„Spirituelle Magie“

Teil 5: Die Hinterfragung des Wollenden und Der erste magische Akt.

Die Persönlichkeit erscheint in ihrer Hinterfragung als ein unauflösliches Paradox:

In meinem wahrnehmenden und Seinsgefühl vermittelten „Kern“ habe ich mich noch nie bewegt. In meiner als persönlich empfundenen Interaktion mit dem Wahrgenommenen komme ich nie an ein endgültiges Ziel.

Ich bestehe so aus einem völlig unbeweglichen Anteil, ja, er bewegt sich nicht einmal in der Raumzeit, und dem persönlichen Anteil in Reaktion auf die Weltwahrnehmung, der nie wirklich still steht.

Wenn Buddha vom Nirwana spricht, so interpretiere ich dieses Nichts als diesen völlig unbeweglichen Kern der Persönlichkeit. Er wird gerne übersehen, denn er hat in der Raumzeit keine wirkliche Größe. Eine Universum entsteht, dauert endlos, vergeht… für diesen Kern ist das derselbe Augenblick.

Da ich ihn betrachten kann, ist also das menschliche Verständnis durchaus fähig, diesen Kern zu identifizieren. Warum? Da es nicht wirklich von diesem Kern getrennt ist. Dieser mysteriöse Kern meiner selbst hat nicht nur keine wirkliche Größe, er ist der Urgrund für alle Größen, in unserem Falle der Raumzeit.

Er dehnt sich in sie aus, ohne sich wirklich in sie auszudehnen, könnte ich sagen.

Aus persönliche Sicht ist er wie ein Schwarzes Loch, das Persönlichkeit ausspeit und wieder einsaugt.

Hier stehe ich mir selbst als das Mysterium gegenüber. Ich kann nicht wahrnehmen, was keine Raumzeit ist. Ich kann mich als Vielfalt nur in der Raumzeit wahrnehmen.

Was sich in dieser „absoluten Präsenz“ verbirgt kann ich gar nicht wissen. Vielleicht auch nichts? Alles spekulativ. Relative Wahrnehmung ist auf die Raumzeit begrenzt. Das Thema Persönlichkeit.

Jedoch; und das behaupte ich hier einfach, jeder muss es für sich selbst untersuchen, ist dieser „Dot“ der absoluten Präsenz auch das Gravitationszentrum des Ich. Ich mündet in diesem unbeweglichen „Dot“ und blickt gleichsam aus ihm heraus, durch ihn hindurch, in die Persönlichkeit.

„Ich weiß nicht, wer ich bin.“ Hierin bin ich zwar dieser „Dot“, aber er – und damit ich selbst – sind mir als Verständnis unergründlich.

Viele Menschen denken, sie kommen in der Meditation nicht voran, aber eigentlich sind sie schon auf den unveränderlichen Anteil der Persönlichkeit gestoßen. Meditation beginnt immer neu hier und endet wieder hier: „Ich komme nicht voran.“ 🙂

„Ich komme nicht voran.“ Wie auch? Egal wie wild sich alles bewegt. Ich steht in Wirklichkeit wie unbeweglich still.

Ich bin mit einer Welt konfrontiert, deren Ursprung mir unergründlich ist. Und Ich und die Welt sind dasselbe Problem. Das Problem ist so gross wie das Universum, aber andererseits auch unverbindlich.

Auch in der Ergründung des Wollens, des Wollenden, kann ich nicht über die Raumzeit hinausblicken. Aber der Ursprung meiner selbst liegt „außerhalb“

Außerhalb der Raumzeit.

„Der eigentlich Wollende ist unsichtbar.“

Und der macht alles unberechenbar. Der Wind, der die Raumzeitblase aufbläst weht durch dieses nicht existierende Loch.

Hier ist Existenz reinste Nichtexistenz. Als wäre die Gesamtheit der Existenz auf einen Punkt konzentriert, unendlich dicht.

Hinterfrage ich den Wollenden, stoße ich so auf einen Kern, der ihn treibt, in den ich aber nicht blicken kann.

„Das Wesen des Wollenden ist unbekannt.“

In einem Buch über Magie würde ich es als sinnvoll betrachten, den Willen einmal bis zum „unbekannt Wollenden“ zu hinterfragen.

Persönlich bin ich dem „unbekannt Wollenden“ empfunden am nächsten, entleere ich mich in ihn und übergebe ihm so sinnbildlich das Wollen.

Der erste magische Akt ist den Willen zurückzugeben und ihn dann aus diesem Dot wieder neu zu empfangen, vom „eigentlich Wollenden.“

Ich trete so im ersten magischen Akt mit dem Unbekannten und Unsichtbaren und Unergründlichen in Interaktion, indem ich das, was ich in diesem Ritual will in dieses „Nichts“ werfe.

