Heute war ich auf auf dem mittleren Gipfel des Moret,

ein steiniger Feldweg, steil, der als Sackgasse endet, führt hinauf.

Dort fand ich eigenartige kugelförmige Knollen, nach Knoblauch riechend, am Rand eines umgepflügten Ackers. Die will ich pflanzen und schauen, was das sein könnte.

Nach Chat GPT ist es vermutlich Schlangenlauch, eine Pflanze aus der Familie der Knoblauchgewächse, die wie Knoblauch gegessen werden kann, jedoch etwas milder schmeckt.

Vorher erntete ich reichlich Oregano. Dort oben fand ich nun den Gemeinen Wirbeldost, der als Gewürzpflanze (ähnlich Oregano (Wilder Dost)) dienen kann, aber nach Wikipedia auch eine sehr interessante Heilpflanze sein soll.

Und dann, schon wieder Richtung dem Berg über unserem Dorf, stieß ich auf eine Magerwiese, auf der reichlich Quendel wuchs. Sogar zwei Arten. Der eine blühte violett, der andere fast weiß. Damit ist die Thymianfrage beantwortet. Das sind mehrere hundert Quadratmeter, auf denen der Quendel wuchert. Die Ernte natürlich ein Geduldsspiel.

Kurzum, ich fand ein großes Vorkommen einer mir bisher unbekannten Dostart, eine großes Quendelvorkommen und wilden Knoblauch.

Mal sehen, ob ich nun noch ein großes Vorkommen Schlangenlauch finde?

Wenn, dann könnte ich alle Zutaten für „die Soße gegen alles“ selber sammeln.

Ich bringe nun auch immer Pflanzen mit, denn … vielleicht … mal sehen … lege ich einen Kräutergarten an. 🙂

So nun muss ich die Brennnesseln im Garten holen. 🙂

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Die Ewigkeit beschäftigt mich täglich,

denn sie ist in meinen Augen der Schlüssel zum Thema und existiert ganz unauffällig als „die Gegenwart“. Immer wieder schaue ich nach, ob für mich als Verständnis ein neuer Aspekt an ihr zu erkennen ist, denn die Ewigkeit ist auch der Schlüssel zum Thema „ich selbst“.

Je klarer ich mich als Verständnis auf die Ewigkeit ausrichte, desto mehr schmilzt mein persönliches Ich-Empfinden auf das blanke Gefühl „Ich“, als wäre ich dem Leibe nach diese Empfindung und nicht körperlich.

In ihr bin ich völlig einfach, einfach „ich“, ohne dass sich mit diesem Empfinden mehr verbinden müsste. „Ich“ ist ich. Und viel mehr ist an diesem Vieh auch nicht dran, als Ewigkeit gesehen.

Wo „ich“ allumfassend ist – das sogenannte „kosmische Ich“ – erscheine ich aus der körperlichen Perspektive gesehen als alles umfassend, aber dem erkennbaren Wesen nach auch völlig leer zu sein.

Der große Geist hat keinen erkennbaren Inhalt (über die Persönlichkeit hinaus).

Dieser Zustand des Ich trägt das erscheinende Paradox von Existenz und Nicht-Existenz, in dem persönliche Existenz an persönliche Nicht-Existenz (Welt) gebunden ist.

Als gründe sich Existenz in der Nichtexistenz, denn Nichtexistenz wird in ihrer Existenz zu Existenz:

„Es existiert etwas, auch wenn das nur nichts ist.“ 🙂

Das philosophische Problem an der Nichtexistenz ist, dass es sie auch erst einmal geben muss, damit nichts existieren kann: Es muss die Nichtexistenz geben.

Und das Problem an der Ewigkeit ist, dass es in ihr nicht einmal Nichtexistenz gibt und schon „die Nichtexistenz aller Dinge“ „virtuell“ ist.

Für mich war diese Erkenntnis das durch das Verständnis wahrnehmen können von dem, „was noch nicht einmal nichts ist“: mich selbst als das Selbst.

Und es umgibt wie eine Brandmauer, an der jede Unterscheidung immer wieder scheitert, selbst die der Unterscheidung des Selbst in Existenz und Nichtexistenz.

