Im spirituellen Umfeld auf YouTube stört mich am meisten der Umgang mit dem Begriff „Ego“.
Er vermittelt gerne die Vorstellung, als sei ich selbst eine Instanz jenseits des „Ego“, die das „Ego“ besiegen könnte. Als wären da zwei. Ich als das „Ego“ (das falsche ich). Und ich als das „Trans-Ego“, das wahre ich.
Vorsicht Falle, denn das „Ego“ existiert nur ungetrennt, nicht wirklich aus zwei „Egos“ – und dieses eine Ego, als Ich, bestimmt alles.
Wer sich auf den spirituellen Weg macht? Ein Entscheidung des „Ego“.
Wie gehe ich nun rein praktisch mit dem „Ego“ um? Das Verständnis entwickeln, dass es sich beim „Ego“ um das Gesamtereignis handelt.
Im Thema sind nicht zwei: Einer, der das Ego ist – und dann noch einer, der das Ego überwinden will.
Wer auf dieses verbreitete Missverständnis hinein fällt, jagt einfach, wie ein Hund, dem eigenen Schwanz hinterher.
Ich ist keine vom „Ego“ getrennte Macht. Es ist das Ego selbst, das sich selbst „reformiert“ und darin das Bild von „zwei“ zeichnet: Ein alter Zustand des Ego und ein „reformierter“.
Es ist aber dabei das Ego selbst, das sich selbst „reformiert“. Und diese Fähigkeit des Ego wird gerne als höhere Macht über das Ego interpretiert.
Es ist aber einfach die Macht des Ego, sich selbst zu verändern. Die Macht gehört dem Ego selbst.
Vom Ego sehe ich immer nur seine Oberfläche: Als mich selbst als diese Persönlichkeit mit ihrer Weltinterpretation.
Und diese Oberfläche erscheint auf einem über das ganze bekannte und unbekannte Universum ungetrennten Bewegung.
Das ganze Universum ist eine Bewegung; die des Ego.
Und wie ich mich im Ego bewege, bestimmt, was mich dazu bewegt, mich zu bewegen und solche seltsame Texte zu schreiben:
Das „böse“ Ego. Und mit dem „böse“ bist du schon reingefallen. Auf wen? Auf dich selbst.
Vorsicht mit dem EGO. 🙂
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