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Am 3. Oktober

hatten wir immer noch einen sonnigen Sommertag mit 25° C.

Das ist der ungewöhnlichste Sommer, den ich hier jemals erlebt hatte.

Ende Mai die erste Hitzewelle mit über 30° C. Die extremste Welle war Ende Juni mit 40° C hier im Dorf. Extrem, da es nachts kaum abkühlte. Erst im Morgengrauen war es draußen etwas kühler als im Haus.

Noch extremer ist die Trockenheit. Inzwischen gibt mein Brunnen kaum noch Wasser, alle Teiche trocknen aus.

Da ich sonst empfunden fast das ganze Jahr auf dem Fahrrad friere, ich radle ja auch über den Winter, genoss ich dieses Sommer. Ich kam mit vor wie im Urlaub.

Jedoch, die Hitzepeaks machten mir auch zu schaffen.

Obwohl ich persönlich so den Sommer meist als sehr angenehm empfand, sehe ich die katastrophale Entwicklungsrichtung, die der anthropogene Klimawandel die letzten Jahre eingeschlagen hat. Für die Natur hier ist es eine Katastrophe.

Vermutlich ist sogar ein Großteil meiner Vögel gestorben. Zudem sah ich auffallend viel tote Maulwürfe auf den Straßen. Vom Schwanenpaar im Teich mit den 5 Jungen lebt nur noch ein Jungvogel. Alle anderen sind gestorben.

Und die Tiefenentwässerung der Böden sorgt nicht nur für Schäden, Setzungen, an vielen Gebäuden, auch das Wurzelwerk der Bäume leidet und damit ihre Standfestigkeit.

Es ist also verfrüht, Bilanz zu ziehen, denn es gab sicher mehr Tote, auch unter uns Menschen, als bisher ins soziale Bewusstsein rückt.

Und was vor Jahren undenkbar war: Viele Mitmenschen kaufen sich nun eine Klimaanlage.

Aber die Vision der Politik reicht derzeit nur bis zu einem Spritpreisdeckel. Das finde ich erschreckend, denn wir müssten eigentlich radikal handeln, um die Folgen möglichst zu verhindern, die wir sozial nicht mehr schultern können.

So als „links-grün-versiffter Öko“ ist man ja inzwischen ein Feindbild.

Aber ich liebe es. Die Rolle gefällt mir. Sie gefällt mir aber nicht nur, weil sie sehr preiswert ist, ich fühle mich auch körperlich viel fitter als früher.

Ich bin ja noch nicht einmal links, eher „woke“, was heißt, bereit, Rücksicht zu nehmen, ja, auf der Straße sogar einem Käfer auszuweichen. Wohlwollende Rücksichtnahme ist kaum noch modern.

Aber ich verbinde mit meinem Lebensstil keine Mission mehr. Es ist einfach das Leben, das ich selber gerne führe.

Meine persönlichen Vorbilder sind ja eher Menschen wie Milarepa und Ramana Maharshi. Nicht, dass ich ihr Leben kopieren wollte. Es ist der Geist dahinter.

Der ist genussvoll frei und losgelöst.

Und Loslösung und Eintauchen ist hier dasselbe. Es ist wie ein „all in“ in jedem Augenblick, ohne dass dabei um etwas gehen müsste.

Klare Präsenz, Losgelöstheit vom, und völlige Einheit mit, dem Ereignis vermählen sich zu einem tiefen Frieden.

Was sich selbst nicht vergleichen muss, um sich selbst zu sein, ist frei. Und ohne wirkliches Vorbild.

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„Spirituelle Magie“

Teil 4: Die Hinterfragung des Willens

Der Mensch will so viel, aber scheitert gerne daran, seinen eigenen Willen zu hinterfragen.

Der Magier ist der „Macher“, der will, und die Welt nach seinem Willen mitgestalten will.

Brauche ich überhaupt all das, was ich will? Was will ich überhaupt?

Die einen reden von einem freien Willen, die anderen davon, dass es gar keinen eigenen Willen gibt.

Und beide haben Recht. Es hängt davon ab, aus welcher Perspektive ich auf dieses Ereignis blicke.

Die von einem freien Willen sprechen haben recht, da es nur das Selbst gibt. Da es also nichts gibt, was dem Selbst Vorschriften machen könnte, außer das Selbst sich selbst, ist es völlig frei darin, sich selbst zu sein. Alles ist sein freier (ungebundener) Wille.

