversteck meiner Hühner finde. 🙂

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Ich bin ja ein Fan

der französischen Saucisson, dieser salzigen Trockenwürste. Und da ich nun in Quarantäne lebe und keine mehr esse, da ich keine eingelagert habe (die überleben bei mir keinen Tag 🙂 ), sank mein Blutdruck auf 115/ 65. Mich erstaunt immer wieder, was Salz am Blutdruck ausmacht. Auch beim Gewicht. Über einen kg Wasser zusätzlich bindet so eine Saucisson im Körper.

Gesten machte ich Nudeln mit einer Sauce aus frischem Rosmarin, Olivenöl, Pfeffer und Salz. Und ich finde immer wieder, das schmeckt fantastisch. Das ist ein Gericht, das könnte ich Wochen essen. Wichtig ist nur, dass die Nudel vor Olivenöl triefen und am Rosmarin nicht gespart wird. Der muss ganz frisch sein, ganz fein geschnitten werden und nicht zu sehr erhitzt, aber so, dass die ätherischen Öle ins Olivenöl einziehen… so einfach und so lecker. 🙂

Ich komme immer wieder an der Frage an, ob es überhaupt so sinnvoll ist, Spiritualität öffentlich zu lehren. Eigentlich war sie ja lange eine Art Geheimlehre. Und das hatte wohl, neben all den Nachteilen und dem damit verbundenen Missbrauch, die diese Weise einerseits mit sich bringt, andererseits wieder Vorteile.

Die höhere spirituelle Lehre wird einfach zu gerne völlig missverstanden. Und dann ist sie nicht nur überflüssig, sondern eher noch schädlich.

Ich muss mal diesbezüglich in mich gehen, zumal mich meine Fähigkeiten als „spiritueller Lehrer“ immer mehr ernüchtern.

Einen schönen Tag. 🙂

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Heute kam der Holzhändler

zu meiner Nachbarin, und ich habe gleich 8 Ster Holz für den nächsten Winter bestellt – auf August. Ich wollte ja Holz im Wald sammeln, aber war bisher zu faul. Und da er gerade da war, und ich meinem Fleiß nicht vertraue, bestellte ich mal vorsorglich.

Natürlich wollte er mir gleich die Hand geben, worauf ich meinte, das ja sei ja nun verboten.

Dann traf ich Jean-Louis, als ich mit dem Rad weg wollte und der wohl krank war und mir erzählte, ich sähe kreidebleich aus. So fragte ich meine Nachbarin und Ursula, die beide meinten, ich sähe so aus wie immer.

Dann traf ich Guide, und er fährt am Wochenende wieder nach Paris. Überhaupt schien es heute allen zuhause zu langweilig zu sein.

Und ich schrubbte die Fliesen in der Küche mit Essig, Messer und Stahlwolle, da mir der Fugenmörtel eingetrocknet war. Die Hühner kamen auch immer wieder, um mir zuzuschauen. Aber nun bin ich fast fertig.

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Gestern kamen,

so wurde mir berichtet, noch einige „Flüchtlinge“ aus den Städten an. Wer kann, flüchtete wohl aufs Land.

So entbrennt in einigen Regionen Frankreichs schon die Diskussion, ob die Städter womöglich „die Pest“ mitbringen und dann noch die Läden leer kaufen. Das übliche Gezänke halt.

Eric rief auch noch an. Er fuhr vor der Ausgangsperre noch nach Holland zurück, alles lief gut. Die Sache war ihm zu heiß.

Ausgangssperre heiß ja, daß nun alle dort bleiben müssen, wo sie sind. Und womöglich dauert sie Monate. Das weiß derzeit niemand. „Prepper“ sind auch nicht erwünscht. 🙂

Und da ich, siehe Facebook, derzeit auch niemandem im Thema „Erwachen“ wirklich hilfreich sein kann, mache ich nun halt das, was mir „Gott“ anträgt. Ein Leben als Eremit in Quarantäne des Selbst. 🙂

„Wie es Gott gefällt“

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Mein Gastspiel

auf Facebook war kurz und ernüchternd. Und dies soll auch der Schlussstrich gewesen sein. 🙂

Nun geht es wieder hier weiter. Ich bin dort auch niemandem böse, aber das Thema ist dort, was mich betrifft, nicht gut aufgehoben.

Ein Schulterzucken bleibt, aber damit soll die Sache für mich erledigt sein.

Die Quarantäne gefällt mir recht gut, zumal sie meiner Lebensweise entgegen kommt. Aber meine Idee, in dieser Zeit anderen Menschen eine Hilfe zu sein, erwies sich auf Facebook als Illusion.

