Teil 1: Das Zentrum der Macht
Blicke ich mit den Körpersinnen in den Raum, blicke ich physikalisch immer in die Vergangenheit, denn Raum und Zeit sind eine Einheit: die sogenannte Raumzeit.
Im Weltraum lässt sich das sinnlich noch einfach verstehen. Was ein Lichtjahr weit weg ist, nehme ich in seinem Zustand von vor einem Jahre wahr.
Im direkten Lebensumfeld ist dieser zeitliche Abstand schwieriger zu greifen, da die Zeitverschiebungen in der Wahrnehmung der Dinge winzig klein sind.
Selbst die Gedanken nehme ich in einem zeitlichen Abstand wahr, die Gefühle, die Ereignisse im Körper… ja, alles was ich körpersinnlich wahrnehme ist schon geschehen, auch wenn es mir persönlich-sinnlich als Gleichzeitigkeit erscheinen mag.
Logisch ist: Was bereits geschehen ist, kann ich nicht mehr beeinflussen. Und: Aber alles, was ich körpersinnlich wahrnehme, ist bereits geschehen.
Und: Die empfundene Gegenwart meiner selbst, in der mir das Ereignis Universum als Gleichzeitigkeit erscheint, ist physikalisch real leer: Kein Objekt der Wahrnehmung ist real-physikalisch Gegenwart.
Und es erscheint hier logisch, dass ich, will ich das Ereignis beeinflussen, Stichwort „Magie“, dies (falls überhaupt) nur aus der realen Gegenwart heraus kann.
Und es erscheint weiterhin logisch, dass das „Zentrum der Macht“ identisch mit meiner eigenen Gegenwart ist.
Wollte ich ein Buch über „spirituelle Magie“ schreiben, müsste der „Adept“ erst einmal dieses „Labor der Alchemie“ identifizieren lernen:
Die Erkenntnis der absoluten und leeren Präsenz seiner selbst: physikalische Gegenwart.
Hier sehe ich nichts (nehme keine Objekte wahr): Hier will ich nichts, hier bin ich nicht mehr als das reine gestaltlose Selbst, das in seiner Leere alles umgreift. Und doch: Empfunden vollständig ich selbst.
Ist das nicht ein Widerspruch, schon am Anfang der Betrachtung zur „spirituellen Magie“, zu allem Wollen, zu allem Bestreben, das Ereignis zu beeinflussen?
Eine berechtigte Frage, die ich hier erst einmal ohne Antwort stehen lasse:
Der „spirituelle Magier“ ist persönlich unsichtbar.
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