Die von keinem eigenen Willen sprechen haben aus demselben Grunde recht. Wenn es nur das Selbst gibt, gibt es in ihm keinen getrennten Willen in welcher persönlichen Instanz auch immer. Keinen eigenen (getrennten) Willen im persönlichen Sinne

Beide haben also aus demselben Grunde Recht. Völlig frei UND völlig eingebunden (ungetrennt).

Wollte ich ein Buch über Magie schreiben, wäre der zweite Übungsblock die Hinterfragung des Themas Willen. Sie stellt sogar infrage, ob ich Magie überhaupt brauche.

Es gilt hier, sich selbst beide Perspektiven zu erarbeiten, was heißt sinnlich ihr Wahrheit zu spüren, ihre physikalische Realität zu spüren.

„Erkenne dich selbst“ ist ein Motto der Magie. Und nehme ich das ernst, muss ich mich selbst hinterfragen.

„Ist der Wille nun frei oder nicht?“ Ich muss sie mir selbst in Introspektion beantworten.

Bei dieser Introspektion werde ich immer auf Paradoxe stoßen.

In einem Paradox renne ich mir als Verständnis an mir selbst den Kopf ein.

Ein erscheinender Widerspruch, auf den ich mir keinen aufklärenden Reim machen kann.

Um mich selbst beeinflussen zu können, muss ich erst einmal wissen, wie ich wirklich „ticke“.

Und hier bilde ich mir gerne viel ein.

Der Magier will zwar, aber er ist auch faul. Es will sich dazu möglichst wenig anstrengen müssen. Ein Zauberspruch muss reichen.

Aber um faul leben zu können, muss ich ja erst einmal wissen, wie ich so effektiv funktioniere, dass ich weitgehend anstrengungslos befriedigt durchs Ereignis gleite.

So ist nicht nur das paradoxe Wesen des Willen hinterfragenswert, sondern auch, ob all das, was ich will wirklich wollenswert ist, also mich wirklich befriedigt.

Und „befriedigt“ kommt von Friede. Wie komme ich in Frieden mit mir selbst?

Indem ich mir alle meine Wünsche befriedige?

Indem ich mein Wünschen erst einmal hinterfrage?

Oft sieht die Lösung ganz anders aus, als ich sie mir erwünsche, ja, überhaupt erwünschen könnte.

Der eigentlich Magier ist persönlich unsichtbar.

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„Spirituelle Magie“

Teil 3: Zwischenbetrachtung

Mit ungefähr 14 Jahren kam ich von der Esoterik zur Magie, und wie ich mit 12 Jahren fanatischer Katholik war, danach überzeugter Atheist, so war ich nun ein fanatischen Anhänger der Bücher Franz Bardons.

„Der Weg zum wahren Adepten“, sein erstes Buch, war meine neue Bibel.

Aber die erste Heimtücke war die erste Übung, die ich auf dem Weg zum wahren Adepten beherrschen musste: 5 Sekunden die Gedanken anhalten.

Ich las das ganze Buch mehrmals, all die Übungen, die mich auf dem Wege zum Magier erwarteten.

Aber ich scheiterte immer schon an der ersten Übung: Verdammt noch einmal; wie kann ich so blöd sein, seit Monaten an der ersten Übung zu scheitern?

Ich weiß nicht, ob Franz Bardon bei der Wahl dieser Übung genial war, oder einfach ein Geschichtenerzähler, der eine magische Welt erfand, aber gar nicht wusste, was diese Übung praktisch wirklich bedeutet.

Sie ist praktisch unmöglich zu bewältigen, da der, der aufgefordert wird, die Gedanken anzuhalten, selbst ein Gedanke ist.

Wenn ein Gedanke Gedanken anhalten will, erzeugt er nur neue Gedanken. Nämlich Gedanken darum, Gedanken anzuhalten. Gedanken die Gedanken anhalten sollen, aber dabei nur einen Strom weiterer Gedanken erzeugen.

Und sie ist praktisch unmöglich, da ohne das Denken kein Zeitempfinden existiert. Dieselbe Thematik, wie die beliebte Frage nach dem Tiefschlaf. Wo bin ich im Tiefschlaf? Physikalisch als das Selbst genau dort, wo ich jetzt und immer bin: hier.

Das Hier meiner selbst hat ohne das Denken keinerlei Ausdehnung. Ist die Persönlichkeit weg, die aus Gedanken besteht, ist fatalerweise auch der weg, der die 5 Sekunden absitzen könnte. 🙂

Ich scheiterte also an der Magie, schon an der ersten Übung, und meine Karriere als Magier war wegen Unfähigkeit beendet.