Meine Hühner dackeln nun gerne hinter mir her, bin ich im Garten, als wäre ich ihr Hahn. Und das ist für mich Hahn genug, bin ich ehrlich.

So, ich werde nun noch etwas in den Garten gehen und wünsche allen einen schönen Nachmittag. 🙂

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Vorhin traf ich Eric,

der mir erzählte, nun sind sie 2 Wochen hier, dann 2 Wochen wieder in Holland, dann 2 Wochen irgendwo anders… Spanien, was weiß ich. Und ich dachte, man soll den Leuten ihre Illusionen lassen. 🙂

Wohl lesen sie die Nachrichten, aber so richtig scheinen die Informationen nicht anzukommen… als würde alles so bleiben, wie gewohnt… mal zwei Wochen USA, mal nach Thailand, mal nach Timbuktu… nun ja. 🙂

Ich bin auch nebenbei mal wieder auf Facebook, aber verstehe nun erst so richtig, was mich von dort flüchten ließ. Zum einen ist es immer mehr eine Werbeveranstaltung, in der immer wieder derselbe Mist auftaucht, zum anderen wirkt dieser Veranstaltung insgesamt immer mehr deprimierend auf mich – wie ein schlechte Droge.

Den Hühnern ist die Fuchs-Quarantäne auch nicht recht, sie jammern – und sie bekommen nun als Gemüse, statt selbst zu weiden, geraspelte Karotten. Aber ich bleibe hart, trotz des Gejammers. Eine Henne attackierte mich sogar, wollte mich picken, aber ich bin mal stur. Als Futter für den Fuchs habe ich sie mir halt auch nicht zugelegt. 🙂

Sonst mal die Fliesen geputzt, die Eingangstüre gekürzt und wieder eingehängt, damit ich wenigstens wieder eine Haustüre habe und nachts nicht alle möglichen Tiere das EG erforschen. 🙂

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In der Nacht

hörte ich noch etwas in die Pressekonferenz des größten Pandemie-Experten aller Zeiten, US-Vize Pence, und außer viel Eigenlob, was für ein Hirsch er wäre und was für eine wahnsinnig tolle Expertenkommission nun am Werke wäre, boten sie ein Schaubild mit Verhaltensregeln an – und wenn sich alle daran halten, kann eigentlich nicht viel passieren.

Nun ja, ich schaltete dann ab, denn mit dieser Expertenrunde hilft eh nur noch das Gebet. Und das ist ja ein Hobby, das viele US-Bürger noch beherrschen.

Das wird was werden, meine ich. Außer viel stinkendem Eigenlob war nichts geboten: „Rette sich, wer kann.“

„Wie es Gott gefällt.“

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Ich weiß nicht,

ob es nicht eine gute Idee wäre, die Kommunalwahlen abzusagen.

Zum einen verschärft sich die Lage täglich, zum anderen wollen bereits, wie ich auf lefigaro las, über 25% (je nach Region) der Franzosen die Wahlen wegen Ansteckungsgefahr meiden.

Der erste Wahlgang ist am Sonntag, der zweite Wahlgang am Sonntag darauf. Und dann befinden wir uns bereits mitten in der Pandemie, also der zweite Wahlgang wird noch kritischer, bezüglich all derer, die aus Angst vor Ansteckung nicht kommen.

Andererseits, stimmen die Prognosen der Virologen, müssten dann die Wahlen länger verschoben werden. Ich schätze zumindest bis in den Herbst, wenn nicht sogar ein bis zwei Jahre.

Seltsamerweise haben wohl die älteren Wähler weniger Angst als die jungen Wähler, also spiegelbildlich zur realen Gefährdung.

Eine schwierige Entscheidung, da diese Kommunalwahlen in den Beginn dieser Pandemie fallen, aber andererseits ein wichtiges demokratisches Gut sind.

Meinem Geschmack nach sollten sie verschoben werden, denn 25% verfälschen das Ergebnis doch gewaltig.

Bei uns im Dorf, mit nunmehr unter 40 Einwohnern – davon 10 Wahlbetreuer 🙂 – ist das nicht so das Thema, aber in den Hochburgen der beginnenden Pandemie sicher.

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Ich machte einen Spaziergang

und als ich zurück ins Dorf kam, war helle Aufregung, Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen… volles Programm.

Es gab einen Kaminbrand. Und da sich der heiße Ruß ausdehnt, zerriß es dann zuletzt den Kamin. Manchmal hat man Glück, er brennt langsam aus, manchmal hat man Pech… so wie heute geschehen.

Zum Glück kam niemand zu Schaden.

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