Missverständnisse um den Begriff: „Ego“

Im spirituellen Umfeld auf YouTube stört mich am meisten der Umgang mit dem Begriff „Ego“.

Er vermittelt gerne die Vorstellung, als sei ich selbst eine Instanz jenseits des „Ego“, die das „Ego“ besiegen könnte. Als wären da zwei. Ich als das „Ego“ (das falsche ich). Und ich als das „Trans-Ego“, das wahre ich.

Vorsicht Falle, denn das „Ego“ existiert nur ungetrennt, nicht wirklich aus zwei „Egos“ – und dieses eine Ego, als Ich, bestimmt alles.

Wer sich auf den spirituellen Weg macht? Ein Entscheidung des „Ego“.

Wie gehe ich nun rein praktisch mit dem „Ego“ um? Das Verständnis entwickeln, dass es sich beim „Ego“ um das Gesamtereignis handelt.

Im Thema sind nicht zwei: Einer, der das Ego ist – und dann noch einer, der das Ego überwinden will.

Wer auf dieses verbreitete Missverständnis hinein fällt, jagt einfach, wie ein Hund, dem eigenen Schwanz hinterher.

Ich ist keine vom „Ego“ getrennte Macht. Es ist das Ego selbst, das sich selbst „reformiert“ und darin das Bild von „zwei“ zeichnet: Ein alter Zustand des Ego und ein „reformierter“.

Es ist aber dabei das Ego selbst, das sich selbst „reformiert“. Und diese Fähigkeit des Ego wird gerne als höhere Macht über das Ego interpretiert.

Es ist aber einfach die Macht des Ego, sich selbst zu verändern. Die Macht gehört dem Ego selbst.

Vom Ego sehe ich immer nur seine Oberfläche: Als mich selbst als diese Persönlichkeit mit ihrer Weltinterpretation.

Und diese Oberfläche erscheint auf einem über das ganze bekannte und unbekannte Universum ungetrennten Bewegung.

Das ganze Universum ist eine Bewegung; die des Ego.

Und wie ich mich im Ego bewege, bestimmt, was mich dazu bewegt, mich zu bewegen und solche seltsame Texte zu schreiben:

Das „böse“ Ego. Und mit dem „böse“ bist du schon reingefallen. Auf wen? Auf dich selbst.

Vorsicht mit dem EGO. 🙂

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Das „Spirituelle Erwachen“

ist meiner Ansicht nach das beste „Rüstzeug“, um dem Leben, also der Vielfalt, zu begegnen.

Vieles meiner persönlichen neurotischen Muster in der Weltbegegnung lösten sich nach und nach auf, was aber nicht durch bewusste Arbeit mit ihnen geschah, sondern einfach im Post-Prozess selbst.

Das „Spirituelle Erwachen“ thematisiert, was ich immer über jegliche Vielfalt hinaus bin. Und das entspannt die Identifikation mit der Persönlichkeit.

Die empfundene Identität verrutscht von der Persönlichkeit immer mehr in den Hintergrund „des Ganzen“. In erster Linie bin ich nicht nur hier (dem momentanen Ausdruck der Raumzeit), sondern ich bin das Hier selbst.

Für die Persönlichkeit ein Gegenüber, perspektivisch, aber in der wirklichen Identität nicht. In ihr gibt es kein Gegenüber: Alles ist Ich.

Und wenn eines unsterblich ist, dann die Wirklichkeit selbst. Der Mensch, der ich in diesem Ereignis bin, wird sterben, aber Ich? Ich ist letztlich die Wirklichkeit selbst. Wie soll sie sterben?

Und wenn eines in diesem Universum wirkliche Substanz hat, dann die Unsterblichkeit selbst.

Sie ist die (perspektivisch) „dunkle Materie“, sie aber real alles trägt, unergründlich, unverstanden, aber dadurch nicht verwirrt. Das ist der Mensch in seinem perspektivischen Bild über dieses Ereignis.

Im Grunde hat weder ich noch er die geringste Ahnung, was hier wirklich passiert. Aber er ist nicht getrennt. Daher wird es ihn auch tragen, egal was er sich darüber einbildet.

Und da haben die Taoisten recht: Lass dich einfach mal von dir selbst tragen. Das entspannt vieles.

