Das Ziel im Thema „spirituelles Erwachen“.

Im Thema „spirituelles Erwachen“ habe ich immer das Problem, dass ich das Ziel gar nicht kenne.

Fahre ich nach Paris, weiß ich, wo das Ziel ist, aber „spirituelles Erwachen“ ist nicht irgendwo ein Ziel in der Raumzeit. Es ist „immateriell“, trifft als Beschreibung ganz brauchbar: Kein Ort auf der Landkarte der Vielfalt.

Ich muss mir selbst in der Selbstbetrachtung erst über das Ziel klar werden.

Und dieser Klärungsprozess, der immer nur persönlich sein kann, gleicht einem Schrumpfungsprozess.

Er ist persönlich nicht nur auf die Zukunft ausgerichtet, sondern auch auf die Vergangenheit: Das Woher? und das Wohin? nähern sich darin an, sinnbildlich gesprochen. Die Klärung bei diesem Ziel ist nicht so wie bei einer Reise nach Paris, auf der ich die Städte Richtung Paris abhake, sondern Vergangenheit und Zukunft schrumpfen zeitgleich.

Wie sich das „Ziel“ klärt, klärt sich auch die Frage nach dem Ursprung, als würde ich, wie ich vorwärts fahre, gleichzeitig rückwärts fahren.

„Wo komme ich her?“ und: „Wo gehe ich hin?“ haben bei diesem Ziel dieselbe Antwort.

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Wahrheit im non-dualen Sinne

gibt es eigentlich gar nicht.

Alles, was ich über das Selbst aussage, ist eigentlich schon dual, denn das Selbst macht sich zum Beobachter seiner selbst. Und in der persönlichen Beobachtung zum Interpreten.

Der nonduale Zustand des Selbst ist zwar das sogenannte Hier (und Jetzt), aber darin als Hintergrund zur Selbstbetrachtung allumfassend leer.

In der Selbstbetrachtung, Atman Vichara, „schrumpft“ dieser scheinbare Abstand zwischen Persönlichkeit und Selbst bis erkannt wird, dass Vorder – und Hintergrund dasselbe Wesen sind.

Zum nondualen Wesen des Selbst gibt es keinen einzigen „wirklichen“ (sprich: verbindlichen) Abstand. Egal welche gewaltigen Abstände als Universum dargestellt werden, non-dual hat keiner einen wirklichen Abstand zum Selbst, noch haben die Erscheinungen einen wirklichen Abstand untereinander.

Ein Ereignis, das einer Blase ähnlich scheint, die sich das Selbst nur einbildet.

Und warum erscheint das mir so? Da in ihr nichts verbindliche Substanz zu sein scheint als die eigentlich Substanz der Blase selbst: der non-duale Zustand des Selbst. Die Substanz führt sich hier auf mich selbst – auf sich selbst – zurück:

Ich bin das Selbst. Und nirgendwo ist auch nur ein Atom, das nicht das Selbst wäre.

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Die Hitzewelle über Frenkreich

hat uns nun erfasst, trotzdem radelte ich nach Fayl, sammelte unterwegs Oregano und schaute nach Johanniskraut, da ich jährlich einen Liter Rotöl ansetze. Ich fand auch eine schöne Stelle, wo ich die nächsten Tage Johanniskraut ernten will.

Auf YouTube sah ich einen Beitrag mit dem Titel: Bewusstsein ist nicht in Deinem Kopf.

Früher hätte ich dem zugestimmt, heute weiß ich nicht mehr, wo Bewusstsein (relativ gesehen) ist. Es ist hier, und ich bin Bewusstsein. Ist Bewusstsein nun außerhalb oder innerhalb von Objekten der Wahrnehmung?

Ich kann nicht einmal mehr sicher behaupten, dass die Objekte der Wahrnehmung im Bewusstsein erscheinen, weil es zu diesem Sein, das wir als Bewusstsein bezeichnen, nicht einmal ein wirklich haltbares „Innen“ oder „Aussen“ gibt.

Bewusstsein ist zwar klar existent, das Thema „ich bin“, aber alles weitere ist ein „als ob“: Aus dieser Perspektive sieht es so aus, als wäre es im Kopf, aus jener, als wäre Kopf und Welt im Bewusstsein.

