Manche sagen, ich müsste zur Selbsterkenntnis das Verständnis durchbrechen. Jedoch, so sage ich, ist das Verständnis kein Feind, der gebrochen werde müsste, ein wirkliches Hindernis zur Selbsterkenntnis wäre, sondern – wie zum Beispiel die Hände – einfach ein Werkzeug Brahmans. Ein Werkzeug, das auch zur Selbsterkenntnis dient.
Andere sagen, ich müsste zur Selbsterkenntnis meine Identifizierung mit dem Verständnis aufgeben, doch was sollte an ihr falsch sein, ist das Verständnis eines meiner Werkzeug, das Werkzeug Brahmans?
Wenn ich also, wie ich hier behaupte, zur Selbsterkenntnis weder das Verständnis durchbrechen muss, noch meine Identifizierung mit dem Verständnis aufgeben muss, worin liegt das Problem?
Es liegt nicht am „Computer“, oder der „KI“ (als neuerer hinkender Vergleich für das Verständnis), sondern am Ergebnis, zu dem ich mit diesem Instrument komme.
Und das Ergebnis ist weniger Schuld des Computers, als viel mehr der „Software“ (Weltanschauung) geschuldet, die ich als Computer (Verständnis) aus dem sozialen Umfeld (menschliche Kultur) übernommen habe.
Und diese „Software“ hat einen „Bug“: Der berüchtigte – und gerne missverstandene – „Trennungsgedanke“.
Dieser „Bug“ behauptet: Ich bin nur das Verständnis. Im weiteren Sinne gesehen: Ich bin nur diese Persönlichkeit.
Wer? Ich.
Daher ist die Frage: „Wer bin ich?“ so hilfreich, um diesen „Bug“ zu bereinigen., der behauptet: „Ich bin ausschließlich diese Persönlichkeit.“
Ist diese Behauptung wahr?
Dabei hilft mir kein Glaube an eine wie auch immer geartete Antwort wirklich weiter. Ich muss selber nachschauen und diese Antwort („Ich ist, ich bin nur diese Persönlichkeit“) überprüfen, von der im Thema Selbsterkenntnis behauptet wird, dass sie falsch wäre.
Dazu werden in der Tradition des Themas verschiedenste Hilfsmittel angepriesen. Über Geschmack lässt sich streiten.
Wichtig ist nur: Es kommt dabei primär auf mich selbst an: Ich.
Niemand anderer kann für mich selbst diesen (hier behaupteten) „Bug“ ausräumen, als ich selbst. Egal, welche Hilfsmittel der Tradition im Thema ich auch wähle: Es bin immer ich selbst – und niemand anderer – auf den es im Kern ankommt:
„Wer bin ich wirklich?“
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