Eine vorgestellte Magie, wie die von Franz Bardon, ist eine Magie der Fantasie, der Wunschvorstellung, die an der realen Magie schon in der ersten Übung scheitert.

Der eigentliche „Magier“ ist persönlich unsichtbar. Diesem versuche ich mich persönlich anzunähern. Und dabei muss ich die traditionelle Magie hinterfragen.

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„Spirituelle Magie“

Teil 2: Das Gravitationsfeld der Macht

Mir gefällte der Vergleich zwischen persönlicher Macht, um die das Thema Magie kreist, und dem Gravitationsfeld um einen Planeten, denn dieser Vergleich zeigt, dass mein persönlicher Einfluss in die Raumzeit hinein schnell exponentiell abnimmt.

Natürlich ist das eine vereinfachte Betrachtung, ohne Berücksichtigung der chaotischen Verwirbelungen persönliche Macht in die Raumzeit, aber hier ein brauchbarer Arbeitsansatz.

Ich kann einfacher, Wille, aufs Klo gehen als die Dorfpolitik beeinflussen.

Je mehr es nur persönlich um mich selbst geht, desto größer ist mein potenzieller Einfluss: Je enger etwas nur mich persönlich betrifft, desto näher bin ich dem Gravitationszentrum meiner persönlichen Macht.

Wollte ich ein Buch über „spirituelle Magie“ schreiben, müsste sich der Adept in der zweiten Übung darüber bewusst werden, wie eng das Gravitationsfeld der persönlichen Macht um ihn selbst geschlungen ist.

Es macht wenig Sinn, Ereignisse in der Tiefe der Raumzeit beeinflussen zu wollen, ohne mir darüber bewusst zu werden, wie eng persönliche Macht um mich als die Gegenwart geschlungen ist:

Wo meine Gegenwart das Ereignis in geringsten relativen Abstand zur Raumzeit berührt.

Der eigentlich Wollende ist unsichtbar. Sichtbar erst als die Artikulation seines persönlichen Willens. Am mächtigsten ist dieser Wille im geringsten relativen Abstand zur Raumzeit.

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„Spirituelle Magie“

Teil 1: Das Zentrum der Macht

Blicke ich mit den Körpersinnen in den Raum, blicke ich physikalisch immer in die Vergangenheit, denn Raum und Zeit sind eine Einheit: die sogenannte Raumzeit.

Im Weltraum lässt sich das sinnlich noch einfach verstehen. Was ein Lichtjahr weit weg ist, nehme ich in seinem Zustand von vor einem Jahre wahr.

Im direkten Lebensumfeld ist dieser zeitliche Abstand schwieriger zu greifen, da die Zeitverschiebungen in der Wahrnehmung der Dinge winzig klein sind.

Selbst die Gedanken nehme ich in einem zeitlichen Abstand wahr, die Gefühle, die Ereignisse im Körper… ja, alles was ich körpersinnlich wahrnehme ist schon geschehen, auch wenn es mir persönlich-sinnlich als Gleichzeitigkeit erscheinen mag.

Logisch ist: Was bereits geschehen ist, kann ich nicht mehr beeinflussen. Und: Aber alles, was ich körpersinnlich wahrnehme, ist bereits geschehen.

Und: Die empfundene Gegenwart meiner selbst, in der mir das Ereignis Universum als Gleichzeitigkeit erscheint, ist physikalisch real leer: Kein Objekt der Wahrnehmung ist real-physikalisch Gegenwart.

Und es erscheint hier logisch, dass ich, will ich das Ereignis beeinflussen, Stichwort „Magie“, dies (falls überhaupt) nur aus der realen Gegenwart heraus kann.

Und es erscheint weiterhin logisch, dass das „Zentrum der Macht“ identisch mit meiner eigenen Gegenwart ist.

Wollte ich ein Buch über „spirituelle Magie“ schreiben, müsste der „Adept“ erst einmal dieses „Labor der Alchemie“ identifizieren lernen:

Die Erkenntnis der absoluten und leeren Präsenz seiner selbst: physikalische Gegenwart.

Hier sehe ich nichts (nehme keine Objekte wahr): Hier will ich nichts, hier bin ich nicht mehr als das reine gestaltlose Selbst, das in seiner Leere alles umgreift. Und doch: Empfunden vollständig ich selbst.

Ist das nicht ein Widerspruch, schon am Anfang der Betrachtung zur „spirituellen Magie“, zu allem Wollen, zu allem Bestreben, das Ereignis zu beeinflussen?

Eine berechtigte Frage, die ich hier erst einmal ohne Antwort stehen lasse:

Der „spirituelle Magier“ ist persönlich unsichtbar.

