Hingabe heißt nicht,

dass ich dazu einem Guru oder einer Aussage über das Selbst den Arsch küssen müsste. Hingabe beruft sich auf nichts, ist kein Glaube, sondern Erkenntnis.

Und sie hat keine wahre Form. Wer denkt, Hingabe hätte eine wahre Form, so und so muss ich mich verhalten, um hingegeben zu sein, befindet sich schon auf dem Weg für Trottel und Aussagen-Gläubige.

Ich habe daher auch keine Lust, den Herzchen-Heiligen zu spielen, auch nicht die Rolle eines bedächtigen Intellektuellen, was ich alles nicht bin. Hier gibt es eben nur meine persönliche Hingabe zu sehen.

Und die ist nicht dazu auserkoren, jedem zu schmecken.

Hingabe ist die Erkenntnis, in den Händen „höherer Macht“ zu sein, nicht der Glaube daran.

Und dazu muss ich keinen Deut wissen, was diese höhere Macht ist… ich bin einfach nicht getrennt zu ihr und fühle mich nicht getrennt von ihr. Und diese Ausrodung des „Trennungsgedankens“, was im Wesen das Gefühl ist, getrennt zu sein, ist die Frucht der Selbst-Erkenntnis, die sich vertieft.

Und in dieser Vertiefung der Erkenntnis wird das persönlich-emotionale Trennungsgefühl erodiert. Dieses Trennungsgefühl ist irrational und sitzt sehr tief. Und es gibt keine Heilung im Glauben, nur in der Erkenntnis.

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