An uns selbst, bzw. ich an mir, werde ich mir wohl noch lange die Zähne ausbeißen. 😉

Die Ewigkeit tiefer zu verstehen, könnte in der heutigen Zeit ein Gamechanger sein, denn die Verwirrung in der Identitätsfrage ist schon erstaunlich, auch an welch eigentlich unwesentlichen Dingen sie sich festmacht.

Als die Ewigkeit kann mir nichts wirklich gegeben oder genommen werden, auch wenn mir im Ereignis alles genommen und gegeben wird und werden kann – als würde ich gar nichts wirklich besitzen oder sein.

Als stünde ich in völliger Ohnmacht vor mir selbst. Aber in Wirklichkeit bin ich das, vor dem ich persönlich in Ohnmacht stehe: die Ewigkeit.

Gibt es mich nun doppelt? 🙂

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Die letzten Tage war ich todmüde,

aber heute radelte ich mehrere Bergkuppen auf der Suche nach neuen Kräuterstellen ab.

Obwohl nun eine längere Hitzewelle angekündigt ist, 7 Tage am Stück 33° C, fand ich es heute noch recht kühl. Die letzten Tage heize ich abends einmal den Ofen mit etwas Anzündholz an.

Mit Chat GPT diskutiere ich immer mal wieder über Kräuter. Und so entstand auch die Idee für eine Kräutermischung mit einem weiten Wirkspektrum, die mein Fertiggewürz für alle Gerichte werden soll.

Im Wesen eine Tomatensoße mit Oregano, Thymian, Brennnesseln, Gundermann, Spitzwegerich und frischem Knoblauch.

Dazu sammle ich derzeit die Zutaten und bin beschäftigt. 🙂

Und bin ich unterwegs, schaue ich natürlich auch immer, „was es sonst noch so gibt“.

So fand ich heute eine Stelle mit reichlich Wacholderbeeren. Nur ernte ich die wohl besser mit einer Pinzette. Die Angelegenheit, also der Wacholderbusch, ist sehr stachelig. Aua.

Als Thymian will ich, zumindest zum Teil, Quendel sammeln. Nur ist dieser wilde Thymian hier so klein, dass das ein rechtes Gefummel wird. Er wächst hier auch gerne auf extrem mageren Böden, sprich fast dem blanken Fels.

Alle bisherigen Versuche, den Quendel bei mir im Garten anzusiedeln, schlugen fehl. Nun versuche ich es wieder einmal, denn unten den Thymianen soll der Quendel besonders „tiefgehend und mild“ in seiner Wirkung auf den Körper sein.

Gundermann wird auch aufwändiger, aber nach dem Regen sprießt er nun frisch, für diese Mischung ohne Blüten, nur die Blättchen, denn die Blüte ist vorbei.

Oregano habe ich getrocknet und gerieben schon ca. 4 Liter, aber von dem nehme ich reichlich, also stocke ich weiter auf.

Den Spitzwegerich sammle ich auf abgelegenen Magerwiesen, da ich mir einbilde, dass die Wirkstoffe besonders konzentriert sind, wächst die Pflanze auf kargem Boden.

Im Grunde ist es einfach schön, in Wald und Flur unterwegs zu sein. Einen Hasen traf ich, einen Rehbock und eine Habichtfamilie, die mich entdeckte und rufend über mir kreiste. Sie verabscheuen Besucher. 🙂

Und so unter den nicht menschlichen Erdenbewohnern zu sein, ist ein angenehmer Kontrast zur menschlichen Nachrichtenlage im Internet.

Ohne solche Reinigungen kann man ja nur noch wahnsinnig werden. Und es wird wohl immer verrückter. 🙂

Und so sehr sich die Menschheit erregt, den Pflanzen und Tieren gehen die Nachrichten am Arsch vorbei. Und komme ich heim, war das wie ein reinigendes Bad.

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3. August

Am Morgen radelte ich nach Pressigny. Es war (und blieb) recht kühl.

Am Nachmittag wollte ich das Kleinblütige Weidenröschen sammeln, aber der Bauer hatte diesen – gerne überfluteten – Teil seines Ackers frisch umgepflügt.

Auf einem Feld in der Nähe, in das Entwässerungsrinnen gezogen waren, fand ich in diesen Rinnen junge Kleinblütige Weidenröschen und grub ein paar Pflanzen aus. Die habe ich nun in Blumentöpfe gesetzt, aber sobald die Kartoffeln geerntet sind, lege ich unterhalb des Auslaufs für das Regenwasser vom hangseitigen Dach ein kleines Überflutungsgebiet für sie an.

