Was mich an facebook stört.

Unabhängig davon, was mir das Unterbewusstsein in meinen Träumen geraten hat, widert mich diese Merkantilisierung des zwischenmenschlichen Kontakts auf facebook immer mehr an. Zum einen nahm die Werbung auf facebook immer mehr zu, zum anderen stehe ich immer mehr ohnmächtig einem Weltkonzern gegenüber, der über meine Beiträge verfügen kann, daraus Persönlichkeitsprofile und weiteres generieren kann und letztlich mich selbst zu Nutzvieh degradiert, das man zum Zwecke des Konzerngewinns ausschlachtet.

Ich sehe das derzeit sehr kritisch, denn ab wann versucht man mich gezielt zu manipulieren? Und wer hat Zugriff auf all meine Daten? Und wie ist das alles mit anderen Web-Seiten vernetzt. Schaue ich mir heute ein Angebot im Netz an, begegne ich denselben Werbeanzeigen auf fast allen Seiten, die ich anwähle, egal was es war. Seit Wochen verfolgt mich so eine Gartenhaus von Obi, das ich einfach mal ansehen wollte, ohne jedes Kaufinteresse, bis hin zu meiner mailbox bei orange-punkt-fr.

Natürlich ist der Abschied für mich auch erst einmal schmerzlich, da ich auch den Freundeskreis auf facebook mit verliere und im Blog erst einmal allein dastehe. Aber das ist ja mit diese Heimtücke, liefere ich mich solch einem social-forum aus. Es hat darin noch zusätzliche Macht über mich. Das ist diese Merkantilisierung des Zwischenmenschlichen, die mich ankotzt.

Und wir erleben darin immer mehr die Amerikanisierung des Zwischenmenschlichen, das sich immer mehr dem Profitdenken eines Konzerns unterordnen soll.

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Mehrheit der Menschen zu blöd, das Selbst zu erkennen

Bullermo (een) Ist die Menschheit noch zu retten? Wie eine Umfrage von Prof. Dr. Berthold von Nichts vom „Institut für freie Studien“ an der Universität Bullermo unter 495 Teilnehmern eines Kongresses für „Bewusstseinserweiterung und bewusste Integration“ ergab, waren 489 Teilnehmer der Veranstaltung nicht fähig, das Selbst zu benennen. Wie aus der Untersuchung von Herr Prof. Dr. von Nichts hervorgeht, die der Redaktion von ewig.es vorliegt, waren die häufigsten Antworten auf die Frage nach dem Selbst: „da ist nichts“, „da ist niemand“, „da ist keiner“ und „ich weiss es nicht“.

„Wie ist das möglich?“ wollten wir von ewig.es wissen. „Ich weiss es nicht“, antwortete uns Herr von Nichts, noch sichtlich verstört, als wir ihn in seinem Institut in Bullermo besuchten. „War die Fragestellung etwa zu schwierig?“ wollten wir wissen, und er deutete schweigend auf den Fragebogen, auf dem zu lesen war: „Wer ist das Selbst?“

Dann setzte er nach: „Wenn es ein zweites Selbst geben würde, wäre die Frage womöglich schwierig zu beantworten gewesen.“

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Heute ist wunderbares Wetter,

Knabenkrautund am Morgen bin ich gleich los auf den Moret, zu Fuss, und hinter herum wieder zurück, etwas mehr als 10 km.

Habe die ganze Zeit irgendwelche Kräuter gegessen, hauptsächlich beide Sorten Klebkraut, aber auch Schlüsselblume, Spitzwegerich, Majoran, wilden Schnittlauch und Knoblauchrauke.

Zwei Bilder, auf dem ersten Knabenkraut, auf dem zweiten Bild: Oregano, wilder Schnittlauch und Knoblauchrauke.

Wildgemüse

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Im Traum erhielt ich zwei Hinweise

Als erstes erhielt ich im Traum eine Kurznachricht mit klarem Absender. Ich werde hier weder sagen, von wem sie angeblich stammt, noch etwas zu ihrem Inhalt, denn das würde die Untersuchung dieser Behauptung des Traumes erschweren: dass es möglich wäre, Kurznachrichten über den Traum zu versenden und zu erhalten, er auch wie ein biologisches Twitter funktionieren würde. 🙂 Ich lasse das einfach mal so stehen, ohne es gleich als Unfug zu verwerfen, noch zu sagen, dass das stimmt.

