Auch wenn unsere Vorstellung einer „objektiven Welt“

mir letztlich nicht treffend erscheint, so bietet sie doch den Freiraum, mir selbst möglichst „neutral“ zu begegnen, als wäre ich wirklich jemand anderes als „die Welt“: Ich und die Welt.

So darf ich mich an mir selbst relativieren und persönlich wachsen.

Was Kant als die Verarbeitung der Sinneseindrücke durch das Verständnis beschreibt, erinnert mich etwas an die Lehre Buddhas über die „Erfassungsgewöhnung“, der Heimtücke des Automatismus Verständnis, in Fehlinterpretationen wie in einer Schleife festzuhängen.

Das ganze Thema „Spirituelles Erwachen“ kreist um solch eine Heimtücke im Verständnis. Ich sitze einer Fehlinterpretation auf, die ich sozial übernommen hatte.

Und solche grundsätzlichen persönlichen Irrtümern in der Interpretation meines Seins ist nur schwer und mit grundsätzlicher Hinterfragung beizukommen.

Wo irre ich mich?

Und im ganzen Thema ist das um was es geht immer hier.

Ich muss dieses HierSein, mein VorhandenSein, genau betrachten, meine eigene Interpretation meiner selbst an mir selbst hinterfragen.

Nicht gedanklich, das bin schon ich als Verständnis mit dem „Bug“.

Ich hinterfrage mich auf der direkten Ebene der Wahrnehmung meiner selbst.

Stimmt das denn, was ich über mich selbst glaube?

Und dazu muss ich ganz direkt dort nachschauen, wo ich bin. Genau dort, wo ich bin. Hier.

Und dort ist niemand anderer mehr, der mir zu dieser Frage Rede und Antwort stellen könnte.

Ich bin der einzige, der mir selbst die Antwort geben kann.

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