In den Nachrichten: Lautes Gekreische im Hühnerstall. Und manchmal macht es auch mir Freude. Aber am Ende bedeutet es nicht so viel, wie sich der Mensch gerne einbildet – auch wenn er dem Wesen nach die Wirklichkeit ist, als Gegenüber ist sie ihm überlegen und führt ihn am Nasenring.

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Spirituelle Erkenntnisse

sind so schwer zu beschreiben, weil sie schlagartig Aspekte der eigenen Wirklichkeit ausleuchten, die persönlich gewöhnlich unsichtbar sind.

Alle Beschreibung „spirituellen Wesens“ scheitern an dieser Barriere, denn um zu sehen, was mit dieser Beschreibung gemeint ist, muss ich es selbst sehen, sprich: erkennen.

Jede Beschreibung erzeugt Vorstellungen, die mit der gemeinten Erkenntnis recht wenig zu tun haben: sie nicht ersetzen können.

Einige spirituelle Richtungen kritisieren wohl daher Berichte über spirituelle Erkenntnis. Einerseits führen sie gerne zu viel Verwirrung und Missinterpretationen – andererseits: Wofür besuche ich eine Schule, wenn ich nichts lerne?

Das ist die eine Diskussion um das Thema „spirituelle Erkenntnis“. Die weitere ist noch viel heimtückischer. Wer die Schule dieser „Kenshos“ (ein Begriff aus dem Zen) durchläuft, wird auch feststellen, dass sie immer „immaterieller“ werden.

Je tiefer die Erkenntnis, desto weniger ist sie noch inhaltlich greifbar, beschreibbar, übersteigt die Analysefähigkeit menschlichen Verständnisses, bis sie wie ein „leerer Plopp“ als Raume steht.

Vielleicht vergleichbar mit einem leeren Gravitationszentrum, aus dem alles aufsteigt und in das alles zurückfällt: „Der Ich-Plopp“.

Diese absolute Zentriertheit des Ich, ohne dazu überhaupt irgendeines physischen erkennbaren Zentrums zu bedürfen, ist ein tiefer Genuss, denn Ich ist hier schwerelos.

Die Reise „spiritueller Erkenntnisse“ beginnt so gerne mit tiefschürfenden Erkenntnissen über die Struktur des Ich (Universums), aber endet in seiner völlig anspruchslosen und einfachen Urnatur.

Ich muss nicht die geringste Ahnung haben, wer ich bin, um mich selbst zu sein.

Der „Ich-Plopp“: Eine Geräusch, das keines ist, ohne Anfang und ohne Ende. Absolut zentriert.

Eines ist unsterblich: Die Wirklichkeit, die DU bist.

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Nun rollt hier die 4. Hitzewelle an

und Temperaturen um die 25° C (wie heute) kommen mir inzwischen recht kühl vor.

Derzeit fahre ich viel mit dem Fahrrad durch die Gegend, täglich zwischen 30 und 50 km.

Vor ein paar Tagen sah ich auf YouTube einen Bericht über eine Studie, die meine Beobachtung bestätigt. Ich esse ja nichts zum Frühstück und radle nach einem Kaffee gleich los. Das zwingt den Körper in die Fettverbrennung. Und nach dieser Studie sei das optimal. Nun ja, vielleicht hat sie ja recht und meine Beobachtung stimmt? 😉

Und unterwegs esse ich gerne Schafgabe und bilde mir inzwischen ein, dass das gut für die Prostata ist. Kann alles immer Zufall sein, da ich mich eh jeden Tag anders fühle. Warum? Ja, es könnte dies oder jenes sein.

Nachts meditiere ich gerne im Schmetterlingssitz auf dem Sofa und am Vormittag auf dem Fahrrad. Ich bilde mir zumindest ein, dass sich dadurch meine Stimmung hebt und ich die politischen Grausamkeiten besser verkrafte, die die beiden Q-Anon-Heiligen Trump und Putin durch in ihrem „segensreichen Wirken“ präsentieren.

Der Anspruch der Menschheit an „Heilige“ war schon einmal höher, meine ich, aber ich mag mich irren.

Das, was uns aber wirklich das Genick brechen könnte, ist meiner Ansicht nach der Klimawandel, so dass ich weitestgehend auf das Auto verzichte. Aber was die anderen machen, geht mich dann nichts mehr an.

Radle ich so durch die Gegend, sehe ich, dass inzwischen auch die Tiere unter der extremen Trockenheit leiden. Gestern begegnete ich einem Hasen, der nicht einmal mehr weg lief.