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Spirituelle Magie

Gestern entschloss ich mich, mich die nächste Zeit dem Thema „spirituelle Magie“ zu widmen.

Traditionelle Magie wirkt in meinen Augen nicht, ist eher einer kindlichen Weltvorstellung entsprungen, doch was könnte eine funktionierende Magie sein?

Sie kann sich, so meine Meinung, nicht an der traditionellen Magie orientieren, sondern muss selbst nach einer beschreibbaren Methodik suchen.

In der Frage „Wer bin ich?“ ist da Sehen der Frage die Antwort. Ich glaube so viel, was das Leben wäre, dass es schon schwierig ist, hinter all dem Wissen die Frage wieder klar zu sehen.

Und damit die Relativität der Antworten, die ich habe.

Im Wesen befinde ich mich, auch meine Leser, in einem völlig rätselhaften Ereignis. Und um in das „unbekannte Land“ zu blicken, muss ich erst erkennen, dass all unsere Antworten zwar relativ gerne sinnvoll sind, aber die grundsätzlich Frage allesamt nicht beantworten können: „Wer bin ich?“

Es ist so schon schwer, das unbekannte Land zu betreten, aber noch viel schwerer, in ihm neue Antworten zu finden.

„Spirituelle Magie“ ist so die Beschreibung des Versuches im unbekannten Land meiner selbst neue Antworten zu finden.

Das „Labor“ des „spirituellen Magiers“ ist so das unbekannte Land. Ein Space, in dem alle meine bekannten Antworten über die Welt keine verbindliche Geltung mehr haben: Vom Denken zum Schauen. Vom Erwägen zum Nachsehen.

Es gibt in diesem Thema keinen wirklichen Lehrer, „Führer“, Guru im menschlichen Sinne. Wenn an ihm etwas als „Guru“ umschrieben werden könnte, ist es das unbekannte Land selbst. Und damit der Wesenskern, der mich als Tobias ins Dasein warf.

Die Zeit der „vier Aspekte der spirituellen Persönlichkeit“, worüber ich vor Monaten schrieb, scheint vorbei.

Ich hatte dazu auch nichts mehr geschrieben, denn es klärte sich so nebenher als verschiedene Aspekte der eigenen Präsenz und räumte somit den Raum für das nächste Kapitel leer, das für mich auch Neuland ist und das ich „spirituelle Magie“ nenne.

In der Meditation ergibt sich nun auch ein anderer Sitz, dazu irgendwann später.

Der Sitz in den vier Aspekten der spirituellen Persönlichkeit war der Schmetterlingssitz.

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Wie weitermachen?

Wenn ich mir auf YouTube Beiträge von anderen „Erwachten“ anhöre, neige ich dazu, in mir fast allem zu widersprechen. Und schreibe ich einen Kommentar, bekomme ich meist kein Like, wie „gut“ ich ihn auch finde.

Ist es meine persönliche Arroganz und Besserwisserei? Ich denke, durchaus „auch.“ 😉

Ich bin auch mit keiner Antwort zufrieden. Jede versucht etwas festzunagel, was dann aber, geglaubt, einer tieferen Einsichtnahme meist im Wege steht. Es ist eher ein: „Schaue mal in dieser Richtung nach.“

Zu einem Beitrag schrieb ich. „Höre auf, dich zu vergleichen.“ Und was dann übrig bleibt, ist das „Kern-Selbst“, in dem Persönlichkeit ihr Unwesen ( 😉 ) treibt.

Persönlichkeit besteht im Wesen nur aus Vergleichen, vorher – nachher, wie auch der soziale Vergleich. Auch der Vergleich zwischen „erwacht“ und „nicht-erwacht“ ist ein sozialer Vergleich.

Und dazu gibt es sozial eine lange Liste von Bedingungen; um als „erwacht“ zu gelten. Wer sich nicht vergleicht, zerreißt sinnbildlich die ganze Liste und bleibt als das sogenannte „Selbst“ übrig.

Wie sollte es eine Bedingung daran geben, das zu sein, was ich bereits bin – und das auch in allen Verwirrungen und Verirrungen über mich selbst.

Und wer sich selbst „sieht“, sieht auch, dass das Selbst ein ungelöstes Mysterium ist. Und jeder Versuch es auf eine Wahrheit der Vielfalt fest zu nagel nur auf dem Tablett der Illusionen möglich ist.

Persönlich stellt sich im Thema die Frage, wie ich mit mir selbst, als das Unbekannte, in Frieden komme?

Unbekannt bedeutet für das Verständnis immer auch Gefahr, eine mögliche Bedrohung, die ich als Verständnis nicht voraussehen kann.