Als zweiter Hinweis wurde im Traum behauptet, dass Klebkraut bei „spirituellem Erwachen“, also bei der Selbsterkenntnis, helfen könnte. Das war auch unerwartet, dass nun im Traum Hinweise auftauchen, für was ein Kraut gut sein soll. Ich las zwar schon, dass Klebkraut eine angenehm schmeckende Wildnahrung ist, die angeblich beim Abnehmen helfen soll. Und wer Klebkraut kennt, weiss, dass es sich mit vielen kleinen Klebhaaren an den anderen Pflanzen hochstemmt. Und so ähnlich, wie auch immer (keine Ahnung) soll sich die Persönlichkeit „festhalten“. Wieder ein „ich lasse es einfach mal so stehen, ohne gleich „ja“ oder „nein“ zu sagen“. Und ich werde nun einmal selbst viel Klebkraut essen, um seine Wirkung zu spüren – da ich ja eh abnehmen will, hat es vielleicht dabei einen hilfreichen Einfluss.

Viele Grüsse

Tobias

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Das Geheimnis der Persönlichkeit

So ganz kann ich mich doch nicht der „spirituellen Inspiration“ erwehren, und wie ich mich gerade im Nikotinentzug im Bett wälzte, kam mir eine nette Idee, darüber, wie Persönlichkeit überhaupt möglich ist. Ich möchte das Thema im Rahmen dieses Blogs auch nur anreissen und nicht weiter vertiefen. Das soll dann einem kostenpflichtigen Buch vorbehalten sein.

An sich ist ja Gestalt (Körper) wie auch Bewusstsein unpersönlich, und die gute Frage ist ja, wie aus unpersönlichem Sein persönliches Sein wird. Die kurze Antwort ist, dass sich in jedem Körper das Ganze („ich“) als etwas beschränktes („Lebewesen“) erlebt – und so ist Persönlichkeit möglich. Das ist jetzt so einfach und wie selbstverständlich gesagt, wie ein Gemeinplatz, aber die Tiefe dieses Vorganges zu sehen und im Verständnis auszukosten ist ungemein faszinierend. Ich stosse da immer wieder auf neue Details. Aber das werde ich zukünftig alles nicht mehr verschenken. Nur was etwas kostet, ist auch etwas wert. 🙂 „Das Geheimnis der Persönlichkeit“.

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Liebe Leser,

heute ist der 1.Mai, und ich habe mich entschlossen, die nächste Zeit, wie lange ist einfach offen, erst einmal „ora et labora“ zu betreiben. 🙂

Das heisst, eine Fastenkur, verbunden mit Bewegung, Arbeit und reiner Kräuterdiät. Das Bestimmen von Kräutern macht mir derzeit viel Spass, und ich habe ja die meisten Kräuter im Überfluss im Garten: Giersch, Brennnesseln, Gundermann, weisse, gelbe und rote Taubnesseln, Löwenzahn, Wegerich, Knoblauchrauke, Oregano, Minzen, weisse Fetthenne, Klebkraut, was weiss ich alles … – und will ab heute konsequent eine deftige Kur machen, querbeet durch den Garten und auch versuchen, mit möglichst wenig Geld zu leben. Ich bekomme zwar in Kürze eine grössere Summe, aber die Zukunft ist offen, und es reizt mich nun einfach, da eh alles da ist, einmal auf diesen Schatz zurückzugreifen – und auch radikal abzuspecken. 🙂

Ich merke halt inzwischen auch das Alter und nun ist einfach Zeit, einmal konsequent „durchzuputzen“ – und dann sehe ich weiter. 🙂

Damit verbunden ein „Retreat“, einfach „in Stille sein“ – und neben den Kräutern diese Diät am reinen Bewusstsein, weniger Lektüre im Internet, auch etwas Diät von der Politik. 🙂

Ich möchte auch versuchen, in Stille tiefer die Geschmäcker und Wirkungen der einzelnen Kräuter zu spüren, in der Absenz jeglicher Stimulanzen wie Nikotin, Alkohol, Koffein, was auch immer, womit ich schon seit einiger Zeit begonnen hatte und mich in den „Geist“ der einzelnen Pflanzen hineinfühlen.

