Ich und Du. (2)

Zusammengefasst würde ich zum ersten Teil dieser (unverbindlichen) Betrachtung über „Ich und Du“ sagen:

Im ihrem Wesen erscheinen mir „Ich“ und „Du“ als dasselbe: Der leer und allumfassend erscheinende Hintergrund: „Ich“: „Wirklichkeit“.

Direkt nehme ich nur diese Psyche wahr, durch die ich als dieser leer und allumfassende Hintergrund das Ereignis wahrnehme. Die anderen Psychen nehme ich direkt nur als Körper wahr, in die ich nicht direkt blicken kann.

Bis heute wissen wir nicht, was Materie ist, so vertraut ich täglich damit umgehe. Sie ist Ausdruck der Verkörperung eines „Du“, das so rätselhaft wie das „Ich“ ist.

Rätselhaft, denn desto klarer ich mich selbst hierin in diesem Ereignis wahrnehme, desto mehr tritt diese Körperlichkeit „Ich und Du“ in der Selbstwahrnehmung in den Hintergrund und der an sich leer erscheinende Hintergrund in den Vordergrund der Selbstwahrnehmung. In ihm lösen sich diese Konturen empfunden auf, und „Ich“ nehme mich als „Leere“ wahr: Die seiende Wirklichkeit hinter dem Ereignis selbst.

Und sie erscheint unveränderlich, vom Ereignis im Wesen unberührbar und als substanzielle „Ursache“. Warum?

Die eigentlich Substanz meiner selbst, die das Ereignis trägt und substanziell ist, erscheint immateriell allumfassend, völlig unabhängig davon, was im Ereignis geschieht.

Dieses Selbst bin ich zwar, aber hierin ohne jede Unterscheidung in „Ich und Du“ und erscheine präsent körperlos. Erst mit dem Körper, sprich: Persönlichkeit, erscheint in diesem Hintergrund eine Welt.

Die Wahrnehmung der Welt erscheint mir so an einen Körper gebunden: Ohne Körper keine Weltwahrnehmung.

Wie ich die Welt als das Selbst wahrnehme ist an diesen Körper gebunden. Das Selbst blickt durch diese Perspektive auf sich selbst.

Ich kenne nur diese menschliche Perspektive auf mich selbst, und damit auf das Thema Vielfalt: Ich und Du.

Was ist nun das Selbst, wer bin ich?

Ich bin zwar mitrklar meiner selbst bewusst, „ich bin“, aber erscheine mir selbst als das durch den Körper Blickende „leer“:

„Ich weiß nicht, wer ich bin.“

Und diese erscheinende Leere meiner selbst, die Heimstätte der Fülle, die die eigentlich Wirklichkeit meiner selbst ist, ist unerklärlich, aber IST.

Als das, was ich bin, habe ich keine Kontur.

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