Diese Gefahr versucht die Religion gerne in einem Teufel oder bösen Geistern zu bannen, greifbar zu machen, aber wenn ich das Selbst bin, warum sollte ich mir dann selbst ein Feind sein?

Jedoch, mich selbst mit mir selbst zu versöhnen, ist nicht anspruchslos, so einfach das immer alles klingt.

Es ist ein persönlicher Prozess, in dem an einem Punkt „Erwachen“ geschieht, aber der immer weiter geht.

Mich hat das Selbst als „Lehrer“ völlig entmachtet, und das fasziniert mich immer wieder. Aber es irritiert mich nicht. Es gibt einen Grund. Und ich muss ihn nicht einmal kennen, um mit ihm in Frieden zu sein.

So habe ich auch keine Angst vor der KI, denn die Intelligenz, die dieses Schauspiel regiert, durchschaue ich nicht, aber ich bin auch nicht von ihr getrennt.

Sie agiert jenseits meiner Vorstellungskraft, und so einfach Leben als Erwachter ist, heute reparierte ich den Kamin für meinen Ofen, so ist es doch andererseits von diesem unbekannten Mysterium durchstrahlt, die das Selbst ist.

Und schaue ich nur in diese Richtung, erspüre ihren Hauch, ohne sie zu verstehen, entsteht Vertrauen, was nicht heißt, dass sich das Selbst nach meinen Vorstellungen richtet.

Früher warnte ich gerne vor Putin, vor Trump, vor dem Klimawandel, aber das Selbst meinte immer lauter: „Rufe nur, es hört dir eh fast keiner zu.“

Als wäre ich ein trotziges Kind, das seinen Eltern widerspricht.

Wenn ich derzeit die Nachrichten lese, haben die Ereignisse in vielem meine düsteren Erwartungen übertroffen, außer der Pandemie, die sich mit der Omicron – Mutation selbst „entschärfte“.

Heute hatte es 25° C,und alle Teiche trocknen hier nun aus. Selbst mein Brunnen macht schnell schlapp, schneller als 2003.

Ein Jahrzehnt der Albträume, in der einer den nächsten überlagert. Das typische Szenario einer herannahenden Katastrophe.

Am meisten lernte ich aus den Bildern des Tsunami in Japan vor nunmehr über 10 Jahren. Eine Katastrophe ist nicht einfach ein Extremereignis. Das ist wie mit den Kipppunkten im Klima. Ist mal einer aktiviert, löst er eine ganze Kaskade aus. Alles kommt zusammen, als hätte sich die ganze Welt verschworen.

Und niemand weiß, wann der Sturm der Ereignisse seinen Höhepunkt findet und wieder abflaut.

Erst dachte ich, alles wird wieder gut, ist Covid durchgestanden? Dann kam der Ukrainekrieg. Dann wurde das „stabile Genie‘ wieder Präsident der USA.

Und hier in Frankreich meldete sich diesen Sommer ein weiterer Mitspieler, der in den Augen der Rechten ein Fake ist, der anthropogene Klimawandel, lautstark zu Wort. Und selbst das unbeheizbare kalte Zimmer unten im Hang wurde zu einem Brutofen.

Auch mein Hangwald versagte, da ihm der Treibstoff Wasser ausging. Die Verdunstungskühlung wurde immer schwächer.

Zum ersten Mal in meinem Leben dachte ich an eine Klimaanlage.

Und so ist das Szenario eine Katastrophe. Die Politik dreht durch, die KI dreht auf und durch, das Klima dreht durch, vorneweg das „stabile Genie“ Trump.

Und dann denke ich oft, das ist alles so verrückt, das kann ja nicht wahr sein.

Aber so ist es eben. das Selbst. Unergründlich in Wahnsinn und Weisheit.

Mehr als mit den Schultern zu zucken bleibt mir dieser Tage meist nicht.

So radle ich gerne durch die Gegend, gehe „schoppen“, sammle Kräuter oder Versteinerungen, begrüße die Tiere am Wegesrand und genieße die Ruhe in der ärmsten und un-touristischsten Gegend Frankreichs.

Im Grunde habe ich null Bock, an diesem Wahnsinn mitzumischen.

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Ja, die liebe Politik…

Ideologien, die die Menge persönlichen Glücks mit der Menge an Konsum (Eindrücke, Produkte, Erlebnisse…) gleichsetzen, haben immer ein Problem, kommt es zu Stagnation oder Schwund dieser Menge.

Auch ich, Brutus :-), staune immer wieder über die Berge von Gerümpel, die mich umgeben.