Bewusstsein entzieht sich meiner Beobachtung nach jeder weiteren sicheren Definition, die über „Es ist“ oder „Ich bin“ hinausgeht, da es in sich keinerlei wirkliche dimensionale Größe zu haben scheint. Ein „es ist“ ohne vorher, nachher und festlegbare Ausdehnung.

Alle Ausdehnung, selbst die in der Zeit, erscheint hier „virtuell“: nicht wirklich verbindlich echt. Was persönlich auch der Tunnel zur Wahrnehmung des Universums „vor“ dem Urknall ist: Es machte angeblich „Bumm“ – jedoch, fatal, ich bin immer noch dasselbe: „Bewusstsein“, egal wie laut es krachte.

Persönlich ist die Einsichtnahme in Bewusstsein eine persönliche Reise, aber Bewusstsein verreist nicht im existenziellen Sinne. Es ist immer noch dasselbe, was es schon immer war.

Erkenntnisse kommen und gehen, Meister im Thema, Schüler, Behauptungen aller Art, aber letztlich scheitern alle an dieser Singularität, die Bewusstsein im Wesen ist, und durch die es die Gesamtheit der Raumzeit „untertunnelt“, als das, was ich immer war, immer bleiben werde.

Wenn mich heute jemand fragen würde, was niemand tut, was Meditation sei, dann könnte ich antworten, ungefragt: Als das verbleiben, was ich schon immer war und immer bin.

Wie tue ich das? Indem ich meine Aufmerksamkeit auf mich selbst als Bewusstsein richte.

Die Leere der Singularität ist für die Persönlichkeit, hat sie die Berührungsängste verloren, wie eine Dusche mit klarem Wasser, das nach nichts schmeckt, einfach nur „klar“ ist, „leer“, Stichwort: Leere, und sie entstaubt… auch davon, zu wissen, was Bewusstsein wäre.

Bewusstsein ist fähig, jegliche Vorstellung über sich selbst zu erodieren. Wie? Indem es sich selbst betrachtet.

Und übrig bleibt ein klares: ich bin… ohne realen Abstand zu egal was… und ohne reale Ausdehnung in egal was:

Das sogenannte Selbst. Das was ich im Hintergrund der Persönlichkeit im Wesen bin.

Schüler, Meister, Lehren erscheinen alle „im“ oder „dem“, was in seiner alles umfassenden Leere zwar immer klar sichtbar ist, aber nicht verbindlich beschreibbar.

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Ich weiß ja nicht einmal,

ob es überhaupt etwas „zu knacken“ gibt, denn dem widerspricht nach meiner bisherigen Einsichtnahme (die nie endgültig ist) das non-duale Wesen des Selbst.

Hier ist das Selbst ohne wirkliches oder „echtes“ Gegenüber. Erst an einem Gegenüber kann sich das Selbst zu „Etwas“ definieren.

Das bleibt die Heimtücke in jeder Definition des Selbst. Das Gegenüber, an dem es sich definiert, bleibt letztlich immer irgendwie „künstlich“.

So kann es sich zwar jederzeit definieren, siehe das umfassende Thema Persönlichkeit. Aber, und das ist meine derzeitige Einsicht: Sie bleibt immer mit dem Beigeschmack, zwar seiend, jedoch nicht wirklich verbindlich zu sein:

„So erscheine ich zwar gerade, im Kontext des Ereignisses, aber verbindlich ist das nicht.“

Gerade der nonduale Aspekt des Selbst macht es jeder relativen Wahrheit schwer. Sie verliert ihren Absolutheitsanspruch und kann ihn nie erfüllen.

Denn das Damoklesschwert der Nondualität kann sie jederzeit vernichten und völlig anders erscheinen.

So, als wäre in der Vielfalt nie ein Endziel erreichbar. Dazu müsste das Selbst eine absolute relative (Vielfalt) Wahrheit haben.

Und das hat es wohl nicht, sonst müssten wir sie in der Ewigkeit bereits erreicht haben. Es ist so eher der Playground des Themas Wirklichkeit, was Persönlichkeit anbelangt.

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Die Lehre vom Nicht-Selbst.

