Auch wenn unsere Vorstellung einer „objektiven Welt“

mir letztlich nicht treffend erscheint, so bietet sie doch den Freiraum, mir selbst möglichst „neutral“ zu begegnen, als wäre ich wirklich jemand anderes als „die Welt“: Ich und die Welt.

So darf ich mich an mir selbst relativieren und persönlich wachsen.

Was Kant als die Verarbeitung der Sinneseindrücke durch das Verständnis beschreibt, erinnert mich etwas an die Lehre Buddhas über die „Erfassungsgewöhnung“, der Heimtücke des Automatismus Verständnis, in Fehlinterpretationen wie in einer Schleife festzuhängen.

Das ganze Thema „Spirituelles Erwachen“ kreist um solch eine Heimtücke im Verständnis. Ich sitze einer Fehlinterpretation auf, die ich sozial übernommen hatte.

Und solche grundsätzlichen persönlichen Irrtümern in der Interpretation meines Seins ist nur schwer und mit grundsätzlicher Hinterfragung beizukommen.

Wo irre ich mich?

Und im ganzen Thema ist das um was es geht immer hier.

Ich muss dieses HierSein, mein VorhandenSein, genau betrachten, meine eigene Interpretation meiner selbst an mir selbst hinterfragen.

Nicht gedanklich, das bin schon ich als Verständnis mit dem „Bug“.

Ich hinterfrage mich auf der direkten Ebene der Wahrnehmung meiner selbst.

Stimmt das denn, was ich über mich selbst glaube?

Und dazu muss ich ganz direkt dort nachschauen, wo ich bin. Genau dort, wo ich bin. Hier.

Und dort ist niemand anderer mehr, der mir zu dieser Frage Rede und Antwort stellen könnte.

Ich bin der einzige, der mir selbst die Antwort geben kann.

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Nach Immanuel Kant

können wir (kann ich) „die Dinge an sich“ nicht wahrnehmen. Wahrnehmung von Objekten beginnt mit der körpersinnlichen Reaktion auf etwas, was wir heute als „objektive Welt“ interpretieren.

Die Wahrnehmung durch den Körper erzeugt so zwar ein Bild dieser sogenannten „objektiven Welt“, aber ist darin bereits subjektiv. Die „Dinge an sich“ sind für sich neutral nicht wahrnehmbar.

„Sie bleiben uns auf ewig verborgen“ mag daher jemand mit gutem Recht behaupten, der dabei am Vorstellungsbild der „objektiven Welt“ festhält.

Jedoch, so meine ich, vielleicht ist nur unser Vorstellungsbild über das falsch, was wir als „objektive Welt“ interpretieren?

Als ich mir diesen Vortrag über Kant auf YouTube anhörte, fiel mir auf, dass diese Vorstellung zwar stimmig ist, gehe ich von einer echten Trennung zwischen Subjekt und Objekt aus, aber die Ewigkeit „argumentiert“ gegen diese Grundannahme.

In ihr sind Subjekt und Objekt als „Leere“ verschmolzen. Weder existiert in ihr die „subjektive“ noch die „objektive“ Welt für sich alleine.

Wir gehen im Bild der objektiven Welt gerne davon aus, als gäbe es, zumindest theoretisch, eine „objektive Welt“, die ohne Subjekt existiert.

Aber es existiert dann einfach „keine Welt“.

Komme ich auf Kant zurück, sind somit „die Dinge an sich“ nicht wahrnehmbar, da sie so gar nicht existieren.

Zwar begegnet mir als Persönlichkeit die Welt als eine eigene „Festigkeit“, „Widerstand“, „Eigensein“ worin das Vorstellungsbild einer „objektiven Welt“ guten Sinn macht, aber sie ist nicht mehr als ein Annäherungsversuch an ein Modell über eine „nondualen Welt“ in der es letztlich keine echte Trennung in Subjekt und Objekt gibt.

Was wir nicht direkt sinnlich wahrnehmen können, kann auch einen ganz banalen Grund haben. Welcher? Es existiert einfach nicht. Es gibt „die Dinge an sich“ für sich „alleine“ (als reine Objekte) einfach nicht.