Ich habe inzwischen nur noch 4 ganze Fahrräder (es waren mal über 10), das Edge für den Anhänger, das Rennrad, das Muddyfox mit den Satteltaschen, und das Sunn für kleinere Besorgungen.

Im Grunde würde ein Fahrrad reichen, im Grunde sogar eines ohne Gangschaltung, aber es ist halt angenehm, flexibler zu sein.

Luxus ist eine angenehme Sache. Das Problem fängt dort an, wo ich suchtartig abhängig von ihm werde. Luxus kann ein „Surplus“ sein, das Sahnehäubchen oben drauf, aber auch emotional zum Grundnahrungsmittel werden, ohne das es nicht mehr geht.

So ist, meiner Anschauung nach, nicht der Luxus das Problem, vielmehr meine persönliche Beziehung zu ihm.

Es ist, emotional, unglaublich einfach: Wer mehr hat, als er für notwendig erachtet, fühlt sich reich. Wer weniger hat, als er für notwendig erachtet, fühlt sich arm.

Im Wohlstand lebt der, in dessen Umfeld alle mehr haben, als er selber braucht. Er kann schon bequem von seinem Abfall leben.

Aber unser kapitalistisches Wachstumsmodell funktioniert halt nur, ist niemand jemals wirklich zufrieden. Der empfundene Mangel treibt an, und er muss auch belohnt werden.

Milarepa lebte in einer Höhle und aß Brennnesseln. Und war damit zufrieden. Ein nahezu unverwüstliches Konzept. Er nutzte nicht einmal Salz.

Wer nichts braucht ist völlig frei, doch hat seine Freiheit keinen Wunsch, um seine Freiheit sein zu dürfen. Sie ist nicht bedürftig.

Zu unserem Konsummodell gibt es radikale Gegenentwürfe, zum Beispiel im Taoismus.

Und der Taoist im Kapitalismus ist der reichste Taoist, den es jemals gab.

Weder das eine Modell noch das andere Modell ist mehr oder weniger das Selbst. Es ist ein persönliches Beziehungsmodell zu mir selbst.

Ich darf mich selbst als Mangel wie auch als Überfluss begreifen.

Früher schrieb ich oft über den Klimawandel, aber es ist sinnlos vor Junkies Verzicht zu predigen.

Und wenn Konsumjunkies mit den unangenehmen Folgen ihres Tuns konfrontiert werden, nutzt das so wenig, wie mir das Rauchen abzugewöhnen.

Aber folgt der zwangsläufige Entzug, da das „immer mehr“ Grenzen zeigt, endet es halt so wie dieser Tage die Weltpolitik.

Wie gesagt, es gibt in dieser Frage kein „richtig“ oder „falsch“, aber wer rechtzeitig lernt, auf andere Weise persönliche Erfüllung zu empfinden, fällt vermutlich etwas weicher.

Auch ich kenne die Zukunft nicht, doch dieses Jahrzehnt ist wie der derzeitige Sommer hier in Frankreich. Gestern Abend 34° C. Eine Hitzewelle nach der anderen.

Die Sache ist schon verkackt. Wie verkackt, weiß niemand so genau.

Das Selbst kann mit nichts zufrieden sein, aber auch mit nichts. 🙂

Wer die eigene Freiheit an Dinge bindet, hat immer ein Problem, nämlich „das Ding“. Und „Dinge“ führen relativ zu mir als Persönlichkeit ein Eigenleben: Sie gehen auch gerne wieder.

Und wer weniger braucht hat immer „mehr“, was heißt weniger, denen er hinterher jammern muss, da sie wieder gingen.

Der reichste im Taoismus ist nicht der, der alles hat, und auch nicht der, der nichts hat, sonder der, der von all dem Gerümpel, was er hat oder nicht hat, am wenigsten braucht.

Nun ruft wieder der Waldkauz. Der gibt seltsame Rufe von sich, seit Nächten.

Ja, die liebe Politik…

den Lösungsansatz, den ich sehe, versuchte ich zu umschreiben. Aber der ist nicht zu vermitteln.

„Armut im Geiste“ ist nicht nichts oder wenig zu wissen. „Armut im Geiste“ ist auch ohne es auskommen zu können.

Und das ist „das Leeren des Raumes“. Etwas zu sein, das unabhängig davon ist.

Etwas zu sein, dass sogar unabhängig von Geburt und Tod ist. Das damit zufrieden sein kann, einfach nur zu sein.

Daher rate ich ja in diesem Blog zu Atman Vichara, dem persönlichen Erkennen Atmans. Des Selbst, das ich unabhängig von den Ereignissen bin.