Dann war ich, nachdem ich bereits zum Mittagessen eingeladen war, noch zu Kaffee und Kuchen auf Besuch.

Und wieder daheim, fand ich es so kühl, dass ich den Ofen angezündet habe.

Da ich bereits, durch das kühle Wetter, fast alle Vorbereitungen auf den Winter abgeschlossen habe, mache ich nun vielleicht wieder Brennholz, obwohl der Vorrat für 2 Jahre reichen dürfte.

Ich muss mal mit dem Rad in den Wald und schauen, wo es sich lohnen könnte.

Ich sammle gerne, Kräuter, Versteinerungen, Pilze, Holz – eine anspruchslose Tätigkeit, aber es gibt immer etwas zu entdecken.

Heute kreiste ein Schwarm aus 21 Bussarden über der Gemeinde. Vielleicht auch die Pleitegeier? 🙂

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Am Morgen Nebel,

dann Hochnebel. Gestern Abend hatte ich geheizt.

Morgens ziehe ich meist mit dem Rad los, heute endete ich in Combeaufontaine. Bis ich wieder daheim war, waren es 45 km.

Kaum kam ich hier an, traf der einzige Schauer im Umkreis von 100 km unser Dorf. Glück gehabt. Da heute kein Regen angekündigt war, hatte ich die Regenbekleidung daheim gelassen.

Eigentlich ist es gar nicht wichtig, wohin ich radle, einfach durch die Landschaft mit wechselnden Eindrücken, die Luft spüren, den Wind, die Temperatur, die Unebenheiten, die Anstrengung, die Entspannung. Für mich ist das zu einer Meditation geworden, was wie ein Widerspruch zur körperlichen Anstrengung klingen mag.

Die körperliche Anstrengung ist aber weit weniger unangenehm als die geistige Anstrengung, in der ständig aller Mist gewälzt wird, der mir durch die Ohren und Augen drang: das Denken. 🙂

Ich hätte ja auch nicht gedacht, dass Denken anstrengender als körperliche Bewegung ist, was dadurch weniger auffällt, da diese Anstrengung von selbst geschieht.

Ständig sieht sich die Persönlichkeit genötigt, sich zu definieren, in ihrer Stellungnahme zu den Ereignissen, denn ohne diese Selbstdefinition verschmilzt sie einfach mit dem Ereignis, als würde sie im Ereignis aufgehen, sich auflösen. Aber sie existiert fröhlich weiter, eben nicht als etwas vom Hintergrund abgehoben definiertes.

Empfunden wird dann die Persönlichkeit wie „transparent“, als würde sie weit weniger in ihrer Selbstdefinition das Ereignis selbst verstellen.

Alles verschwimmt empfunden zu einer einzigen Bewegung, die zwar sehr anstrengend empfunden werden kann, aber eben einfach als Teil des Ereignisses geschieht.

Wie im Gleichnis mit dem Blatt, das im Fluss mitschwimmt.

Und dieses Empfinden tritt automatisch ein, beruhigt sich das Denken.

Denken geschieht nicht getrennt von der Welt, vom Sozialen, dem Informationsfluss durch die Medien. Denken ist eher die persönliche Reaktion auf diesen Informationsfluss. Und in ihm schwimmt viel Scheiße mit, Stechmücken und Blutegel … ich muss da bei mir immer mal wieder mit dem Besen durch. Und das geht für mich beim Radfahren recht gut.

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Kritik am Begriff „absolute Wirklichkeit“.

Auch wenn in der „Leere“ die materielle Welt der Raumzeit ohne absolute Existenz erscheint, bin ich (inzwischen) vorsichtig, das „Nichts“ (eben nicht nichts, aber inhaltlich nicht erkennbar) als absolute Wirklichkeit zu bezeichnen.

Das verführt mich als Verständnis nur zur Annahme, wir (kollektiv oder einzeln) hätten eine endgültige Antwort darauf, was das Nichts sei.

Und damit auch zur Annahme komme, „spirituelles Erwachen“ biete eine endgültig Antwort.

