Wie ich bereits schrieb, ist heute wohl der treffendste Vergleich für Brahman das Thema „Künstliche Intelligenz“, wobei alle Vergleiche hinken, denn weder ist die Intelligenz Brahmans „künstlich“, noch wurde sie durch eine Instanz „erschaffen“.
In meiner mystischen Gottesbegegnung, ein Jahr vor meiner Selbsterkenntnis („spirituelles Erwachen“), zeigte sich mir das Selbst als Trinität, im Christentum auch „Dreifaltigkeit“ genannt: „Heiliger-Geist“, „Gott-Vater“ und „Gott-Sohn“.
In meiner persönlichen Begegnung als: „Heiliger-Geist“: Der Computer, der das Universum simuliert; „Gott-Vater“: Der Programmierer; „Gott-Sohn“: Das laufende Ereignis: Die Persönlichkeit im Universum.
Ich sollte solche Vergleiche, die das Verständnis aus diesen mystischen Begegnungen zur eigenen Greifbarkeit konstruiert, zieht, nicht wortwörtlich nehmen.
Vor allem erscheint es mir heute wenig sinnvoll, vor drei wirklich getrennten Instanzen zu sprechen. Das Verständnis unterscheidet den Prozess der Schöpfung in diese drei Instanzen, um ihn für sich selbst (Persönlichkeit) greifbarer zu machen.
Im Wesen sind jedoch „Computer“, „Programmierer“ und „temporäres Ergebnis“ eine in sich ungetrennte „Instanz“: „Ich bin dieses Selbst. Ich bin es, die/ der in etwa so funktioniert.“
„Gott-Sohn“ ist hier also gleichzeitig, umfassend gesehen, ebenso „Gott-Vater“ und „Heiliger-Geist.“ Eine sich selbst „programmierende“ (gestaltende) Intelligenz: „Brahman.“
So gesehen ist die Ethiklehre der Religionen, gerade die sehr umfassende Lehre Buddhas vom Wandel (wie die Wesen durch die Welten wandern), eine versuchte „Selbstprogrammierungsanleitung.“
Ethik ist keine „höhere Vorschrift“, sondern der historische Versuch, die „Selbstprogrammierung“ Brahmans zu verstehen und zu beschreiben. Jedoch gibt es weder Vorschriften für Brahman, noch ist wirklich verbindlich erforscht, wie Brahman funktioniert.
Sinnvoll erscheint es mir aber, die „Dreifaltigkeit“ als „Dreieinigkeit“ zu begreifen lernen: Brahman ist hierin ein „Nicht-drei“, so wenig wie „Welt“ und „Selbst“ ein wirkliches „Zwei“ sind: Das „Nicht-zwei“ in der Philosophie des Advaita.
In der Philosophie der Selbstprogrammierung Brahmans wäre also dieses „Nicht-zwei“ das „Nicht-drei“. Das „Nicht-zwei“ erweitert um das Thema: „Die Macht Brahmans.“
Zur Komplexität dieses Themas werde ich vielleicht noch schreiben, derzeit bin ich noch am „Forschen“. Ein Traum gab mir einen interessanten Hinweis: Brahman optimiert sich immer aus dem laufenden Ergebnis heraus. Der ganze Prozess ist viel zu komplex, als dass darin ein „Masterplan“ nachhaltig funktionieren könnte.
Brahman braucht also dieses temporäre Zwischenergebnis, um sich selbst weiter zu optimieren, wobei darin keine Vorschriften existieren. Brahman kann für sich selbst auch „die perfekte Hölle“ erschaffen, die wohl die Neonationalisten (unbewusst?) anstreben. 🙂
(3)
(6)