Und die direkte Wahrnehmung der Ewigkeit spricht dafür, dass es weder Subjekt noch Objekt für sich alleine gibt.

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Meine beiden Mäuse sind hyperaktiv

und hatten schon wieder das WLAN-Kabel durchgebissen, um das Loch für das Kabel in der Wand zum Gästezimmer als Tunnel auszubauen.

Mäuse brauchen auch Abwechslung. Mal fressen sie, dann jagen sie hintereinander her, schlagen Haken, vollziehen Luftsprünge. Und dann wenden sie sich wieder ihren Bauprojekten im Bereich Tiefbau zu.

Dann streift die Maus auch wieder durch die Gegend, klettert überall hoch, erforscht jedes Regal und die letzte Ecke unter dem Bett.

Und manchmal sitzt eine Maus unter dem Sessel an der Wand uns starrt mich an, wie ich im Internet surfe.

Das ist schon ein herziges Wesen, so klein, große Augen und große Ohren. Was mag sie wohl denken? Interessanter Weise unterscheiden die Mäuse zwischen den Geräuschen aus dem Computer und denen aus dem Raum. Auf erstere reagieren sie gar nicht.

Und wie sich der Bioalgorithmus der Maus an mir abarbeitet, so habe ich mich in die Ewigkeit als „Sparringspartner“ verbissen.

Ich könnte nun endlos darüber schreiben, aber belasse es vorerst mal lieber bei den Mäusen. Mensch und Maus sind sich ja genetisch sehr ähnlich. Und etwas an den Stellschrauben gedreht, wird die Maus zum Menschen oder der Mensch zur Maus.

Die Ewigkeit erscheint zwar in sich indifferent und unveränderbar, aber im persönlichen Ausdruck ohne uns bekannte Grenzen.

Persönlich kann ich mich nicht festhalten. Und als die Substanz zur Persönlichkeit habe ich keine verbindliche Gestalt, nicht einmal eine erkennbare relative Größe.

Die Ewigkeit als „der Same“ in dem Gestalt als reine Potenz ruht. Und wo die Gestalt Potenz ist, ist auch die Raumzeit nur Potenz, sprich: Keine absolute Größe.

„Absolut“ ist nur das Nichts, aber Vorsicht. Es ist darin als Potenz sprichwörtlich größer als alle Gestalt zusammen. Nur lässt es sich darin nicht ausmessen, denn Potenz, Energie, erscheint hier als „präsente Leere“.

Wo? Dort, wo du schon immer bist: Hier. 🙂

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Eine Maus

biss mein WLAN-Kabel durch, weswegen auf meinem Blog still war.

Nun ist die Hitzewelle erst einmal vorbei, zuletzt wieder knappe 40° C hier.

Diese Serie von fünf Hitzewellen war so extrem, dass sie statistisch so gut wie unmöglich ist.

In Bordeaux gab es die letzten 150 Jahre zum Beispiel gesamthaft nur 5 Tage mit 40° C und mehr. Vor der fünften Hitzewelle waren es diesen Sommer alleine schon 6 Tage.

Dazu diese Trockenheit. Und ein Wind, der jeden Tropfen Wasser aus Tier und Vegetation saugte.

Ich persönlich sehe ja im anthropogenen Klimawandel die größte Gefahr für die menschliche Kultur. Der Mensch wird ihn wohl überleben, aber eher „nackt“, nicht nur symbolisch gesehen.

Ich hatte vor Jahren einen Traum, und Träume können immer Schäume sein, aber manchmal überraschen sie mit ihrer stimmigen Physik. Die Städte lagen zwar in Ruinen, aber in dieser Phase lebte der Mensch recht vergnügt, einfach und oft nackt. .-)

Aber, was weiß ich? Das zeigte mir mein Alter Ego „Sai Sesmlasch“, aber das ist Jahre her. Und er war eine Art Frosch, so groß wie ein Mensch, ein Raubtier.

