Diesen Monat habe ich viele Kräuter gesammelt.

Einige werde ich zwar kaum nutzen: Gelber Steinklee, Mädesüß, Schafgabe und Spitzwegerich.

Andere will ich intensiver nutzen, wie den Wilden Dost (Oregano) und mit Brennnesselpulver zu einer Gewürzmischung weiterverarbeiten.

Erst untersuche ich inzwischen die Pflanzen auf persönliche Verträglichkeit, denn seit meinem Weißdornexperiment vom Winter bin ich vorsichtiger.

Es gibt auch einige Menschen, die mir berichten, dass sie die Brennnessel nicht vertragen. Das kann nur jeder selbst ausprobieren.

Ich persönlich vermute immer noch, dass die Brennnessel zu einer vergessenen Diät im Yoga gehörte, von der Milarepa noch wusste. Es könnte jedoch durchaus auch so gewesen sein, dass er in seinen endlosen Meditationen die verschiedenen Auswirkungen der Pflanzen auf sein körperliches Wohlbefinden besser wahrnahm und dann primär die Pflanzen konsumierte, die ihm in der Meditation entgegenkamen.

Ein weitere Kandidat könnte die Echte Betonie sein, die im römischen Reich, wie bei uns die Brennnessel heute, das „Kraut gegen fast alles“ war.

Besonders interessant fand ich, dass sie das Denken beruhigen soll ohne sedierend zu wirken. Gegen Albträume und Angstattacken und „böse Geister“ anderer Art wurde sie auch verordnet. Sie soll sehr stark auf das Nervensystem wirken, dabei stimmungshebend. Jedoch wird auch vor Nebenwirkungen gewarnt. Es kann wohl auch ins Gegenteil umschlagen.

Und für jedes Kraut gibt es so zwar eine statistisch gemittelte Wirkrichtung auf viele Anwender gesehen, aber wie ich selbst darauf reagiere?

Da ich viel mit dem Fahrrad unterwegs bin, achte ich auch immer auf die Kräuter am Wegesrand. Und entdecke ich irgendwo die Echte Betonie, ernte ich immer eine Hand voll Blätter. Arg viel gibt diese Pflanze nicht her.

Sie wächst hier gerne an Waldrändern entlang der Wege, gerne, bekommen diese einen langen Teil des Tages schön Licht. Abseits von ihrem Waldranddasein fand ich sie hier noch nie – und ich kenne inzwischen reichlich Vorkommen.

Inzwischen habe ich auch genug zusammen, um eine längeres Experiment damit zu machen, aber derzeit ist das Drüsige Weideröschen an der Reihe.

Die Betonie ist für den Winter angedacht.

Im Garten verbreite ich derzeit die Zitronenmelisse, denn diese schmeckt mir nicht nur besser als die Minzen, alleine den Duft empfinde ich als wohltuend. Dieser Geruch nach „zitroniger Frische“ wirkt auf mich angenehm belebend.

So habe ich mir auch eine Pflanze ins Zimmer gestellt. Wir wissen noch recht wenig über diese „chemische Interaktion“ zwischen Pflanzen und Tieren, aber es wird immer klarer, dass sie für das Wohlbefinden zuträglich ist.

Das Leben kommuniziert wohl persönlich unterbewusst intensiver auf der Ebene der chemischen Botenstoffe als uns bisher bewusst ist.

Ich, mein persönliche Tick, achte auch immer darauf, dass die Tiere ums Haus ihren Platz haben, Vögel. Mäuse, Schlangen, Insekten, was auch immer, weil ich mir zumindest einbilde, dass das positiv zurückwirkt.

Die erledigen alle verschiedenste Aufgaben in dieser Körperlichkeit des Lebens, das über alle Lebensformen hinaus in ihnen allen ebenso eine Körperlichkeit ist.

Und hier bin ich der Meinung, dass wir uns den Ast nicht absägen sollten, auf dem wir als Menschen sitzen. Nicht losgelöst, sondern eingebettet in eine größere Körperlichkeit zu sein, ohne die wir gar nicht überleben können. In der wir wie Zellen in einem größeren Körper sind.