Gestern war ich mit dem Fahrrad Einkaufen, was die übliche Runde von 30 km war. Zu Hause angekommen, war per E-Mail die Nachricht meiner französischen Rentenversicherung eingetroffen, dass mein Antrag vollständig wäre. Ich gehe diesen Monat in Rente und stellte vorgestern meinen Antrag.

Im Traum traf ich drei indische Jungen, die an einer Bushaltestelle auf den Schulbus warteten. Es entwickelte sich ein nettes Gespräch, und zum Abschied erzählte ich einem der Jungen die Lehre vom Nicht-Selbst: „Vergiss alles, was du nicht beeinflussen kannst. Kümmere dich nur um das, was du beeinflussen kannst.“

Und wie ich aufwachte, mich an diesen Traum erinnerte, fiel mir auf, dass ich die Lehre vom Nicht-Selbst auch sehr nuanciert betrachten kann:

„Was kann ich tun?“ und: „Was kann ich nicht tun?“

Im Selbst ist die Einflusssphäre der Persönlichkeit nicht klar definierbar, da es zum Selbst kein „echtes“ Gegenüber gibt, nur ein relatives Gegenüber.

Persönlichkeit und Welt sind nicht wirklich getrennt. Diese relative Interaktion ist somit „höhere Macht“, etwas, was alle Instanzen umfasst.

Und es erscheint mir naheliegend anzunehmen, dass darin die bewusste Persönlichkeit eine Rolle hat, die über ein: „Ich kann nichts tun“ hinausgeht.

Aber worin liegt sie und wie groß ist sie?

Sozial überschätzen wir sie heute meist (Stichwort: Freier Wille). Spirituell unterschätzen wir sie heute meist (Stichwort: Du kannst nichts tun.)

Beides trifft in meinen Augen nicht, denn beide setzen eine Trennung voraus und damit auch eine Trennung in der Macht des Selbst.

Jedoch, die Macht des Selbst wirkt über alle Instanzen, ohne dass darin wirklich etwas „reines Opfer“ oder „reiner Täter“ wäre.

Persönlichkeit ist somit nicht nur Ausdruck sondern auch Instrument dieser „Macht“, so klein ihre relative Einflusssphäre sein mag.

Ich vergleiche sie gerne mit dem Gravitationsfeld um einen Planeten. Im „Großen“ spielt es kaum ein Rolle, im „Kleinen“ bestimmt es fast alles.

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Ich und Du. (2)

Zusammengefasst würde ich zum ersten Teil dieser (unverbindlichen) Betrachtung über „Ich und Du“ sagen:

Im ihrem Wesen erscheinen mir „Ich“ und „Du“ als dasselbe: Der leer und allumfassend erscheinende Hintergrund: „Ich“: „Wirklichkeit“.

Direkt nehme ich nur diese Psyche wahr, durch die ich als dieser leer und allumfassende Hintergrund das Ereignis wahrnehme. Die anderen Psychen nehme ich direkt nur als Körper wahr, in die ich nicht direkt blicken kann.

Bis heute wissen wir nicht, was Materie ist, so vertraut ich täglich damit umgehe. Sie ist Ausdruck der Verkörperung eines „Du“, das so rätselhaft wie das „Ich“ ist.

Rätselhaft, denn desto klarer ich mich selbst hierin in diesem Ereignis wahrnehme, desto mehr tritt diese Körperlichkeit „Ich und Du“ in der Selbstwahrnehmung in den Hintergrund und der an sich leer erscheinende Hintergrund in den Vordergrund der Selbstwahrnehmung. In ihm lösen sich diese Konturen empfunden auf, und „Ich“ nehme mich als „Leere“ wahr: Die seiende Wirklichkeit hinter dem Ereignis selbst.

Und sie erscheint unveränderlich, vom Ereignis im Wesen unberührbar und als substanzielle „Ursache“. Warum?

Die eigentlich Substanz meiner selbst, die das Ereignis trägt und substanziell ist, erscheint immateriell allumfassend, völlig unabhängig davon, was im Ereignis geschieht.

