ob es überhaupt etwas „zu knacken“ gibt, denn dem widerspricht nach meiner bisherigen Einsichtnahme (die nie endgültig ist) das non-duale Wesen des Selbst.
Hier ist das Selbst ohne wirkliches oder „echtes“ Gegenüber. Erst an einem Gegenüber kann sich das Selbst zu „Etwas“ definieren.
Das bleibt die Heimtücke in jeder Definition des Selbst. Das Gegenüber, an dem es sich definiert, bleibt letztlich immer irgendwie „künstlich“.
So kann es sich zwar jederzeit definieren, siehe das umfassende Thema Persönlichkeit. Aber, und das ist meine derzeitige Einsicht: Sie bleibt immer mit dem Beigeschmack, zwar seiend, jedoch nicht wirklich verbindlich zu sein:
„So erscheine ich zwar gerade, im Kontext des Ereignisses, aber verbindlich ist das nicht.“
Gerade der nonduale Aspekt des Selbst macht es jeder relativen Wahrheit schwer. Sie verliert ihren Absolutheitsanspruch und kann ihn nie erfüllen.
Denn das Damoklesschwert der Nondualität kann sie jederzeit vernichten und völlig anders erscheinen.
So, als wäre in der Vielfalt nie ein Endziel erreichbar. Dazu müsste das Selbst eine absolute relative (Vielfalt) Wahrheit haben.
Und das hat es wohl nicht, sonst müssten wir sie in der Ewigkeit bereits erreicht haben. Es ist so eher der Playground des Themas Wirklichkeit, was Persönlichkeit anbelangt.
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Das hatte mich überzeugen können und ich sehe darin eine Parallel zu deiner Sichtweise.
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Meister Eckhart Weg zum kosmischen Bewusstsein:
Seite 198
Zitat:
bei diesem eingehen in die göttliche Natur werden alle Dinge für die Seele zunichte. Da wird sie aus einer Wissenden unwissend, aus einer wollenden willenlos, aus einer erleuchteten finster. Wüsste die sie da noch von sich, sie empfände es als Unvollkommenheit; wüsste sie noch von Gott, sie empfände es gleichfalls als Unvollkommenheit.
Zitat Ende
Liebe Grüße von Reinhard Götz (Goetz Hardy)
Lieber Götz,
Danke für das schöne Zitat von Meister Eckhart.
Vieeeeelste Grüsse, Tobias