So wie sie im Nichts das scheinbares Ende als „absolute Wahrheit“ hat, hat sie aber andererseits im Nichts auch keinen Beginn. Es existiert keinerlei erkennbare Antwort: Wahrheit.

Was ich aber als Verständnis guten Gewissens behaupten kann: Im Nichts berührt unsere Wahrheit, als die der Vielfalt, eine „andere“ Wahrheit, die sie völlig relativiert. So ist weder die Wahrheit dieser Welt endgültig (absolut) noch haben ich im Nichts endgültige Wahrheit.

Ich berühre im Nichts als Verständnis eine Wahrheit, in die ich nicht blicken kann. Das menschliche Verständnis kann nicht jenseits der Raumzeit „sehen“, da es ein Instrument der Raumzeit ist.

Und was darüber hinaus ist, als dieses Nichts? Vom Nichts weiß ich nur, dass es ist, weil es die Grundlage ist, auf der das uns durch die Körpersinne bekannte Universum der Raumzeit „ruht“, besser: beruht.

Berufe ich mich auf das Nichts, weiß ich nicht, wer oder was ich bin (Verständnis meiner selbst), nur dass ich mein Sein auf der Ebene berühre, (spüre) auf der ich über die Raumzeit hinausreiche.

Doch was das ist, weiß ich nicht, nur dass ich dieser Wirklichkeit als Persönlichkeit unterworfen bin. Eine „höhere Macht“, die ich weder verstehe, noch auf die ich eine endgültige Antwort habe.

Ohne Antwort bleibt nur Weite, aber die ist weit befriedigender als jede Antwort, denn jede wirkt wie ein Korsett.

Wer noch nicht gehen kann, braucht es als Stütze – wer gehen kann, legt es ab.

Und so ist das auch mit jeder Lehre im Thema.

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Die Infragestellung

durch mich, das Verständnis, war primär eine Infragestellung meiner selbst im Umgang mit der Welt, hin zur tauglicheren Strategie.

Aber da der Infragestellung eine Art Autointelligenz eigen ist, mutierte sie im Menschen bis zur Infragestellung der ganzen Welt, einschließlich der Infragestellung. 🙂

Und untersucht dann das Verständnis in seiner Infragestellung auch sich selbst, stößt es automatisch auf dieses Ich. Ja, wer Ich? Wer bin ich? Was ist Ich?

Dieses Ich, das ich ganz selbstverständlich und völlig vertraut empfinde: Ja ich? Das bin doch ich. Ich?

In dieser Betrachtung ist ich gar nicht mehr so selbstverständlich, denn dieses Ich bleibt völlig gleich, egal wie die Persönlichkeit gerade vor sich hin mutiert, sich permanent verändert, die Inhalte der Wahrnehmung „kommen und gehen“.

Nur einer kommt und geht in diesem Schauspiel nicht. Wer? Ich.

Was auch kommt und geht (erfreuliches, unerfreuliches) eines besteht: Ich.

Dieses „Vieh“ weicht einfach nicht. 🙂

So ist auch, wenn jemand behauptet: „Mich gibt es nicht“, sicher, dass die Quelle der Verleumdung Ich ist – und sich mit jeder Behauptung seiner Existenz oder Nichtexistenz nur selbst bestätigt: Ich.

So geschmeidig es sich an jede Persönlichkeit haftet, ihr den persönlichen Duft von Existenz verleiht, so bleibt es doch letztlich einfach die eine Wirklichkeit selbst, die das „tut“, ist.

Und die weiß, dass sie sich selbst ist: Ich. 🙂

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Existiert die Welt, wenn niemand sie wahrnimmt?

war der Titel eines Artikels zu 100 Jahren Quantenphysik.

Ich bin kein Experte im Thema Quantenphysik, aber kann aus eigener Anschauung berichten, wie das für mich ausschaut.

Und hier ist von der Welt immer nur direkt wahrnehmbar, was die Körpersinne berührt. Das würde weder einer Wirklichkeit widersprechen, in der die Welt nicht existiert, wird sie nicht wahrgenommen, noch einer Wirklichkeit, in der die Welt eine vom Beobachter unabhängige Existenz hätte.

Sie könnte, bräuchte aber nicht. Für das Subjekt gibt es sie ohne das Subjekt jedoch nicht, genauso, wie es das persönliche Subjekt ohne Welt nicht gibt.