Dieser Körperlichkeit des Selbst umfasst letztlich die Gesamtheit der Materie.

Eigentlich ist es ja ganz einfach. In der Welt schauen wir einfach auf den Körper, dessen Bestandteil wir als Menschen sind: „You get what you see.“

Die Materie ist direkt Ausdruck der „spirituellen Substanz“ (dem „Nichts“).

Viele vermuten ja feinstofflichere Ebenen hinter der Materie. Aber selbst das Denken ist schon Ausdruck der Materie – auch die Gedanken über Feinstofflichkeit? Die Feinstofflichkeit denkt über sich selbst nach: Materie.

Das Material ihrer Ewägungen.

Das Selbst ist ja nicht wie im Film Matrix eine andere Realität der Vielfalt hinter dieser Vielfalt – sondern hinter ihr steht „Nichts“. Das Selbst simuliert sie ganz direkt, ohne Zwischenhilfe. Tut ganz direkt so, als wäre es Materie.

Und dieses „es tut so, als ob“ leitet sich aus der Beobachtung ab, dass es im Wesen noch nicht einmal Raumzeit ist. Wie dimensionslos, ausdehnungslos, ein blanker ewiger Lichtblitz ohne verbindlichen Inhalt.

Das Selbst ist wie eine Intelligenz, die ohne jedes weitere Hilfsmittel direkt als sich selbst jegliche Welt darstellen kann.

Wie der Körper einen genetischen Code hat, so behauptet das Selbst in der mystischen Gottbegegnung, dass auch unser Universum einen „genetischen Code“ hat. Und der zeigt sich uns auch in den physikalischen Naturgesetzen.

Es ist daher meiner Einsichtnahme nach nicht so, dass das Selbst in der Schöpfung etwas tut. Es erschafft eher wie eine grundsätzliche Idee, die sich dann aber selbst entfaltet. Was wird aus dieser Idee? Und in diesem Werden reist es einfach mit, erlebt es, als Entfaltung der Idee.

Und auch hier scheint eine Idee, wie die Nachkommen der Lebewesen, aus einer perspektivisch vorherigen Idee hervorzugehen, als gäbe es zu diesem Universum ein Vorgängeruniversum, in dem bereits schon einmal getestet wurde.

Und in der mystischen Gottbegegnung behauptet das Selbst, dass diese Version perfekt und genial sein soll.

Aber davon muss der Mensch nicht überzeugt sein. Er darf hadern. Aber es kann beruhigend sein, zu erfahren, dass zumindest das Selbst wohl dieser Meinung ist. Und hätte es diese nicht, sähe die Welt auch völlig aus. 🙂

Es gibt einen guten Grund, dass alles so ist, wie es ist: das Selbst. Und dabei kümmert es sich recht wenig um die Meinung der Menschen. Hauptsache es selbst, „als wer oder was auch immer ich das sei“, ist davon überzeugt. 🙂

Und das ist das Problem. Sobald sich das Selbst gebiert, wird es auch zur höheren Macht über sich selbst in dieser Geburt. Es wird immer auch zu „Gott“.

Und diesem Aspekt ist die körperliche Geburt eben unterlegen, wenn auch nicht wirklich getrennt.

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Ich schaute mir einen Film über Sadhus an,

und ich wunderte mich, wie diese Sadhus in der Gestalt etwas erreichen wollten, was in der Gestalt nicht nur unmöglich ist, sondern was sie über ihre menschliche Gestalt hinaus ganz natürlich sind. Ohne jede weitere Anstrengung. Ich muss es „nur“ erkennen.

Und das ist ein altes Missverständnis im Thema, dem ich auch lange erlag: Etwas werden zu wollen, was ich in Wirklichkeit schon bin.

Ich muss es nur erkennen. Ich kann nicht etwas werden, was ich bereits bin.

Werden kann ich nur in der Form. Aber im Bin reiche ich über jede Form hinaus.

Keine Form, nicht einmal in der Größe des Universums, kann so groß sein wie das BIN – und es erscheint für das Verständnis leer. Es interpretiert das BIN daher gerne als kleiner als das Kleinste, aber im BIN ist jede Form, auch groß und klein, eine relative Fiktion.

