können wir (kann ich) „die Dinge an sich“ nicht wahrnehmen. Wahrnehmung von Objekten beginnt mit der körpersinnlichen Reaktion auf etwas, was wir heute als „objektive Welt“ interpretieren.
Die Wahrnehmung durch den Körper erzeugt so zwar ein Bild dieser sogenannten „objektiven Welt“, aber ist darin bereits subjektiv. Die „Dinge an sich“ sind für sich neutral nicht wahrnehmbar.
„Sie bleiben uns auf ewig verborgen“ mag daher jemand mit gutem Recht behaupten, der dabei am Vorstellungsbild der „objektiven Welt“ festhält.
Jedoch, so meine ich, vielleicht ist nur unser Vorstellungsbild über das falsch, was wir als „objektive Welt“ interpretieren?
Als ich mir diesen Vortrag über Kant auf YouTube anhörte, fiel mir auf, dass diese Vorstellung zwar stimmig ist, gehe ich von einer echten Trennung zwischen Subjekt und Objekt aus, aber die Ewigkeit „argumentiert“ gegen diese Grundannahme.
In ihr sind Subjekt und Objekt als „Leere“ verschmolzen. Weder existiert in ihr die „subjektive“ noch die „objektive“ Welt für sich alleine.
Wir gehen im Bild der objektiven Welt gerne davon aus, als gäbe es, zumindest theoretisch, eine „objektive Welt“, die ohne Subjekt existiert.
Aber es existiert dann einfach „keine Welt“.
Komme ich auf Kant zurück, sind somit „die Dinge an sich“ nicht wahrnehmbar, da sie so gar nicht existieren.
Zwar begegnet mir als Persönlichkeit die Welt als eine eigene „Festigkeit“, „Widerstand“, „Eigensein“ worin das Vorstellungsbild einer „objektiven Welt“ guten Sinn macht, aber sie ist nicht mehr als ein Annäherungsversuch an ein Modell über eine „nondualen Welt“ in der es letztlich keine echte Trennung in Subjekt und Objekt gibt.
Was wir nicht direkt sinnlich wahrnehmen können, kann auch einen ganz banalen Grund haben. Welcher? Es existiert einfach nicht. Es gibt „die Dinge an sich“ für sich „alleine“ (als reine Objekte) einfach nicht.
Und die direkte Wahrnehmung der Ewigkeit spricht dafür, dass es weder Subjekt noch Objekt für sich alleine gibt.
(3)
(0)