Dieses Selbst bin ich zwar, aber hierin ohne jede Unterscheidung in „Ich und Du“ und erscheine präsent körperlos. Erst mit dem Körper, sprich: Persönlichkeit, erscheint in diesem Hintergrund eine Welt.

Die Wahrnehmung der Welt erscheint mir so an einen Körper gebunden: Ohne Körper keine Weltwahrnehmung.

Wie ich die Welt als das Selbst wahrnehme ist an diesen Körper gebunden. Das Selbst blickt durch diese Perspektive auf sich selbst.

Ich kenne nur diese menschliche Perspektive auf mich selbst, und damit auf das Thema Vielfalt: Ich und Du.

Was ist nun das Selbst, wer bin ich?

Ich bin zwar mitrklar meiner selbst bewusst, „ich bin“, aber erscheine mir selbst als das durch den Körper Blickende „leer“:

„Ich weiß nicht, wer ich bin.“

Und diese erscheinende Leere meiner selbst, die Heimstätte der Fülle, die die eigentlich Wirklichkeit meiner selbst ist, ist unerklärlich, aber IST.

Als das, was ich bin, habe ich keine Kontur.

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Ich und Du.

Sobald das Thema Ich die Vielfalt berührt, also das Thema Persönlichkeit, ist das Thema Ich auch immer das Thema Du.

Jedes Objekt der Sinneswahrnehmung ist dieses Du, ob Atom, Photon, nervende Stubenfliegen, Vögel, Mitmenschen.

In der Philosophie des Advaita wird hier vom „Nicht-zwei“ gesprochen. Und betrachte ich mir dieses „nicht-zwei“ des Ich selbst, habe ich einerseits den leeren allumfassenden Hintergrund des Ich (Gegenwart) und andererseits in ihm die persönliche Artikulation dieses Ich als Persönlichkeit (Vielfalt).

Das Ich ist so in seiner Natur weder nur „eins“ noch nur „zwei“. In jedem Augenblick der Wahrnehmung ist es sowohl der allumfassende Hintergrund zum Ereignis Leben (untrennbare Einheit) wie auch die wahrnehmende Persönlichkeit im Ereignis. Und im Ereignis ein Körper, der von anderen Körpern als klar getrennt (klare Trennung) erscheint.

Manchmal muss ich einen Vogel „retten“, flog er gegen ein Fenster. Gerne stirbt er nicht, weil er verletzt wäre, sondern am Schock, den er erlitt. Wenn ich ihn dann in die Hand nehme, ihm wilde Geschichten erzähle, um ihn abzulenken, versuche ich in ihn zu spüren.

In bin in so etwas nicht gut, denn ich spüre, will ich den Vogel als Psyche spüren, nur seinen Körper und den allumfassenden Hintergrund des Ich.

Alles weitere, was der Vogel als Psyche wäre, ist meine persönliche Interpretation und damit Projektion: „Ich versetze mich in den Vogel hinein“.

Aber das ist nicht der Vogel als psychisches Ereignis (seine Persönlichkeit), das ich hier „sehe“, sondern die Interpretation der menschlichen Persönlichkeit, die ich bin – und die von sich selbst ableitet, wie der Vogel als Psyche aussehen könnte.

Die Psyche des Vogels selbst ist eine absolute Blackbox. Ein echtes Du.

Wie auch die Persönlichkeiten des Selbst auf der materiellen Ebene interagieren mögen, als Psychen des Selbst sind sie klar getrennt und keine kann direkt in eine andere blicken. Es ist die an den Körper gebundene Perspektive des Selbst, die nur der betreffende Körper direkt wahrnimmt.

Weder kann ich direkt in das Ich schauen (mich selbst als die Ewigkeit), noch kann ich direkt in das Du schauen (das Selbst als eine andere Persönlichkeit).

Was nehme ich dann als Vielfalt wahr, ist es weder Ich noch Du im strengen Sinne?

Die Konturen der Interaktion der zwei Instanzen „Ich“ und „Du“, die ich in dieses Interaktion hinein interpretiere.

Was Ich ist, weiß ich nicht. Nur, dass es seiner Natur nach weder wirklich eins noch wirklich viele ist. Der Begriff „nicht-zwei“ trifft hier ganz gut, meine ich.

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Advaita „on the rocks“.