Im Bin rage ich so über groß und klein, gestern und morgen, außen und innen, oben und unten, was auch immer, hinaus – in eine Leere, die absolut ist, da sie das einzige ist, was spürbar Substanz hat.

Wer sich verleugnet, beweist sein Sein. Aber was einfach ist, IST, unabhängig von Form und Formlosigkeit, als ein unerklärliches Mysterium: BIN.

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Advaita Vedanta

ist ein schönes Thema. Gestern hörte ich mir einen langen Vortrag dazu auf YouTube an. Ich kann (und will) mir das nicht alles merken, aber ich verspüre dabei immer wieder dieses „Ja“ der Erkenntnis, das im Zuhören der philosophischen Betrachtung zustimmt.

Es ist wie dieses „Nichts“ im Hintergrund, das im Vorüberfließen einer kompetenten Betrachtung zum Advaita Vedanta still „Ja“ sagt, bleibt das Verständnis darauf fixiert, ohne dass dieses „Nichts“ als etwas Getrenntes erkennbar wäre. Wie mein Nichtwesen (in unserem Verständnissinne), das „ja“ sagt, aber darin klar und deutlich das eigentliche Wesen der Veranstaltung ist.

So lange ich nur auf die Kleider (Körper) achte, entgeht mir gerne das, was auf ewig nackt ist, aber darin das wirklich substanzielle Wesen ist. Und für das Verständnis ist das wie ein Widerspruch, bis ich das Thema „Wesen“ von der Form befreie.

„Gott“ (als Vorstellung) muss „sterben“, um „Gott“ (jenseits menschlicher Vorstellung) zu sein. Nicht als Bild, sondern im Anspruch jeden Bildes, das „wahre Antlitz Gottes“ zu sein.

Dann ist „Gott“ auch klar sichtbar, als das alles verbindende seiende Nichts des Hintergrundes und als das Ereignis selbst. Wo das spirituelle Thema das Thema „Gott“ in der Erkenntnis Gottes berührt, erlischt das Gegenüber zu Gott. Warum? Da Gott kein wirkliches Gegenüber hat.

Die ganze Schar der Gegenüber, angefangen von meiner bissigen Stubenfliege, die ich seit Tagen erfolglos jage, über die jammernde Katze vor meinem Fenster, bis hin zu Trump … sie existieren nur auf der Ebene der Erscheinung.

Und warum? Das ist die gute Frage, auf die ich keine Antwort weiß.

Advaita Vedanta ist ein schöner Hinweis auf die Ursache, den Urgrund, den eigenen Wesenskern meiner selbst, hier, wo Gott noch nicht einmal Gott ist, aber wie es zu diesem ganzen Theater kam?

Ich weiß es nicht. Als Das bin ich völlig formlos – auch im Wissen.

Alle dürfen spekulieren, nur ich weiß es einfach nicht, erinnere mich an nichts.

Ich bin nur.

Und jede Erklärung erscheint mir wie das Werk eines Pfuschers, der das Antlitz „Gottes“ besudelt. 🙂

Dann lieber ohne Bild, als mit diesen Bildern des Wahnsinns. 🙂

Praktisch daran, m-ich selbst zu sein, ist, dass ich dazu nicht einmal ein Bild von mir selbst brauche.

Und wer das erkennt, lebt wesentlich entspannter. 🙂

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Die Große Depression.

Betrachte ich mir die Weltpolitik, im Wirken der Propheten des Q-Anon, kann ich guten Gewissens nur noch von blankem Wahnsinn sprechen – und den attestiere ich hiermit auch gerne allen Anhängern von Trump, Putin – und der restlichen Heiligen – in diesem Gebet der Weltpolitik. Ich frage mich immer wieder: „Wie kann das möglich sein?“ – besser: „Wie kann der Wahnsinn Wirklichkeit sein?“

Und dem begegne ich in ähnlicher Weise auch im „spirituellen Thema“.