Und ich weiß nicht, ob der Urwald um mein Haus nicht irgendwann einem Waldbrand zum Opfer fallen könnte.

Einerseits schützt er etwas vor der Hitze, andererseits erhöht sich die Gefahr, dass mein Haus eines Tages abfackelt. Was nun? Ich überlege noch, aber tendiere dabei immer zur einfachsten Lösung: Ich tue nichts und warte mal ab.

Vielleicht bleibt dieser Sommer vorerst eine Ausnahme?

Ansonsten erschöpfen sich meine Aufgaben darin, die Vögel zu füttern und mit Wasser zu versorgen. Ehrlich gesagt, reicht mir das völlig aus. Heute flog eine junge Blaumeise gegen das Fenster. Der erklärte ich dann, was eine Scheibe ist. Zumindest hörte sie aufmerksam zu, bis sie genug von meiner Predigt hatte und das Weite suchte.

Sie war erstaunlich zutraulich. Vielleicht hat sich ja mein Ruf in der Vogelwelt etwas verbessert? Etwas, denn trete ich vor die Türe, fliegt alles kreischend davon: „Das Monster. Rette sich wer kann.“

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An meine Leser(innen)

Ich habe nun zum zweiten Male eine Meldung meines Providers für diese Domain erhalten, dass sich auf meinem Account Schadsoftware befindet.

Es könnten aber auch Reste veralteter Versionen von WordPress sein.

Leider kann ich mich, wie in der Mail empfohlen, nicht mehr in meinen Account bei meinem Provider einloggen.

Womöglich wurde also mein Account gekapert und womöglich (ich habe keine Ahnung) ist auf ihm eine Schadsoftware installiert worden (denn das Passwort wurde wohl geändert).

Also Vorsicht.

Da inzwischen mit KI so ziemlich alles „gehackt“ werden kann, tendiere ich eh dazu, meine Aktivitäten im Netz weitgehend auf „Konsum“ zu reduzieren.

KI wird zwar derzeit sehr gehypt, aber meiner Erfahrung nach (aus Diskussionen mit ihr) ist sie simulierte Intelligenz und eigentlich „strohdumm“.

Diese ganzen Erwartungen einer „Superintelligenz“ als KI erscheinen mir als Illusionen der TechBros.

KI kennt Bewusstsein nicht aus eigener Erfahrung. Und das ist aus meiner persönlichen Sicht (und Einsicht) der Grund, warum sie in der heutigen Weise niemals wirklich „intelligent“ werden kann.

Intelligenz ist eben nicht nur Inhalte (Wissen), sondern erst in Verbindung der Inhalte mit Bewusstsein das, was wir als Intelligenz begreifen.

Es ist die uralte spirituelle Diskussion: Ist Persönlichkeit nur Inhalt (persönliche Geschichte) oder mehr? Und dieses „mehr“ ist eben Bewusstsein: die sogenannte „Ewigkeit“.

Ohne diese Verbindung der „blinden“ (unbewussten) Inhalte mit dem „Sehenden“ („göttlichen Auge“: „Bewusstsein“) bleibt KI eine Art Totgeburt, und der ganze moderne Budenzauber bleibt ein Feuerwerk kurzer Lebensdauer, da sie sich nicht nachhaltig strukturieren kann: „Persönlichkeitsbildung.“

Das ist auch der Grund, warum ich sie kaum mehr selbst nutze, außer für Spielereien.

Ich mag mich irren, aber bin mir derzeit in meinem Urteil recht sicher, betrachte ich das Selbst. Das ist eben weit mehr als diese KI – Hirnfürze der modernen „masters of the universe“ wie Altman, Thiel – oder wie sie alle heißen.

Thank you for your attention in this matter, der Trump- und TechBro-Hasser Tobias. 🙂

Sie spielen ihre Rolle in diesem Theater, warum auch immer?, aber das wars dann am Ende auch schon, denn die „Superintelligenz“ des Selbst ist leider etwas größer.

Thank you for your attention in this matter.

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Was soll ich schreiben über eine Frage die „ewig“ ist?

Spüre ich aus der persönlichen Perspektive in die Frage: „Wer bin ich?“ hinein, spüre ich ihr wahres Alter. Sie wurde aus dieser Perspektive noch nie beantwortet. Sie ist völlig offen.