Am früĥen Morgen meditierte ich 2 Stunden. Ich meditiere seit über 2 Jahren am liebsten im Schmetterlingssitz .

Danach eine kurze Schlafeinlage, bevor ich ein Minigewächshaus aus Altmaterial baute.

Am Vormittag radelte ich nach Fayl, eine Runde von 30 km, am Teich mit den Schwänen vorbei, die dieses Jahr 5 Junge haben. Die Frösche quakten lautstark, die Karpfen leichten, der Kuckuck rief, ein angenehmer Duft lag in der Luft.

Durch den Wald, vorbei an der Höhle des Eremiten Pérégrin nach Fayl. Auf dem Rückweg eine andere Strecke, denn ich besuchte meine Mutter.

Ich finde derzeit alles, lese ich die Nachrichten, so gruselig, dass ich an die 4 Stunden Meditation und 30 km auf dem Fahrrad durch die Natur brauche, um das Hirn wieder frei zu kriegen.

Ich weiß nicht, was in große Teile der Menschheit gefahren ist, nur, dass es sich für mich nicht gut anfühlt. Ich nenne das für mich „die Neue Rücksichtslosigkeit“ und möchte mit diesen „Propheten“ möglichst wenig zu tun haben.

Mein Garten ist wieder zu einem Urwald gewachsen, die Vögel lieben es.

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Am Morgen besuchte mich der Kuckuck.

Im Leben kann ich nichts festhalten, nicht einmal das Leben selbst.

Und so wie ich auf der einen Seite dieses unerklärliche Ereignis in nichts festhalten kann, so fiel es mit meiner Geburt über mich her und bannte mich in sich als ein sogenannter Mensch.

Jedoch, von welchem ich spreche ich hier, fiel die Persönlichkeit Mensch in ihrer vollen Gänze über mich her. Und ich hatte weder eine Wahl, als was, wie noch um ein warum? Die Heimsuchung geschah ohne Erklärung.

Jedoch, von welchem Ich spreche Ich hier, ist die Persönlichkeit vergleichbar einer persönlichen Heimsuchung dieses Ich?

So wie ich dieses Ereignis nicht wirklich wählen oder an- und ausschalten kann, so wenig kann ich dieses Ich an- oder ausschalten.

Im Leben kann alles an- und ausgeschaltet werden, ja, selbst das Leben selbst: „Nun bist du tot.“, aber dieses Ich, dieses „Hintergrundlicht“ zu der wilden Schalterei: Das lässt sich nicht ausschalten. Ein Licht ohne Schalter.

„Der Letzte macht das Licht aus“ funktioniert zwar im Leben ganz brauchbar, aber darüber hinaus ist der Letzte das „Licht“ selbst. Es ist dem Wesen nach „Licht“.

„Dem Wesen nach“ meine ich hier: als seine eigene wahre Natur. Das, was es wirklich ist. Und das lässt sich nicht an- oder ausschalten, denn das ist das, was es ist.

„Es gibt kein Entkommen“ für das, was ich wirklich bin. Im Leben mag ich Putin oder Trump, dem Zweigestirn moderner Heiligkeit, entkommen können, doch dem Leben selbst kann ich nicht wirklich entkommen.

Dieses „Licht“ ist voller Heimtücke, denn selbst bin ich tot, erweckt es mich wieder, denn als das Licht habe ich weder An- noch Ausschalter. Ich bin.

Und egal, was letztlich unerklärlich an- und ausgeht? Lust, Essen, Geld … Ich bin dazu die unerklärliche Heimtücke im Hintergrund und bleibe sie, egal was passiert.

Unerklärlich ist das „Licht“. Und damit ausgerechnet das, was ich selber bin.

Aber es gibt eben auch keine mögliche Scheidung von dem, was ich wirklich bin, egal von was es mich persönlich scheidet.

Ich mag im Leben ein Inhalt sein, aber im Wesen betrifft das Thema Ich die Gesamtheit der Existenz. Das ganze Universum hängt an dieser Frage und bildet als das „Licht“ seine Ursache und seinen Hintergrund.

Keine Frage geht tiefer, keine Frage ist umfassender, keine Frage ist von dieser grundsätzlichen Bedeutung, denn sie bestimmt ALLES:

Wer bin ich?