„Ich habe keine Gestalt“ ist das Tor zu jeder Gestalt, wie das Nichts das Tor zum Alles ist.

Verschmilzt nun der Tropfen mit dem Ozean oder der Ozean mit dem Tropfen, waren sie schon immer ein- und dasselbe?

Es ist ein individuelles psychisches Erleben, wie sich die Frage klärt.

Ich werde nie alles, indem ich versuche, mir persönlich alles anzueignen. Ich müsste endlos fressen. Aber ich bin alles, wo ich alles loslasse, mir persönlich nichts mehr gehört.

Doch Vorsicht. Das gehorcht nicht irgendwelchen Vorgaben, wie es aussehen müsste, um „richtig“ zu sein.

Aus dieser Perspektive ist schon immer alles „richtig“, genau wie es geschah, geschieht.

„Richtig“ heißt hier, Es ist die Wirklichkeit selbst, es ist schon immer das Selbst selbst, auch in seiner Kritik an sich selbst.

Und hier sehe ich unseren sozialen Umgang mit dem anthropogenen Klimawandel als kritikwürdig an. Ja, das Thema ist unbequem. Eigentlich könnte ja das Selbst bequem in sich selbst ruhen. Im Paradies.

Und warum es das nicht tut, weiß ich nicht und könnte darüber nur spekulieren.

Kann es nicht? Will es nicht? Ich weiß es nicht.

Ein „spiritueller Meister“ ist der, der nichts mehr weiß und auch nichts mehr kann. Sozial ist es vermessen, sich dann „Meister“ zu nennen.

Aber vom Ignoranten unterscheidet ihn, dass er weiß, dass er nichts weiß – und weiß, dass er nichts kann.

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Heute gab es nur knapp 30° C,

was derzeit zu den „kühlen“ Tagen zählt, wenn es die Kaltluft von Norden bis zu uns schafft. Sie fließt dann das Tal hinunter und weht böig um mein Haus.

Eigentlich wohne ich für diese Wetterlage sehr günstig, da die Abendsonne an meinem Hang und Wald scheitert, hier am Nachmittag bald schattig wird.

Aber derzeit kühlt die Luft nicht so schnell ab wie sonst. Da die Bäume in meinem Hangwald kaum Wasser haben, ist die Verdunstungskühlung immer weniger spürbar. An heißen Tagen nach Mitternacht noch 30° C.

Wann soll ich dann mal lüften? Und das macht diese Kombination aus Dürre und Hitze hier wesentlich extremer als 2003.

Die Tagestemperaturen waren nicht so hoch und es kühlte in den Nächten besser ab. Lasse ich dann alle Fenster offen, habe ich morgens im Zimmer immer noch 28° C.

Trotz Wald, Teich, Wein an der Hauswand, Schatten auf dem Dach durch die Esche am Haus… es nutzt bei dieser Wetterlage nicht viel.

Derzeit finde ich mich einfach damit ab, genieße es, so gut als möglich, aber sollte das im Klimawandel so schnell weitergehen wie derzeit, muss ich mir was einfallen lassen. Obwohl ich ca. 30 km am Tag radle, im Schnitt, bergauf, bergab, merke ich, wie die Sache mit der Zeit an den Kreislauf geht.

Und das hat mich diesen Sommer selbst kalt erwischt, obwohl ich vom Extremsszenario ausgehe, das James Hansen oder Rahmstorf zeichnet.

Dass das hier in Frankreich so extrem ausfallen könnte, habe ich nicht erwartet.

Aber ich erwarte auch nicht, dass sich das so schnell wiederholt.

Nur wird das nächste Mal, wann auch immer, alles noch extremer. Und für den Fall überlege ich an einer Klimatisierung.

Derzeit tendiere ich zu „Lowtech“ als ein Rohr, das ich im Erdreich vergrabe und die Luft durch dieses Rohr ansauge. Im Erdreich ist es ab einer gewissen Tiefe recht konstant kalt – und ist die Drainage lang genug und tief genug verlegt, habe ich so immer Kaltluft, die ich über einen regelbaren Ventilator ins Zimmer blasen könnte.