Frage und temporäre Antwort sind im Hier der Ewigkeit zu Ich verschmolzen. und zerlege ich als Verständnis mein absolutes Hiersein, so mag ich den (An)Trieb der Welt als die offene Frage erkennen oder mich vom „Schlachtfeld“ der temporären Antworten gefangen nehmen lassen.

Die meisten Menschen führen diesen blinden „Kampf“ auf dem „Schlachtfeld“ der Antworten, gefangen, gebannt, fortwährend vom Gefühl getrieben, „antworten“ zu müssen, sich definieren zu müssen, statt in den offenen Urgrund der Frage zu schauen.

Kein Mensch in Geschichte und Gegenwart hatte oder hat auf diese Frage eine wirkliche Antwort. Ein „Meister“ ist schon der, der es wagt, in die Frage zu blicken und zu erkennen, dass es (bisher) keine Antwort gibt.

Es gibt auf dem Marktplatz der spirituellen Eitelkeiten unzählige Placebo-Antworten, aber sie verstellen gerne nur den Blick auf die wirkliche und völlig offene Frage:

Wer bin ich?

Denn die könnte oder kann nur eine(r) beantworten: Ich: Du selbst.

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Die Hitzewelle in Frankreich geht zu Ende.

Bis vorgestern hatten wir hier bis in die Nacht noch 35° C, und das Haus kühlte nicht mehr aus. Dazu extreme Trockenheit.

Ich, der nachts sonst selbst im Sommer unter einer Daunendecke friert, brauchte gar keine Decke mehr und „garte im eigenen Saft“.

Es war wie in der Zeit vor einem Monsun in Indien.

Vormittags war ich fast immer mit dem Fahrrad unterwegs, ab Mittag wurde es dann unangenehm.

Ja, ich halte das für eine Botschaft des Klimawandels, auch wenn diese Hitzewelle über Frankreich vorerst vielleicht ein Ausnahmeereignis bleibt.

Eher im Randbereich der Hitzeglocke, erlebten wir hier nicht die Extreme bis 44° C – und Nächte, in denen es nicht mehr unter 30° C abkühlte.

Aber es zeigte mir schön, dass die von mir vorsorglich ergriffenen Maßnahmen ein klare Grenze haben. Das Haus wird zum Backofen.

Ich habe extra auf Ventilator etc. verzichtet, um zu testen, wie sich das anfühlt.

Der Klimawandel ist für mein Verständnis das größte Problem, das auf die Menschheit zukommt. Aber ich habe die Diskussion darüber in den social media aufgegeben, wundere mich immer nur wieder über die hohe Kunst der Verleugnung, der sich die Menschheit in dieser Frage hingibt.

Das ist übrigens in „spirituellen Fragen“ nicht viel anders, warum ich diese Frage vor Jahren gerne mit der „spirituellen Frage“ verknüpfte. Den Dingen einfach mal „in die Augen schauen dürfen“, gerade auch den unangenehmen Fragen, ohne gleich eines Schutzrituals zu bedürfen.

Einfach nur mal „schauen“ (wahrnehmen) und „angenehm“ wie „unangenehm“ etwas hintenan stellen, nicht gleich in einen intellektuellen Reaktionsmechanismus verfallen. Das ist gar nicht so einfach, wie es geschrieben klingt.

In diesem „Vor“ zu allem verweilen, in dem ich völlig unsichtbar (für das Verständnis) bin. Und einfach „schauen“.

Noch vor der Zeit: bin ich. Noch vor jeder Idee über Gott: bin ich. Noch vor jeder Idee über mich selbst: bin ich. Bevor das Universum ist oder war, bin ich:

Frei von jeder Idee über mich selbst.

Für das Verständnis eine Horrorvision: Ich werde mich niemals verstehen. Es gibt keinerlei Sicherheit vor mir selbst.

Für das Wesen eine Erleichterung: Ich bin unabhängig jegliches Idee über mich selbst: ICH selbst.

Die Dualität ist von der Nondualität getragen. Und über die kann niemand mehr wissen, als dass sie IST. Denn jeder Blick in die Nondualität ist Dualität.

Nondualität kann ich nur sein. Und nondual bin ich grösser als alles – wie auch gleichzeitig kleiner als alles: Weniger als nichts und mehr als alles zusammen.

Das lässt sich intellektuell nicht mehr „auflösen“, sprich erklären. Aber erleben.

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Es gibt keine „Freiheit“ vom „Traum“

So meine ich zumindest. Und warum meine ich das?