Was sind das eigentlich alles für Wesen in meinem Garten, die da ja einfach munter wachsen, ganz von selbst?

Derzeit ist in mir einfach eine Art „innere Stimme“, die mir das rät, wie auch die Aufgabe meines Blogs auf facebook durch diese „innere Stimme“ geschah (der Hinweis in den Träumen).

Daher wird sich auch der Schwerpunkt meines Blogs hier erst einmal verschieben, und es wird wohl mehr um Kräuter gehen: Bestimmung, Wirkweise, persönliche Beobachtungen.

Viele Grüsse

Tobias

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Die Ralativität der Wahrheit

Alle absoluten Aussagen zu dem, was ich in der Gestalt bin, sind der vergebliche Versuch, mich in einer Wahrheit zu fassen, die ich als Mensch nur als relative Wahrheit kennen kann.

Es gibt ein schönes Zitat von Ramana Maharshi zu diesem Thema: “There is neither creation nor destruction, neither destiny nor free will, neither path nor achievement. This is the final truth.”
(in etwa: Es gibt weder Schöpfung, noch Zerstörung; weder Schicksal, noch freien Willen; weder einen Weg, noch ein Ziel. Das ist die letztliche Wahrheit).

Ich weiss zwar, dass ich bin, das bin, was Ramana als „das Selbst“ bezeichnet, aber ich weiss nicht (Verständnis), was es letztlich ist.

Ich kann Wissen auf der relativen Ebene erwerben, aber es sagt nur etwas in diesen relativen Bezügen aus. Einstein sieht das ähnlich, in der Realtivitätstheorie, auch wenn er in ihr eine absolute Grösse formuliert: die Lichtgeschwindigkeit. Alles andere ist relative Wahrheit, was heisst, abhängig vom Beobachter und dem beobachteten Objekt. Nur über diese Beziehung kann ich eine Wahrheit formulieren, die aber keine absolute Wahrheit darstellt, also absolut ohne Verbindlichkeit ist.

Ich befinde mich als Mensch im Reich der Relativität, in der Wahrheit immer eine Beziehung von Subjekt und Objekt darstellt. Der Bildschirm ist z.B., relativ gesehen, einen Meter von meinen Augen entfernt. Aber diese Wahrheit (um ein einfaches Beispiel für Relativität zu geben) gilt eben nur für den Abstand meiner Augen zum Bildschirm (Beobachter <-> Objekt der Beobachtung). Für die Wand hinter mir gilt eine andere Wahrheit. Sie ist 4,5 Meter vom Bildschirm entfernt.

Es gibt also Wahrheit, aber ich kann keine verabsolutieren. Sie ist eine Momentaufnahme in der Raumzeit und nur in diesem Modell wahr.

So gibt es Schöpfung und Zerstörung, Schicksal und freien Willen, Wege und Ziele, aber nur als relative Wahrheiten, als Begegnung von Subjekt und Objekt (Welt).

Zu erkennen, dass ich nur relative Wahrheit kennen kann, ist Weite der Wahrheit, ist alle Wahrheit als das zu erkennen, was sie ist: Relativität.

Es gibt also Wahrheit sehr wohl, als relative Wahrheit, aber wo ich daraus absolute Wahrheit über mich und die Welt konstruiere, befinde ich mich auf dem Holzweg.

Auf dem Holzweg im Opfer-sein, im Täter-Sein, im Dies-sein, im Jenes-Sein, im Dies-nicht-Sein, im Jenes-nicht-Sein, im So-Sein, im So-nicht-Sein.

Alles ist relative Wahrheit in einer Weite, über die ich absolut nichts weiter aussagen kann, als dass sie ist: ES IST.

Wo ich mich selbst in einer relativen Wahrheit über mich selbst zu absolutieren versuche, die also sehr wohl als relative Wahrheit des Augenblicks existiert und beschreibbar ist, schränke ich mich völlig überflüssig ein.