Hier ist nun die 5. Hitzewelle angekündigt, die sich bis Donnerstag in einer Woche zu 38° C steigern soll.

Da liege ich, der sonst selbst im Sommer unter der Daunendecke friert, nackt ohne Decke auf dem Bett.

Das gab es hier noch nie. Das ist dann wie in Chennai.

Und falls nicht ein Supervulkan oder sonst ein unvorhersehbares Ereignis den Klimawandel vorübergehend bremst?

Das Problem ist, dass sich die meisten Menschen nicht wirklich darüber bewusst sind, was wir hier gerade lostreten und dann in seiner Eigendynamik dem Menschen entgleitet.

Aber mehr machen, als Gefallen an einer klimatisch verträglichen persönlichen Lebensweise zu finden, kann ich auch nicht.

Das geht auch nicht vor heute auf morgen. Es ist durchaus sportlich und anspruchsvoll.

Aber Ignoranz ist auch keine Lösung, auch wenn das eigene Bemühen sinnlos erscheint. Ich bin da bei Kant, der meinte, ich tue die Dinge, die als richtig empfinde, nicht um einer Belohnung willen, sondern weil ich sie als richtig empfinde. Im Einklang mit meinem Erkenntnisstand.

Der Mensch ist so auf Belohnung fixiert, dass es dieses „Ich tue es, weil ich es tun will“ in seiner Einfachheit aus den Augen verliert.

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Der Griff des Selbst nach sich selbst.

Probleme gibt es nur aus persönlicher Sicht, möchte ich hier voranstellen, ohne genauer zu erklären, warum ich das so sehe, bzw. mich in der Selbstbetrachtung hier persönlich zu „nichts“ abstrahiere.

Persönlichkeit bleibt ein „Vorstellungsgemälde“ des Selbst über sich selbst, das wir aus der Perspektive dieses Tieres als „Mensch“ bezeichnen.

Die indische Mythologie sprich zwar von der allmächtigen Göttin der Täuschung, Maya, doch bitte täusche dich nicht darin, dass du nicht auch Maya selbst bist.

Das hilft die Frage von zwei Fragen, die nach mir selbst und dann noch der Monstergöttin Maya, auf eine zu reduzieren: Wer bin ich?

Mich selbst als Teil eines Ganzen begreifen lernen, vereinfacht vieles, auch in der Frage nach der Macht. Auch wenn sie in der Einbildung des Menschen ein persönliches Eigenleben führt, sie „gehört“ dem Gesamtereignis.

Die Persönlichkeit ist vom Gesamtereignis getragen, Teil dieses Ereignisses, das wir als Universum bezeichnen… und darin vollständig in seinem Griff.

Es gibt hier keine, aus persönlicher Sicht, Lösung, die dies nicht berücksichtigt.

Persönliche Ichartikulation und Welt bedingen einander.

Und dieses Thema hat verschiedene Tiefen. Persönlichkeit ist Ausdruck dieses Griffs des Selbst nach sich selbst, und ich tue gut daran, ihn in seiner Allmacht nicht zu unterschätzen.

Das Selbst greift nicht ein wenig nach sich selbst. Es greift vollständig nach sich selbst. Es gibt kein Entkommen aus diesem Griff, da ich selbst die Instanz bin, die ihn tätigt (letztlich). Und worauf er hinaus will?, das weiß niemand, denn er findet statt ohne dass das Resultat bekannt wäre.

Ich bin sozusagen bei der Selbsterforschung live dabei, da ich es selbst bin, „das“ sie betreibt. Warum? Dazu wird viel spekuliert, darf auch gerne viel spekuliert werden, aber meist verstellen Spekulationen nur die einfache Tatsache, dass niemand weiß, warum dies geschieht.

Und ob das Selbst weiß, was es hier treibt, das darf auch gerne in Frage gestellt werden.

Was hier geschieht ist unerklärlich, aber ich darf mich hinein entspannen, denn so es mich bestimmt, muss es mich auch tragen.