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Persönliches Erleben ist die Begegnung des Selbst mit sich selbst.

In einer zeitgemäßeren Beschreibung könnte ich auch formulieren, dass in jedem persönlichen Erleben die Wirklichkeit sich selbst begegnet. Und hierin ist kein Unterschied, ob das das persönliche Erleben als Einzeller, als Pflanze, als Insekt, als Tier oder als Mensch ist.

Die Wirklichkeit begegnet sich selbst und „verkörpert“ sich in einem scheinbaren Gegenüber zu sich selbst, nimmt als Körper eine persönliche Perspektive zu sich selbst ein.

Untersuche ich also mich selbst, Ich, substanziell, ist diese Substanz die Wirklichkeit selbst, jedoch, worin ich die Wirklichkeit nicht unterschieden bin, bin ich in unserem Verständnis-sinne nicht persönlich. Ich bin.

Wo ich die Wirklichkeit selbst bin, bin ich mich selbst ohne ein Gegenüber und erscheine daher persönlich leer. Um Inhalte zu erkennen, muss ich mir selbst gegenüber treten: eine Perspektive auf mich selbst einnehmen.

Für mich persönlich ist die Perspektive des Guru die attraktivste, also der persönlichen Perspektive, die sich substanziell als das Selbst erkennt.

Persönliche Perspektiven kommen und gehen mit den Körpern und sind an Eigenschaften und Fähigkeiten eines Körpers gebunden.

So ist zwar jeder das Selbst, aber keiner kann es persönlich für sich exklusiv beanspruchen. Die menschliche Persönlichkeit sieht sich gerne als „losgelöst“ vom Selbst: Ich beschränkt auf eine Persönlichkeit.

Und warum? Weil ich durch die Persönlichkeit nur das von mir selbst als Wirklichkeit wahrnehmen kann, was ihrer Perspektive, also ihrer Fähigkeit zur Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung (Denken) entspricht.

Der Mensch erschafft sich nicht selbst, sondern entwickelte sich in der Interaktion der Wirklichkeit mit sich selbst. Die dynamische Kraft hinter der Persönlichkeitsentwicklung ist also die Wirklichkeit selbst, das „Selbst“.

Und diese Dynamik ist mir unerklärlich, denn wie erschafft sich etwas, was eigentlich – in unserem Sinne – gar keine Persönlichkeit ist, also gar kein persönliches Bedürfnis hat, persönliches Erleben?

Es ist ja genauso sich selbst ohne jede persönliche Regung? Wozu all diesen „Ärger“ erzeugen, ist er dem Wesen nach überflüssig?

Was ist nun seine Motivation? Was für Kräfte (Eigenschaften) hat die Wirklichkeit, die zu persönlichem Erleben führen? Wie sieht also die Natur dieses Selbst aus, dass so etwas überhaupt geschehen kann?

Dazu wissen wir so gut wie nichts.

Ich bin als Persönlichkeit Ausdruck eines Prozesses in mir selbst, den ich nicht ansatzweise verstehe, selbst erkenne ich, dass ich im Wesen diese Wirklichkeit selbst bin.

Zumindest ein kleiner Schritt in der ungeklärten Frage nach der Schöpfung. Ich weiß zumindest, dass ich es selber bin.

Nicht mehr, nicht nichts, zumindest etwas, auch wenn die Frage nach mir selbst in Bezug auf die Schöpfung (Persönlichkeit) in diesem Lichte unerklärlicher als je zuvor erscheint, denn all das Wissen, das ich dazu erlernte, scheint weitgehend spekulativ und haltlos: Als schöne Geschichten; die in die Unerklärlichkeit gedichtet wurden.

Und warum ich das dann erkenne? Weil ich sie nicht mehr brauche.

Das offene Geheimnis ist attraktiver als das Korsett spiritueller oder religiöser Erklärungen, weiß ich, dass ich es selbst bin. Die Welt mag zwar als Gegenüber erscheinen, sie ist es aber über diese Perspektive hinaus nicht.

Ich bin das Selbst.

Und das Selbst ist bis heute unerklärlich, in seinem Sein wie in seinem Wesen.

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