Persönlich gehe ich daher derzeit eher auf Distanz. Es lohnt sich in dieser Zeit nicht, mich groß sozial zu engagieren. Die Zeit in der das mir sinnvoll erschien ist vorbei.

Mit so schwachen Tools, wie ich sie habe, komme ich nicht dagegen an. Die Idee, die ich dazu bräuchte, müsste revolutionär sein.

Ich versuche zwar in der Meditation immer wieder zu schauen, was ich womöglich übersehe, im Grenzbereich zwischen „Nichts“ und „Gestalt“, aber ich bin zu blind.

Die derzeitige „spirituelle Medizin“ ist gegen den derzeitigen Wahnsinn ein Pestarzt im Mittelalter. Im Mittelalter war es die Wanderratte, die immun gegen die Pest war, die die Hausratte als Pestüberträger ausrottete, so zumindest mein Wissensstand.

Und so ähnlich erscheint mir ganz subjektiv die derzeitige Lage.

Ich werde die Welt nicht retten (können). 🙂

Letztens meinte Sadhguru, Physik und Gott seien verschieden. Doch ist sage: Da irrt er sich gewaltig.

Ich mag zwar in meiner Vorstellungswelt Gott und Physik unterscheiden, aber real bleiben sie dasselbe: Gott.

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Da gestern nicht so warm war,

machte ich eine etwas längere Fahrradtour, etwas über 50 km, und meditierte dabei.

Ich meditiere gerne nachts im Schmetterlingsitz auf dem Sofa, wobei ich in diesen „Beinverrenkungssitzen“ nie gut war.

Und als Kontrast gerne auf dem Fahrrad, in Bewegung.

In beiden Fällen ist das Selbst natürlich gleich, aber Bewegung erzeugt eine interessante Perspektive auf das „was ich temporär bin“ und das „was ich immer bin“.

„Was ich immer bin“ steht völlig still und das Ereignis entfaltete sich in mir, bzw. bewegt sich in mir. Und persönlich bin ich am Strampeln, bergauf, bergab, genieße die Landschaft.

Diesen Kontrast empfinde ich im Erleben als wohltuend. Immer wieder die Perspektive wechseln, mich wieder vom Ereignis einfangen lassen, loslösen,

bis ich diese leere reine Anwesenheit meiner selbst bin.

Der grundsätzliche (ewige) Leib meiner selbst ist die blanke Anwesenheit meiner selbst. In ihm bleibt alles relativ, ohne dauerhafte Substanz als Ausdruck.

Aus ihm bin ich nie wirklich weg gewesen, so brauche ich auch nicht dort ankommen. Egal, wie weit ich relativ weg bin, in der Selbstwahrnehmung, es bleibt vor dem ewigen Leib ohne verbindliche Substanz.

Verbindlich ist sie aber für mich als Persönlichkeit, da ich als sie Teil des Ereignisses Universum bin, an es gebunden, auch an seine persönlichen Distanzen.

Raumzeit ist Ausdruck und Bestandteil des Ereignisses.

Doch wo ich als Ich strahle, bin ich darin nur der leere Leib der Anwesenheit des „unbekannten Gottes“.

„Gott“, als die über mich selbst persönlich hinausgehende Vielfalt, ist zwar anwesend, aber inhaltlich unsichtbar. Sichtbar ist dieses Wesen nur als dich selbst; als diese Persönlichkeit.

Jedoch, als leerer Leib der Anwesenheit Gottes sind „Ich“ als Persönlichkeit und „Ich“ als „Gott“ nur ein Ich.

Und ob nun Gott mich gefressen hätte, oder Ich Gott?

Wer bleibt im „Nicht-Zwei“ von Zweien übrig?

Wo du eins mit DEM Leib bist, der letztlich dein wahrer Leib ist, gab es eben noch nie mehrere Leibe.

Eine Hülle bleibt übrig. Und die ist nicht mal eine Hülle. Etwas unerklärliches. Wie ein Leib, den es nicht gibt. Wie etwas, was alles infrage stellen kann.

Und in ihm ist Ich absolut zentriert, steht still, hat sich nie bewegt, wird sich nicht bewegen, da es Ich ist, das in die Raumzeit blickt.

Und hier ist auch keine wahre Grenze mehr zwischen dem, was ich bin und ich nicht bin.

Wie ich auch persönlich durch die Arena gejagt werde, ich finde es ganz persönlich sehr angenehm, immer wieder diesen leeren Leib zu betrachten, der ich als Wirklichkeit bin.

Völlig leer und völlig ahnungslos, darüber, wer ich bin.

JA, das gibt es. Zu sein und keine Ahnung zu haben, wer man ist.

Wie sich das nennt? Das Selbst. 🙂

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