Daher führt Erwachen gerne zu Faulheit, denn, was soll ich mich mit dem „wahren Meister“ messen?

Der sudelt in Sekunden etwas hin, wofür ich mir 1000 Jahre den Kopf zerbrochen hätte.

Erwachte Faulheit entsteht in der Einsicht, dass Anstrengung überflüssig ist, wo ich eh nur das Ergebnis versauen kann.

Und was dann noch zu tun bleibt? Das schrumpft empfunden mit der persönlichen Einbildung.

Und ob es letztlich überhaupt etwas zu tun gegeben hätte? Eine gute Frage.

Der Mensch erscheint wie ein Azubi im ersten Lehrjahr, der Zauberlehrling, der nicht so recht weiß, was er will und tut. Und noch mache Lektion wie „Meisterwerk“ wird in die Hose gehen.

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Ich mag mich im Thema KI irren,

aber ich unterschätze in diesem Thema gerne die biologische Intelligenz, deren wirklichen Umfang ich noch gar nicht kenne.

Persönliche Intelligenz greift meiner Erfahrung nach auf das „kollektive Unterbewusstsein“ zurück, aber außer einigen vagen und der Hinterfragung würdigen Modellen haben ich über das kollektive Unterbewusstsein nichts in der Hand.

Das ist diese „Höhere Macht“ oder „höhere Intelligenz“ des Selbst, wie sie in der Spiritualität thematisiert wird… angefangen von Bild „Gott“ bis hin zur formlosen Intelligenz.

Ich persönlich gehe ja noch weiter, denn die Gesamtheit kosmischer Intelligenz ist Im Hier als die sogenannte Leere, das reine Bewusstsein, die Permanenz selbst: Ohne sie kein Ereignis, egal welches.

Wie es sich in dieser Intelligenz bestimmt? Mir unergründlich.

Das, was die Menschen zur KI-Entwicklung „anstiftet“ ist die eigentliche Intelligenz. Die entsteht nicht in einer KI, die steht permanent in ihrem Hintergrund.

Der Mensch bildet sich zwar gerne etwas auch seine Genialität ein, auch ich :-),

aber … das war dann auch schon fast alles, was ihm blieb.

Eine Einbildung, in der ihn „Höhere Macht“ zu seinem willigen Opfer machte.

Wobei hier das Selbst gerne mit Zuckerbrot und Peitsche regiert.

Der Mensch ist kein getrenntes Ereignis vom Szenario: unser Universum.

Er ist immer ein Teil – und darin – relativ gesehen – Opfer und Täter am Gesamtereignis.

Und im Thema Schuld gerne der Prügelknabe des Selbst. Ich stifte dich erst an, dann lasse ich dich verprügeln und schenke dir dafür auch noch die Einbildung, dass du selbst Schuld bist.

Aber unter uns gesagt: Der Mensch hat so gut wie nichts im Griff, über seine Einbildung hinaus und ist weit mehr „der Angestiftete“ als „der Anstifter.“

„Selber Denken“ fängt dort an, wo ich mir darüber bewusst werde, wie angestiftet ich selbst im Denken bin. Denken ist ebenso ein von der Persönlichkeit weitgehend unabhängiges Ereignis. Denken wird „angestiftet“

Aber, ich bin es ja selbst, so ist es auch nicht mein Feind. Und eine gute Frage, wie ich persönlich Freundschaft mit „höherer Intelligenz“ schließe?

Und das Wort „persönlich“ erscheint mir hier wichtig. Es kenne kein Patentrezept.

Hilfreich ist für mich, mich und das Universum als ein in sich ungetrenntes Ereignis wahrzunehmen. Ich bin persönlich nur so, da das Universum so ist, wie es ist. Und wie es sich verändert, verändere ich mich mit ihm.

Da ist nicht einmal ich als die Persönlichkeit und dann noch zusätzlich das Universum. Und ich sein Arzt. Der Mensch ist der eingebildete Arzt, der aber permanent vom Universum verarztet wird – und warum?