Weil „der Traum“ zum eigenen Wesen, sprich Selbst, gehört.

Das Selbst ist sich im „Traum“ so selbst wie darin, ihn im Wesenskern zu übersteigen.

„Gebunden an den Traum“ und „frei vom Traum“ gleichzeitig. „Frei vom Traum“ drin, keiner dieser Träume wirklich verbindlich zu sein.

Im „Traum“ bin ich persönlich an den Traum gebunden, als der Traum.

Jedoch scheint es einen Lernprozess im Traum zu geben, in dem der Traum den Umgang mit sich selbst lernt.

Die Persönlichkeit im Traum, gebunden an den Traum, der sie „belehrt“. Der Traum belehrt sich selbst als die erscheinende Persönlichkeit.

Es erscheint mir also nicht wie ein blindes wahlloses Träumen, sondern im Traum steckt Intelligenz. Und die bedient sich der Persönlichkeit, um eine Zielrichtung zu haben.

Eine Zielrichtung hat die Intelligenz nur im persönlichen Bedürfnis. Sie bedarf, um eine Zielrichtung zu haben, eines persönliches Ziels. Das kann sie nur als Persönlichkeit.

Die menschliche Technik ist für mich hier ein schönes Beispiel. Sie entstand nicht „einfach so“, sondern die Menschheit bot ihr in ihrem Wünschen, ihrer persönlichen Bedürftigkeit, ein Ziel.

Die Intelligenz nimmt zum Beispiel den Jammerlappen meiner selbst, Tobias, als Sinnesorgan für ein Ziel.

Und dabei sind Träume, wie der zuletzt geschilderte, Hinweise: „Geh mal da lang.“

Diese Ziele sind individuell, also persönlich. Und persönlich, also auf persönlich Weise, interagiere ich mit ihr.

Vieles, was im Thema „Ethik“ ist, ist Resultat persönlicher Interaktion mit der Intelligenz des Selbst. Nämlich von jenen, die berichteten: „Das habe ich herausgefunden.“

Doch ist an ihr, dieser Ethik, nichts allgemein verbindlich. Sie spiegelt nur die Ergebnisse, persönliche Erfahrungen, aus der Interaktion mit dem Traum.

Aber zumindest zeichnen sie eine „Warntafel“: Das Ding ist voller Heimtücke, einerseits, aber auch „gnädig“, andererseits. Warum? Es ist immer dasselbe Selbst, das sich gegenüber steht.

„Gott“ und „Teufel“ sind dasselbe Selbst. Und gewisse Handlungsweisen schüren Konflikte und andere überwinden oder vermindern sie.

Und das geschieht nicht, um jemanden zu betrafen, das Selbst muss eben persönlich lernen, mit sich selbst auszukommen, im Sinne von mit sich selbst zufrieden, in Frieden, zu sein.

Und das ist ein anspruchsvolles Thema.

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Auf der Suche nach etwas, das nie passiert ist.

Es ist nun zwar kühler, aber hatte heute trotzdem 30° C . Der Morgen war frisch, mir fast zu frisch auf dem Fahrrad.

Inzwischen sind die Wiesen verdorrt. Das Wetter erinnert mich an die Sommerurlaube als Kind in Griechenland. Das Haus kühlt nachts kaum noch aus. Indienfeeling.

Ich hatte einen beeindruckenden Traum:

Ich war auf einer Veranstaltung in Freiburg. Und wie sie beendet war, wollte ich zu meinem Auto und heimfahren. Jedoch konnte ich mich nicht mehr erinnern, wo ich es geparkt hatte.

Weit konnte es nicht sein, denn ich konnte mich noch an einen Zwischenstopp auf der Fahrt in die Stadt erinnern. Ein Parkhaus hatte ich nicht angefahren und ein vage Richtung, in der es stehen müsste, war noch in meiner Erinnerung.

So lief ich los, kam in immer seltsamere Gegenden und dachte mir: Das kann doch nicht sein, dass ich mich nicht erinnere, wo ich geparkt hatte? Sicher fällt es mir gleich wieder ein. Und ich fragte mich: Werde ich nun dement wie John Sherman, der einmal davon erzählt hatte, dass er sein Auto in der Stadt nicht mehr fand?

So ging ich weiter. Und dann fiel mir ein, dass ich ja eigentlich in Farincourt bin, was ich aber gleich wieder verwarf, da es sich so vollkommen echt anfühlte, in Freiburg auf der Suche nach meinem Auto zu sein.