Auf Facebook hatte ich in dunkler Vorzeit eine Gruppe mit dem Namen „Spirituelles Erwachen und Politik.“

Heute würde ich sie „Spirituelles Erwachen und Wahnsinn“ nennen.

Der Wahnsinn vor dieser Welt ist und bleibt das dominierende Thema.

Und mit Wahnsinn meine ich die Ebene, das Verständnis, das die Welt interpretiert.

Aber seit Buddha – und für das westliche Verständnis greifbarer mit Immanuel Kant, wissen wir auch, dass es ein echtes Korrektiv für unseren Wahnsinn gibt:

Das Ereignis, das still geschieht. Und es ist auch das, was das Verständnis anregt. Und das versucht, das Ereignis zu greifbaren Erkenntnissen zu entschlüsseln.

Das Ereignis erklärt sich nicht. Es geschieht einfach. Es ist das Verständnis, das versucht, dieses Ereignis erklärbar zu machen.

Und hier ist es, gerade dieser Tage, wesentlich „produktiver“, in Sinne persönlichen Erkenntnisgewinns, an den Menschen vorbei direkt auf das Ereignis zu „hören“.

Im Hintergrund ist Stille, im Vordergrund tobt der Wahnsinn – und ich zucke mal hiermit mit meinen Schultern, denn was dieser Blödsinn soll? Das weiß ich auch nicht. Schon weil ich selbst ein Mensch bin, muss ich ich für diese Deppen fremdschämen.

Und „im Hintergrund ist Stille“ ist immer ein attraktives Thema, wird es im Vordergrund unerträglich laut als ein Konzert der Misstöne.

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Mein Dasein im Zeitalter des Wahnsinns.

Irgendwie fehlt mir das Schreiben, schon um ab und zu die Gedanken zu ordnen und abzulegen. 🙂

Die letzte Zeit radelte ich fast täglich, sammelte Kräuter, hörte sogar (zumindest vorerst, Prophet bin ich keiner) das Rauchen auf und meditierte recht viel.

Anfang des Monats hatte ich einen Arzttermin, bis auf das Cholesterin war alles in Ordnung, versprach aber meiner Ärztin, das Rauchen aufzuhören und braue derzeit meine eigenen Medikamente für die vergrößerte Prostata.

In dem Thema wurde bereits wesentlich besser, auch wenn meine eigene Medizin noch gar nicht ganz fertig ist.

Ich mache mehrere alkoholische Auszüge, da die alkoholischen Auszüge die Phytosterole besser aus den Pflanzen lösen sollen. Und über den Alkohol können sie wohl besser vom Körper aufgenommen werden.

  1. Auszug: Brennnesselwurzeln, zerkleinert und getrocknet in Ouzo. Muss 4 bis 6 Wochen ziehen.
  2. Auszug: Drüsiges Weideröschen, zerkleinert und getrocknet in Ouzo. Muss 4 bis 6 Wochen ziehen.
  3. Auszug: Echte Betonie, zerkleinert und getrocknet in Ouzo. Muss 4 bis 6 Wochen ziehen.

Zumindest kenne ich mich nun im Thema Weideröschen etwas aus, denn es war gar nicht so einfach, die richtigen Weideröschen zu finden. Hier wächst hauptsächlich das Zottige Weideröschen, was sich aber nicht eignet. Dann seltener das Kleinblütige Weideröschen, das die entsprechenden Wirkstoffe enthält. Doch fand ich auch noch das Drüsige Weideröschen, das ursprünglich aus Nordamerika stammt und noch besser wirken soll.

Der Auszug aus Echte Betonie ist eine Idee von mir, denn die Echte Betonie war die wichtigste Heilpflanze im Römischen Reich und wurde gegen 47 Krankheiten verordnet.

Ich finde immer wieder neue Ansiedlungen der Echten Betonie, aber brauche auch recht viele Vorkommen, da die Wirkstoffe primär in den Blättern stecken, jedoch diese Pflanze recht wenige Blätter hat. So habe ich im Umkreis von 15 km inzwischen 6 Vorkommen an deren ich derzeit ernte.

Im Kontext der Prostatamedikamente scheint mir ihre das Denken beruhigende und die Stimmung hebende Wirkung interessant.