Und wo die Wirklichkeit substanzielle Ewigkeit ist, ist das Ich sie umgreifend leer.

So ist für mich vorstellbar und fühlt sich auch stimmig an (ohne es wirklich zu wissen), dass Persönlichkeit wie Welt im Wesen auch einfach als eine Art Information, die sich gar nicht als Welt und Persönlichkeit artikulieren muss, in der Ewigkeit existieren könnten.

Es fühlt sich so leicht an, da von der Wirklichkeit wahrnehmbar dann nie mehr als Gestalt existieren müsste als gerade in dieser Selbstbegegnung „gebraucht“ wird. Sie als Gestalt gar nicht existieren muss, um alle Informationen über die Gesamtgestalt zu beinhalten.

Es fühlt sich für mich so leicht an, da ich eine leere Blase der Ewigkeit bin, in der nur abgebildet ist (körpersinnlich inkl. Verständnis, Emotionen) was sich gerade artikuliert.

Und das entspricht dem, was Ramana als den Samen bezeichnete, aus dem die Welt am Morgen mit der Persönlichkeit gemeinsam aufwacht.

Weder Persönlichkeit noch Welt brauchen in diesem Modell sichtbar, also wahrnehmbar zu existieren (auch nicht physisch), um im eigentlichen Sinne von Wirklichkeit existent zu sein.

Wie ein Energiefeld, das all dieses Informationen zwar beinhaltet, aber sie nicht permanent ausdrücken muss, also sie als vom Beobachter unabhängige Welt existieren lassen muss.

Es ist bisher nur unsere Vermutung, die sehr hilfreich ist (Verständnis), dass sie unabhängig des persönlichen Beobachters existiert. Aber wie sie in dieser Unabhängigkeit existiert? Die Frage ist eben einfach noch offen.

Aus persönlicher direkter Anschauung existieren einfach Welt und Persönlichkeit nicht unabhängig voneinander, und das eigentliche Ich, das sie in ihrer Interaktion wahrnehmende, umfasst sie beide.

Hier lösen sich dann beide, Persönlichkeit und Welt, im Tiefschlaf einfach auf, entstehen beim Aufwachen augenblicklich wieder, aber als was und wie sie in der Ewigkeit des kosmischen Ich hausen, existieren? Keine Ahnung …

nur dass beide gemeinsam „in meinem Bauch“ sind. Das Gefühl, der Same zu sein. 🙂

Jedoch ist auch das Modell einer unabhängigen materiellen Welt nicht falsch. Es sagt ja nur, dass bei diesem Vorgang keinerlei Information verloren geht.

Und das ist ja auch die Idee hinter der Karma-Vorstellung, egal ob sie nun „stimmt“ oder „nicht stimmt“. Ich weiß es nicht. Der ist ja, analog, die Vorstellung, dass die Persönlichkeit, die physisch stirbt, mit ihrer ganzen Welt irgendwann auch wieder aufwacht: wiedergeboren wird.

Aber, was weiß ich? Die Welt fühlt sich für mich im Samenmodell einfach viel leichter an. Es gibt überhaupt nicht mehr, als gerade existiert, weder an mir noch der Welt, wobei das von etwas getragen ist, das ich nicht verstehe: dem Selbst. Eine schier unergründliche Intelligenz, die die Gesamtinformation trägt.

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Es war recht frisch am Morgen,

aber die Sonne lachte, ich radelte los, erst einmal auf den Roche Moret.

An der Steigung mit über 20 % erwachen dann auch die letzten Lebensgeister. Auf dem Berg suchte ich Versteinerungen. Es gibt zwar welche, aber schlecht erhalten.

Auf der anderen Seite hinunter und dann den Hang entlang zu meinem Obstgarten, der inzwischen eine zugewachsene Wildnis ist. Es sind gerade gelbe Pflaumen reif, also keine Mirabellen, sondern eine alte Sorte von gelben Pflaumen. Davon gibt es wohl zig verschiedene Sorten.