Und dazu gibt Ramana einen weiteren Hinweis: „alles, was kommt und geht, ist nicht wirklich“: ist relative Wahrheit über mich selbst: sagt nichts über die absolute Wahrheit des Selbst aus, die wir als Wesen der Raumzeit nur als diese relative Wahrheit kennen.

Und das erscheint mir zum Verständnis von Wahrheit sehr wichtig. Es heisst nicht, dass es keine gibt, sie ist einfach immer nur eine Momentaufnahme der Beziehung von Subjekt und Objekt.

Und wo ich eine absolute Wahrheit über mich selbst formuliere, die ich nur als Wahrheit der Beziehung zu mir selbst (Subjekt zu Objekt) kenne, verkenne ich menschliche Wahrheit: Wahrheit gibt es für den Menschen nur als relative Wahrheit.

Die einzige absolute Wahrheit über mich selbst ist „ich bin“: „ICH BIN, DAS ICH BIN“ (absolute Wahrheit).

Und die gekannte Wahrheit ist: „ES IST, WIE ES (gerade) IST“ (relative Wahrheit).

Darüber hinaus ist, menschlich gesehen, Weite, Weite, Weite: IST.

Wer relative Wahrheit als absolute Wahrheit verkauft, verkauft einen eisernen oder goldenen Käfig, aber immer auch eine Illusion über mich selbst: DAS SELBST.

(shri.tobi)

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Für den Denker

ist die Erkenntnis, Gewahrsein zu sein, sehr entspannend, denn er kann sich nun völlig zentrieren, das HIER sein, und sein Geist und DER Geist sind darin einfach „ein Geist“. Er ist so still und bewegt zugleich, völlig still in sich ruhend, aber im Denken rege bewegt.

Und wie der Geist im Geiste ruht, geschieht das Denken von selbst. Es ist gar nicht anstrengend. Es geschieht ja einfach.

Bestand der Denker vorher nur aus Gedanken, ist er nun der stille Geist, in dem sich Gedanken bewegen. Und je weniger der Denker sich selbst im Wege steht, desto anstrengungsloser alles Denken.

Den Denker gibt es nämlich gar nicht als eine getrennte Instanz. Man könnte auch sagen, es gibt gar keinen Denker, nur Gedanken. Ich sage trotzdem Denker, denn einen „Denker“ gibt es, wenn man so will: das Selbst.

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Der Denker und sein Denken – die Selbsterkenntnis des Denkers (letzter Teil)

„Erwachen“ ist im Kontext dieser Betrachtung einfach die Selbsterkenntnis des Denkers: „ich bin Gewahrsein. Punkt.“

Wenn ich als Denker sage, „ich bin Gewahrsein“, dann sage ich, ich bin immer hier. Es ist doch lächerlich, mich vom Gewahrsein als etwas getrenntes zu interpretieren. Ich bin im Wesen das, was ist: Gewahrsein.

Es gibt keine Gedanken, die nicht Gewahrsein wären, kein Stein, kein Krümel Erde, und ich nenne ihn dann den „erwachten Denker“.

Macht sich der nicht erwachte Denker an seinen Gedanken fest, erkennt der „erwachte Denker“ das, was er ist: die Substanz seiner Erscheinung.

Der nicht zu sich selbst erwachte Denker glaubt die Erscheinung zu sein, der erwachte Denker glaubt nicht, die Erscheinung zu sein, schon auch, als eigene Sichtbarkeit, aber im Wesen ist er eben Gewahrsein und damit von absolut nichts zu trennen, was ist.

Der nicht erwachte Denker beschränkt sich auf Gestalt, also Gedanken; der erwachte Denker tut das nicht.

Und da er das nicht tut, erkennt er sich als die Weltseele selbst, das Selbst.

Den Denker gibt es als getrennte für-sich-Instanz nicht. Das ist nur Horizont der Sichtbarkeit und Interpretation von Weltseele: Interpretation von Gewahrsein.

Er hat keine wahre Grösse oder Grenze, er ist im Wesen das blanke HIER: reines Gewahrsein. Die Weltseele, die sich selbst begegnet.

 

 

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