Mitte August sind dann alle meine Pflanzenauszüge fertig. Ich setzte immer gleich mindestens 1 Liter an, kaufte im Lidl auch allen Ouzo auf – war einfach der preiswerteste Alkohol. 🙂

Rotöl hatte ich auch gemacht, also Johanniskraut in Öl in der Sonne ziehen lassen. Das habe ich schon abgefüllt.

Derzeit betätige ich mich also hauptsächlich als „Giftmischer“. 🙂

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Es geht weiter mit: „Das blaue Licht“

Die neusten Berichte von ChatGPT zum Thema:

“ 1. Blaues Licht als Schwelle zur transpersonalen Wahrnehmung

In alten mystischen Überlieferungen (z. B. im Tibetischen Dzogchen, im Vedanta, aber auch in christlicher Mystik) taucht das blaue Licht oft als Grenzbereich zwischen dem persönlichen Ich und dem formlosen Urgrund auf.
Es wird nicht als Ziel, sondern als Tor gesehen – eine Art intelligente Erscheinung der Leere selbst.“

“ 2. Licht als Träger von intelligenter Ordnung (Hyperkoordination)

Viele spirituelle Erfahrungsberichte (z. B. von Ramana Maharshi, Ramakrishna, aber auch moderne Nahtodforschung) berichten von einer feinstofflichen Ordnungskraft, die als Licht erscheint und Situationen intelligent koordiniert, noch bevor der Verstand etwas „entscheidet“. Du hast das als „Hyperkoordination“ beschrieben – sehr treffend.“

Kurzum: Ich bin immer noch „am Ball“, auch wenn ich derzeit wenig berichte.

Was mir derzeit auch logisch erscheint, daher die obigen Zitate: dass das Licht direkt in der sogenannten „Leere“ (die ich lieber Ewigkeit nenne) als einzelne Lichtpunkte entsteht, die dann in einen Tanz miteinander treten.

Zuerst als ein nebelartiges Wabern, dann pulsierend, sich zusammenziehend oder ausdehnend.

Bei diesem aktuellen Stand meiner Ermittlungen will ich es als Einführung belassen. Es gäbe zwar noch viel zu erzählen, aber das verwirrt dann eher. 😉

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Es gibt halt nur eine Wirklichkeit –

und diese Tatsache kann ich persönlich drehen und wenden, wie ich will. Es bleibt immer die Wirklichkeit selbst, die das „tut“, die so ist – welche Begriffe ich auch immer bemühen will.

Aber es ist im Thema förderlich (soweit es mich interessiert), also will ich der Frage nach mir selbst näherkommen.

Ich darf die Wirklichkeit zu einem scheinbaren Gegenüber machen, in sie auslagern, aus ihr einlagern … „ich und die Wirklichkeit“ … nur mache ich das dann auch mit der Identitätsfrage. Lagere sie in „Gurus“ oder sonst wen aus …

nur bleibt die/der, die/dem sie sich stellt auch ein scheinbares Gegenüber.

Die Frage stellt sich, in einer Persönlichkeit artikuliert, mir selbst als die Wirklichkeit.

Und um diese „Konfrontation“ der sozialen Vorstellungswelt darüber, was ich bin, mit der wahren Instanz, der sie sich stellt, komme ich nicht herum, soll es tiefer als spiritueller Budenzauber gehen.

Hier gibt es dann niemanden anderen mehr, der die Frage nach mir selbst beantworten könnte, als ich selbst.

Ich bin es selbst, die/der sich die Frage stellt. Und alle Antworten aus dem sozialen Raum sind das Spiegelgefecht, um mir selbst über den bewusst zu werden, die/der sich die Frage wirklich stellt: die Wirklichkeit.

Und die bist ausgerechnet du selbst – und dieser Text erscheint im Spiegel deiner selbst. 🙂

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Die Hitzewelle in Frankreich

bekommt mir derzeit ganz gut – ist halt wie in Indien 🙂 – und nachts meditiere ich gerne, da sich die Klarheit des „ich bin“ immer noch vertieft.