Weite nach Lavigny, an einem Waldweg erntete ich Oregano, und bei Malvilliers entdeckt ich noch ein Weidenröschen, das ich zuerst für das kleinblütige Weidenröschen hielt, aber das – nach dem App „flora incognita“ – das vierkantige Weidenröschen ist. Vom Weidenröschen gibt es auch zig Sorten, dazu Hybride. Ja näher ich schaue, desto mehr mutiert fast jedes Kraut zu einer eigenen Wissenschaft. 🙂

Das Weidenröschen interessiert mich derzeit intensiver, da es – nach den ersten Versuchen – die bisher beste Medizin gegen mein spezifisches Prostataleiden zu sein scheint („on the long run“ muss sich das erst noch zeigen), was dafür sprich, dass es eher ein entzündlicher Prozess ist, da, nach Literatur, das Weidenröschen (die kleinblütigen Sorten) am besten gegen Prostatitis helfen soll.

Frei von Erwägungen wie Sinn und Unsinn, Nutzen und Nichtnutzen unterwegs zu sein, einfach mit den Dingen, da sie einfach sind, strahlt eine intensive Buntheit und Befriedigung aus, die sich über diesen ganzen „Kopfsalat“ wie erhebt… zu einer von Erwägungen freien Kommunion … einfach der Nase nach. 🙂

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Gestern kam ich in Verlegenheit,

und das zur wärmsten Zeit des Jahres, en Ofen anzuzünden. 🙂

Und seit der Nachwuchs der Vögel flügge ist, werde ich von unzähligen hungrigen Sauriernachkommen belagert.

Ich füttere das ganz Jahr. Und all die Diskussionen, ob das sinnvoll ist oder nicht, sind in meinen Augen überflüssig, denn zur Brutzeit, wenn den Jungen Insekten gefüttert werden, kommen die Vögel gar nicht ans Futterhaus. Sie suchen Insekten. 🙂

Und sind die jungen Meisen dann bereit, werden sie darin unterrichtet, wie sie Sonnenblumenkerne öffnen können. Und dieser Unterricht findet, da hier das dazu notwendige Lehrmaterial vorhanden ist, am Vogelhaus statt.

Der Kleiber ist dabei eher der, dem es darum geht, der seine Daseinserfüllung darin findet, möglichst viele Sonnenblumenkerne als Wintervorrat zu verstecken: „Man weiß nie… „“… womöglich wird der Winter eine Katastrophe.“

Wie die Eichhörnchen tendiert er dazu, so viele Vorratsstellen anzulegen, bis er den Überblick über seine Schätze verloren hat.

Der Vogel ist ja ein Frühaufsteher, der kaum erwarten kann, bis es wieder losgeht und sich dann voll Euphorie ins Tagesgeschäft stürzt.


Ich bin derzeit am liebsten in der Rolle des „Schülers meiner selbst“. Und zu dieser gibt es recht wenig zu erzählen. Zumal die auch am besten „am Arsch der Welt“ gedeiht. Die meisten Menschen würden sie hier zu Tode langweilen. Und das ist auch gut so, denn dann bleibt es auch halbwegs still.

Und außerhalb des menschlich-sozialen Getriebes und Geschacheres erscheint die Welt für den Menschen als sehr still. Für die meisten als unangenehm still, denn ich bin direkter mit mir selbst konfrontiert. Und darin als die Instanz, die ihre Vorstellungen in die Welt projiziert.

Das genauer zu betrachten und mich selbst als die Quelle der Projektion zu erfahren, kann jedoch – muss nicht – persönlich lehrreich sein. Wir nähren uns psychisch weit mehr an unseren (auch genetisch ererbten) Vorurteilen gegenüber der Welt als an der Welt als eine Quelle der Inspiration.

Natürlich ist das Ereignis auch derb. Über Tage beobachtete ich einen toten Dachs am Wegesrand, wie er sich in der Verwesung immer mehr ausblähte – und dieser Ballon dann von einem Traktorreifen zu einem platten Fellfleck auf der Straße geebnet wurde, der bestialisch stinkt.

Und dann gibt es noch Tiere, die so etwas mit Hingabe verspeisen, wie eine Delikatesse.

Diese „Erzählung“ ist durchaus auch wüst, aber die Erkenntnis, auch selbst ihr Opfer zu sein, als Mensch unheilbar, war auch der Ansporn für so viele, sich diese Angelegenheit einmal selbst genauer zu betrachten.

Nur wer unangenehm träumt, hat das Bedürfnis „aufzuwachen“.

Aber nur von einem Wahnsinn in den nächsten zu erwachen ist wenig produktiv. 🙂

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