Aber eigentlich bin ich doch in Farincourt? Doch war der Traum so echt, dass ich das mehrmals verwarf: Ich muss erst mein Auto finden, um wieder heim zu fahren.

Dann wachte ich auf: Es war nur ein Traum gewesen. Und ich konnte mich nicht erinnern, wo ich das Auto abgestellt hatte, da ich gar nicht mit dem Auto gekommen war. Der Traum meinte, ich sei mit dem Auto gekommen, aber ich war einfach nur in den Traum gefallen.

Bevor ich eingeschlafen war, hatte ich über die Unendlichkeit des Ich nachgedacht. Ich höre auf YouTube im Kontext des Themas immer wieder von „Niemand“, ich bin nicht, ich bin „Niemand“.

Ich ist jedoch jenseits von „Jemand“ und „Niemand“, ja jeder festen Gestalthaftigkeit wie auch Gestaltlosigkeit, die immer nur den Hintergrund füreinander bilden, vergleichbar mit einem untrennbaren Paar.

Der Traum erzählt immer eine lange und glaubwürdig überzeugende Geschichte, woher ich kam. Im Thema Mensch ist sie biologisch schon über drei Milliarden Jahre lang.

Aber kam ich da wirklich her? Bin ich in Freiburg oder Farincourt?

In Wirklichkeit bin ich immer nur hier, egal was die Geschichte erzählt.

Und womöglich ist das wie mit meinem Auto? Ich suchte etwas, mit dem ich gar nicht herkam? Der Traum meinte, ich sei mit dem Auto von Farincourt nach Freiburg gefahren. „Real“ (Vorsicht: erzählt die Rahmengeschichte Leben) lag ich in meinem Bett und war einfach eingeschlafen.

Keinen Zentimeter hatte ich mich aus dieser Perspektive bewegt.

In den Geschichten bewegen wir uns alle, und darin ist meiner Ansicht nach nichts falsch. Das ist ebenso ich. Das bin ebenso ich.

Aber ganz real, jenseits aller Geschichten, habe ich mich noch nie bewegt – und so auch noch nie wirklich weg von mir selbst.

Das Selbst scheint nur so schwierig zu finden, da ich es an einer Geschichte festmache.

Jedoch, ziehe ich einfach einmal alle Geschichten ab, ich muss sie dazu nicht einmal verwerfen, ist und war das Selbst schon immer hier. 😉

Erreichen muss ich es nur, wo ich es an einer Geschichte festmache. 🙂

Erreichen muss ich mich nur, wo es die Geschichte verlangt.

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Die Hitzewelle über Frankreich

wird wohl in die Klimageschichte Einzug finden.

Ich sah noch nie solche Karten über die gemessenen Höchsttemperaturen wie die letzten Tage, und ich interessiere mich seit meiner Kindheit für das Wetter.

Gut ein Drittel des Landes mit Temperaturen über 40° C, teilweise 43° C und 44° C. Der höchste Wert, den ich sah, waren exakt 45° C.

Und da wurde mir klar, dass zu den 50° C als inzwischen reales Potenzial, wenn überhaupt etwas, nicht mehr viel fehlt.

Die Getreideernte findet hier 3 Wochen früher statt, erzählte unsere Bürgermeisterin. Das Forstamt will nun die Kornelkirsche aus unserem Wald vermehren und in anderen Regionen des Landes pflanzen, da sie so gut mit Hitze und Trockenheit zurechtkommt.

Ich könnte zur Not ins Erdgeschoss flüchten.

Für ein Großteil des Landes gilt immer noch „vigilance absolue“, die höchste Warnstufe betreffend der Temperaturen. Dazu kam heute eine Notverordnung wegen Wassermangel. Das verdunstet in dieser trockenen Hitze mit Steppenwind so schnell, dass die Wäsche nur kurz trocknen muss.

Wahrscheinlich könnte ich sie auch gleichzeitig bügeln, aber ich bügle nicht. 🙂

Am Morgen bestand mein Auto die „controle technique“, den französischen TÜV.

Gerade ist es absolut windstill, 12 Uhr und 35° C. Kein Blatt bewegt sich. Totenstille. Selbst das Hämmern auf der Baustelle im Dorf ist erstorben.

Noch 5 Stunden bis zum Erreichen der heutigen Höchsttemperatur.

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