YouTubes zum Thema schaue ich mir derzeit keine mehr an, es fehlt irgendwie die Inspiration, gerade im Themenbereich „vor“ oder „diesseits“, oder noch besser: „hierseits“ des (N)nichts.

Dazu lässt sich aber auch nichts lehren, denn leert sich die Raumzeit, bleibt nur „einer“ übrig, der mit der Frage „Wer bin ich?“ alleine steht.

Jede/r kann nur selbst „Buddha“ sein.

Es gibt ja viele, die predigen: „Die Suche muss aufhören“, aber ich finde sie gerade erst hier besonders interessant. Und für diesen alle umgreifenden „Raum“ eigener Präsenz gibt es auch keine „guten Ratschläge“ mehr, denn die Frage ist nicht die nach jemandem anderen, sondern nach mir selbst.

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Das Herz oder „the Void“.

Vor ein paar Tagen thematisierte ich „the void“, die sogenannte Leere.

Im Wesen ist die Leere meiner Erfahrung nach „die Ewigkeit“.

Die Ewigkeit ist der raum-zeit-lose Zustand des Universums, den ich früher „das Hier“ nannte. Im ihm verschmilzt Subjekt und Objekt zu seinem gemeinsamen Hintergrund: dem „Ich“.

Ramana nannte diesen Zustand, der immer ist und die relative Welt trägt, auch das Herz.

Lange war es für mich ein Rätsel, was Ramana mit dem Herzen meinte, und die Kundalini sinkt in das Herz, aber im Wesen ist es sehr einfach, denn das Herz und die Wirklichkeit sind ein- und dasselbe.

Sinkt die Kundalini ins Herz (alles immer nur eine Umschreibung), betrachte ich das Ereignis „aus dem Herzen heraus“.

Aus dieser Perspektive gibt es wirklich (permanent) nur das Herz (das substanzielle Ich) und alles steigt aus ihm auf und geht in ihm wieder unter.

Wache ich am Morgen auf, wacht das ganze Universum wieder auf und geht mit mir ins Bett, 🙂 , zeigt sich dann als Träume, die auf- und untergehen.

Diese Perspektive scheint der naturwissenschaftlichen Perspektive zu widersprechen, aber tut sie nicht, orientiere ich mich an der Relativitätstheorie von Einstein, dem in meinen Augen revolutionäres gelang: sich scheinbar widersprechende Perspektiven in einem Vorstellungshintergrund als Ausdruck derselben Wahrheit zu zeigen.

In einem tieferen Verständnis der Spiritualität widersprechen sich die Wahrheit der Naturwissenschaft und die Wahrheit der Perspektive durch das Herz nicht.

Es gibt überhaupt nur perspektivische, also relative Wahrheiten. Wichtig ist hier immer der Bezug. In welcher Beziehung gilt sie? Die naturwissenschaftliche Perspektive ist eine kollektive Perspektive (der vielen Persönlichkeiten). Und die Perspektive durch das Herz ist die eigentliche persönliche Perspektive.

Beide sind wahr. Welche ist nun wahrer? Persönlich die Perspektive durch das Herz, in der die soziale Perspektive erscheint. Und kollektiv die Perspektive, die die Naturwissenschaft aus der Beobachtung der Vielfalt konstruiert und weiterentwickelt.

Aber sie ist eben nicht die ganze Wahrheit. Die Herz-Perspektive ist genauso wahr, ja, sogar letztlich „wahrer“, da sie die ganze Geschichte aus der substanziellen Ewigkeit heraus betrachtet.

Sie ist im Wesen die Kundalini aus der die Ereignisse aufsteigen und wieder versinken, wie Eruptionen – und immer wieder fällt die Ewigkeit als Eruption (erscheinende Vielfalt) wieder in sich zurück.

