ist meiner Ansicht nach das beste „Rüstzeug“, um dem Leben, also der Vielfalt, zu begegnen.
Vieles meiner persönlichen neurotischen Muster in der Weltbegegnung lösten sich nach und nach auf, was aber nicht durch bewusste Arbeit mit ihnen geschah, sondern einfach im Post-Prozess selbst.
Das „Spirituelle Erwachen“ thematisiert, was ich immer über jegliche Vielfalt hinaus bin. Und das entspannt die Identifikation mit der Persönlichkeit.
Die empfundene Identität verrutscht von der Persönlichkeit immer mehr in den Hintergrund „des Ganzen“. In erster Linie bin ich nicht nur hier (dem momentanen Ausdruck der Raumzeit), sondern ich bin das Hier selbst.
Für die Persönlichkeit ein Gegenüber, perspektivisch, aber in der wirklichen Identität nicht. In ihr gibt es kein Gegenüber: Alles ist Ich.
Und wenn eines unsterblich ist, dann die Wirklichkeit selbst. Der Mensch, der ich in diesem Ereignis bin, wird sterben, aber Ich? Ich ist letztlich die Wirklichkeit selbst. Wie soll sie sterben?
Und wenn eines in diesem Universum wirkliche Substanz hat, dann die Unsterblichkeit selbst.
Sie ist die (perspektivisch) „dunkle Materie“, sie aber real alles trägt, unergründlich, unverstanden, aber dadurch nicht verwirrt. Das ist der Mensch in seinem perspektivischen Bild über dieses Ereignis.
Im Grunde hat weder ich noch er die geringste Ahnung, was hier wirklich passiert. Aber er ist nicht getrennt. Daher wird es ihn auch tragen, egal was er sich darüber einbildet.
Und da haben die Taoisten recht: Lass dich einfach mal von dir selbst tragen. Das entspannt vieles.
In den Nachrichten: Lautes Gekreische im Hühnerstall. Und manchmal macht es auch mir Freude. Aber am Ende bedeutet es nicht so viel, wie sich der Mensch gerne einbildet – auch wenn er dem Wesen nach die Wirklichkeit ist, als Gegenüber ist sie ihm überlegen und führt ihn am Nasenring.
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