Der Hund und sein Schwanz sind keine zwei getrennten Existenzen, so lange er ihm hinterher jagen mag.

Bleibe ich sehen, bleibt auch der Schwanz stehen.

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Nach einer Tropennacht soll es heute 37° C geben,

weswegen ich zeitig aufbrach, Mutter und Schwester zu besuchen, wozu ich 130 Höhenmeter überwinden muss. Dazu ein warmer Wind. Die Kleidung klebte. Das derzeitige Wetter hat für mich den Geschmack der Tropen, den ich gerne mag.

Danach sammelte ich reichlich Oregano. Frischen Oregano aus tiefen Gräben im Wald als „Salat“ und den fast schon vertrockneten Oregano von den Böschungen als Wintervorrat.

Ich bilde mir zumindest ein, dass er mit gut tut. 😉 Er ist aber vor allem kostenlos und reichlich – und ich ohne erkennbare Nahrungskonkurrenz. Vom Fahrrad aus erkenne ich ihn auch viel besser, vor allem kann ich überall parken. 🙂

Ich hab nun auch Schafgarbe in Öl angesetzt. Die kommt mit der Trockenheit recht gut zurecht und erscheint mir durch dieses Wetter extrem stark.

Aber noch besser setzt sich nun auf den Wiesen die wilde Möhre durch. Die scheint mit diesem Wetter sehr gut zurecht zu kommen. Eigentlich, so las ich, ist die ganze Pflanze essbar. Probiert habe ich sie noch nicht. Aber vertrocknet nun alles andere, muss ich vielleicht „umsteigen“.

Ich nehme diese Hitzewellen nun mal „so, wie sie sind“. Nicht einmal einen Ventilator. Es ist durchaus ein interessantes Erlebnis, finde ich. Interessant, wie sie den Körper beeinflusst.

Aber diese ungewöhnliche Hitze hier dieses Jahr nimmt alle mit. In Frankreich wird man wohl im Herbst Bilanz ziehen.

Der Klimawandel beschleunigt sich derzeit entlang der extremen Szenarien der Klimamodelle, aber Klarheit im: „Warum?“ ist noch Diskussion.

Seit der Controle Technique steht das Auto in der Scheune und ich fahre, schon aus Trotz ;-), bei diesem Wetter nur mit dem Fahrrad. Die einen bewundern es, die anderen hassen mich dafür.

Aber noch niemand konnte es jemals allen recht machen.

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Die „Ewigkeit“

Die ersten mystischen Einblicke in die Ewigkeit waren für mich zutiefst beeindruckend.

Im Grunde ist das, war wir inhaltlich als „Augenblick“ begreifen, bereits die Ewigkeit, nur wird sie durch das Verständnis als Augenblick interpretiert.

Ich scheine aus einer endlosen Abfolge von Augenblicken zu bestehen. Der Augenblick ist für mich hier der erscheinende Inhalt.

Aber Augenblick. Im Augenblick verändern sich zwar die Inhalte, aber der Augenblick selbst ist bei jedem dieser Momentaufnahmen derselbe.

Inhaltlich gesehen scheine ich so über die Raumzeit verstreut. Ein Puzzle, das mühsam zusammen gehalten wird, aber die Einsichten in die Ewigkeit zeigen mir, dass dieses Puzzle im selben Augenblick geschieht.

Der Augenblick verbindet alle Puzzleteile zu einem Wesen, mich selbst, das völlig unabhängig seiner Erscheinung ich selbst bin.

Im Wesen ist Ich die Ewigkeit. Und dieses Ich überstrahlt alles.

Das empfundene Ich ist schon die Selbstempfindung der sogenannten Ewigkeit.

Es ist nur eine soziale Interpretation, die den Blick verstellt. Und dann gibt es einfach nur noch die Ewigkeit. Und das ist so völlig „normal“.

Durch die Ewigkeit ist alles „ein Ding“, in wie vielen Einzelteilen dieses „Ding“ sich auch präsentieren mag. Keines die Einzelteile besteht unabhängig aller anderen Einzelteile.