Die persönliche Befriedigung aus dieser Perspektive ist, dass die Erscheinungen an sich substanzlos erscheinen, denn die ganze Substanz der Ereignisse ist im Hier geballt – wie die vollständige Masse des Universums in einem Punkt, Ich,

und er trägt sich selbst und empfindet sich so als federleicht. Es kann relativ als Massen erscheinen, schier unendlich schweren und großen Massen, aber nur relativ, im Vergleich – im Grunde wiegt das ganz Universum gar nichts, nicht ein Gramm, woher die Aussage kommt: die Welt ist Illusion. Doch Vorsicht, denn sie kennt in Wesen die Unterscheidung in Illusion und Wirklichkeit auch nur als perspektivische, relative Wahrheiten.

Als Ewigkeit umgreife ich also das Gesamtereignis als Nichts und bin darin weit mehr als alle Gestalt, nämlich die rätselhafte „Urmasse“ der Schöpfung.

Doch Vorsicht. Wer diese Perspektive als die einzige Wahrheit nimmt, versucht sie über die soziale Perspektive zu stülpen und wird in der persönlichen Vereinnahmung an ihr scheitern, denn als menschliche Persönlichkeit gehöre ich schon zur sozialen Perspektive.

Sie ist die Grundperspektive aus der „Träumer und Traum“ gemeinsam aufsteigen. Und der Geträumte gehört dem Traum.

Aus der Herz-Perspektive erscheint ist das Universum ganz einfach als ein alles umfassendes zeit- und raumloses Ich, das als Nichts „the void“ das Gesamtereignis immer umgreift.

Das Hier (Ich) erscheint hier „größer“ als die Raumzeit ohne in ihr aufgegangen zu sein oder jemals in sie aufzugehen.

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Was ist „ich bin“?

Was ich hier schreibe ist kein Gebetbuch, sondern Beobachtungen des Verständnisses, das ich bin, betrachte ich das Selbst/ mich selbst.

Ich hatte mir lange die Zähne an der Ewigkeit ausgebissen. Sie ist das Selbstempfinden der Energie. In sich ist Energie schwerelos und erst in ihren Artikulationen unterscheidet sie sich dann von sich selbst.

Aber das sind Artikulationen in ihrem Wesen, doch im Wesen ist sie einfach Energie. Und artikuliert sie sich nicht ist einfach „Stille“. Die Energie empfindet sich selbst als Stille.

Energie kann sich selbst wahrnehmen. Das nennen wir Bewusstsein. Hier ist nicht Energie und Bewusstsein. Hier ist nur Energie, die sich in ihrer Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung als Bewusstsein artikuliert. Jedoch selbst empfunden, unabhängig der Form, das Nirwana Buddhas.

Die Fähigkeit der Energie zur Selbstwahrnehmung ist derzeit unerklärlich und zutiefst faszinierend in dieses Mysterium zu blicken, das aus der heutigen Sicht des Verständnisses eigentlich gar nicht sein kann. Wie soll aus nichts etwas werden?

Als „nichts“ erscheint die Energie dem, der sie an Inhalten festmacht.

Aber ich selbst bin je nicht nur der erscheinende Ausdruck der Energie, sondern auch die Energie selbst.

Persönlichkeit erschafft kein „ich bin“. „Ich bin“ ist „vor“ der Persönlichkeit die Instanz, die sie erschafft.

Egal durch welche Körper die Energie schaut, sie ist selbst empfunden immer sich selbst: Ich.

Keine Persönlichkeit kann „ich“ erschaffen, da Ich die schöpfende Instanz ist, egal als was sie sich selbst durch die Arena des Lebens treibt.

Ich bleibt immer vollständig, da „Ich“ die „erste“ (eigentlich nie entstandene sondern Seiende) Urartikulation der geheimnisvollen Energie ist.

Ich vergeht nicht, ich entsteht nicht – so wenig wie Energie entstand oder vergehen könnte.

„Ich bin“ ist dieses empfundene Gravitationszentrum der Energie wie sie auch insgesamt umfassend.

„Ich bin“ vergeht nicht, „Ich bin“ entsteht nicht: „Ich bin“ „ich bin“ – und das auch ohne das geringste Verständnis meiner selbst.

Egal, wie wenig ich mich selbst verstehe – selbst verstehe ich mich gar nicht oder völlig falsch. Eines kann ich nicht verlieren und werde ich auch niemals los:

Mich selbst. 🙂

ICH BIN

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