Eine Maus

biss mein WLAN-Kabel durch, weswegen auf meinem Blog still war.

Nun ist die Hitzewelle erst einmal vorbei, zuletzt wieder knappe 40° C hier.

Diese Serie von fünf Hitzewellen war so extrem, dass sie statistisch so gut wie unmöglich ist.

In Bordeaux gab es die letzten 150 Jahre zum Beispiel gesamthaft nur 5 Tage mit 40° C und mehr. Vor der fünften Hitzewelle waren es diesen Sommer alleine schon 6 Tage.

Dazu diese Trockenheit. Und ein Wind, der jeden Tropfen Wasser aus Tier und Vegetation saugte.

Ich persönlich sehe ja im anthropogenen Klimawandel die größte Gefahr für die menschliche Kultur. Der Mensch wird ihn wohl überleben, aber eher „nackt“, nicht nur symbolisch gesehen.

Ich hatte vor Jahren einen Traum, und Träume können immer Schäume sein, aber manchmal überraschen sie mit ihrer stimmigen Physik. Die Städte lagen zwar in Ruinen, aber in dieser Phase lebte der Mensch recht vergnügt, einfach und oft nackt. .-)

Aber, was weiß ich? Das zeigte mir mein Alter Ego „Sai Sesmlasch“, aber das ist Jahre her. Und er war eine Art Frosch, so groß wie ein Mensch, ein Raubtier.

„Ich habe keine Gestalt“ ist das Tor zu jeder Gestalt, wie das Nichts das Tor zum Alles ist.

Verschmilzt nun der Tropfen mit dem Ozean oder der Ozean mit dem Tropfen, waren sie schon immer ein- und dasselbe?

Es ist ein individuelles psychisches Erleben, wie sich die Frage klärt.

Ich werde nie alles, indem ich versuche, mir persönlich alles anzueignen. Ich müsste endlos fressen. Aber ich bin alles, wo ich alles loslasse, mir persönlich nichts mehr gehört.

Doch Vorsicht. Das gehorcht nicht irgendwelchen Vorgaben, wie es aussehen müsste, um „richtig“ zu sein.

Aus dieser Perspektive ist schon immer alles „richtig“, genau wie es geschah, geschieht.

„Richtig“ heißt hier, Es ist die Wirklichkeit selbst, es ist schon immer das Selbst selbst, auch in seiner Kritik an sich selbst.

Und hier sehe ich unseren sozialen Umgang mit dem anthropogenen Klimawandel als kritikwürdig an. Ja, das Thema ist unbequem. Eigentlich könnte ja das Selbst bequem in sich selbst ruhen. Im Paradies.

Und warum es das nicht tut, weiß ich nicht und könnte darüber nur spekulieren.

Kann es nicht? Will es nicht? Ich weiß es nicht.

Ein „spiritueller Meister“ ist der, der nichts mehr weiß und auch nichts mehr kann. Sozial ist es vermessen, sich dann „Meister“ zu nennen.

Aber vom Ignoranten unterscheidet ihn, dass er weiß, dass er nichts weiß – und weiß, dass er nichts kann.

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