„Ich bin“

wird gerne als Same bezeichnet, da im „ich bin“, gleich einem Samen, die ganze Pflanze (Welt) irgendwie vorhanden ist, ohne sich manifestiert haben zu müssen.

Ich umgreife mich in meiner Leere vollständig, in der es nicht einmal einen wirklichen Anfang oder ein wirkliches Ende gibt, und was ihn trägt, spürbar macht, seiend macht, ist diese energetische Potenz des Same, seine „Energie“, die „die Pflanze“ (also „die Welt“) trägt, ohne dass sie mehr als eine nicht wahrnehmbare und unerklärliche „Idee meiner selbst“ sein müsste.

Denn letztlich ist alles, was ich bin, die mysteriöse Ewigkeit, die die Mystik thematisiert – und egal wie groß die manifestierte Welt wird, wie alt und undurchschaubar, an der Basis werde ich nie mehr als ihr Same sein.

Die Welt steckt also in diesem Samen, den ich im „ich bin“ in seiner erscheinenden Leere (als Ewigkeit) bin. Und darin gibt es auch kein „von Ewigkeit zu Ewigkeit“. Ewigkeit hat keine Größe in der Raumzeit, wie der Same keine Größe als Pflanze hat.

Bewusstsein bildet so vergleichbar die energetische Hülle eines Samen, der in sich selbst blickt und hat keinerlei reale Distanz zu einem Objekt der Wahrnehmung. Diese Distanzen sind alle bereits „Pflanze“, Potenz von Manifestation. Und die Ewigkeit kann sich selbst nicht in ein wirkliches „Außen“ manifestieren. Es bleibt dieselbe Fiktion wie ein absolut wirkliches „Innen“ zu diesem Samen.

Der Same der Ewigkeit hat keinerlei Größe und trägt trotzdem ein schier unendlich großes Universum in sich. Und das ist das Faszinosum am „Ich bin“: in gleicher Weise alles wie nichts zu sein.

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