Das Verständnis macht aus dem „einen Ding“ viele Einzelteile, um zu unterscheiden. Und in dieser Unterscheidung ein Richtung zu finden.

Das tut es aber auf einer virtuellen Ebene, den Gedanken.

Und verwechsle ich „das Ding“ nicht mehr mit den Bildern, die das Verständnis zeichnet, sehe ich ganz natürlich, dass der Augenblick die Ewigkeit ist.

Kein Anfang, kein Ende: „der Spot des Nichts“, durch das Verständnis betrachtet.

Alles zusammen und noch viel mehr im Sein.

Sein und Ewigkeit sind identisch.

Das einfache „ich bin“ trägt das ganze Universum. Und eigentlich ist es nichts, was es aber nicht davon abhält, alles zu sein.

Ewigkeit hat Existenz im „vor“ wie im „nach“ allem. Und das macht sie zum Rahmen der Materie. Im „vor“ und „nach“ ist sie Mutter.

Aber wie sehr sich die Ewigkeit auch relativ beschränken kann, bis auf eine Persönlichkeit, ihre Existenz vor allen Dimensionen kann nicht getilgt werden.

„Vor aller Zeit bin ich.“

Und so sehr ich im Ereignis mir selbst hinterher renne, vor aller Zeit stehe ich absolut still. Was soll Zeit zerstören, was wirklicher als sie selbst ist?

Der nonduale Aspekt der Wirklichkeit ist unauslöschlich, da er realer als jegliche Schöpfung ist, realer als Raumzeit. Wo? Hier

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Im Thema „Ego“ zeigte mir die „Selbsterkenntnis“,

dass es zur ganzen Geschichte nur einen Hintergrund gibt.

Und der ist „das Ego“.

„Das Ego“ braucht keine Gestalt, um „das Ego“ zu sein. Und das ist die Heimtücke im Ereignis. Oder besser gesagt: Als das Ereignis.

Aus persönlicher Sicht ist so „das Ego“ etwas, das ich in seiner „wirklichen Gestalt“ gar nicht greifen kann, da es keine „wirkliche Gestalt“ hat.

Das „Ego“ ist in meinem (Selbst)Verständnis eher eine Potenzialität zur Gestalt als irgendeine Gestalt selbst.

Die Persönlichkeit ist vergleichbar mit einem „Auge“ dieses „Ego“.

Dass es etwas gibt, ist Schuld des „Ego“.

Aber das „Ego“ selbst ist unerklärlich. Denn es erscheint wie etwas, das es gibt, obwohl es das Ego eigentlich gar nicht geben dürfte.

Es ist, und es schert sich sogar noch nicht darum, dass es es nicht geben dürfte.

Denn wer von Sein spricht, spricht vom Ego, „der Einbildung des Nichts zu sein“.

Und auf diese angebliche „Einbildung“ ist noch jeder herein gefallen, zumal ich sie selbst bin.

„Sein“ oder „Nichtsein“ ist nicht die Frage. Sein ist nicht auszurotten, da es Teil der unerklärlichen Natur des Selbst ist.

Und wer in diesen Schlund schaut, sieht, dass niemand etwas weiß. Um was? Darum, was das ist. Was?

Das Ego.

Das Thema „Ego“ vermittelt oft den Eindruck, als wüsste irgend jemand, worüber er redet.

Und redet meist nur über die Albträume, die er über sich selbst hat.

Wer gibt schon gerne zu, dass er keine Ahnung hat, wer er selbst ist. Und sich darin Meister nennt. Worin? Keine Ahnung zu haben? Nein, von der Ahnung beschlichen zu werden, dass all meine Ahnung nicht mehr als „Wahn“ ist.

Der Wahn-Versiegte, wie Buddha genannt wurde, heilte nicht von fremdem Wahn? Nein, von seinem ureigenen Wahn.

Und darin ist hilfreich zu sehen, was ich letztlich sicher über mich selbst weiß, auf die Vielfalt bezogen.

Und das Nichts, was übrig bleibt, ist das, woran der Wahn heilt. 🙂

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