So wie das Licht von außen (im Vergleich) betrachtet das schnellste ist, was es gibt, so ist es von innen (für sich alleine) betrachtet das langsamste, was es gibt. Es steht auf ewig still.
Analog mit dem Bewusstsein, dem „Licht der Persönlichkeit“. Vergleiche ich mich, bewege ich mich. Vergleiche ich mich nicht, scheine ich völlig stillzustehen. Und das vom Anfang bis zum Ende jedes Universums: Ich.
Und suche ich den Zustand vor meiner Geburt, vor meiner persönlichen Erinnerung, mündet er unmittelbar, besser gesagt: Ist, dieser „todlose und leere (ungeborene)“ Zustand des Bewusstseins. Und aus der Persönlichkeit blicke ich immer in dieses Nichts, das den Hintergrund der Ereignisse bildet.
Ohne Vergleich bin ich Nichts und blicke in Nichts. Und wie dieses Nichts aus diesem Zustand, indem es sich mit Nichts vergleicht, zum Vergleich findet, ich weiß es nicht.
Relatives Subjekt und Objekt zeigen sich hier als substanziell dasselbe, wie sie sich als Paradox manifestieren, in dem das eine das andere auszuschließen scheint.
Es ist, als würde sich die Wirklichkeit im Paradox unversöhnlich selbst widersprechen und den Beobachter, der sich einen Reim darauf zu machen versucht, verwirrt zurücklassen.
Die einen meinen dann, das Paradox läge darin begründet, dass es letztlich gar keine Wirklichkeit gibt. Wenn es ursprünglich keine gibt, wären beide Varianten möglich. Ja, selbst die Wirklichkeit selbst wäre möglich wie auch unmöglich, wodurch es sie – aus dem Paradox betrachtet, nur „zur Hälfte“ gibt. Irgendwie gibt es sie und irgendwie gibt es sie nicht.
Ich weiß es nicht.
Gerade der „Meisterkurs“ im Thema Spiritualität ist eine Begegnung der Paradoxe. Vielfalt kann sich nur unter extremen Polen manifestieren.
Vielleicht verstehe ich einfach nur das ganze Thema „Wirklichkeit“ falsch. Dass sie so und so wäre, irgendwie fest?
Aber vielleicht ist sie etwas, was im Licht des Widerspruchs der Wahrheit in sich gedeiht und sie sich in Größen ausdehnen lässt. Was treibt es stärker auseinander, als sie völlig widersprechende Eigenschaften, Wahrheiten?
Das leere Nichts des einen Augenblicks ist so groß, wie das ganze (uns noch weitgehend unbekannte) Universum.
Was ist nun wahr? Gerade dann, erscheinen beide gleich wahr, aber widersprechen sich in ihrer Wahrheit? Zwei Lügner?
Das Thema „Wahrheit“ erscheint im Minenfeld sich gegenseitig widersprechender Wahrheiten keine einfache Lösung zu zeigen.
Der Grund für die Schöpfung scheint darin zu liegen, dass sich im Thema Wahrheit des Selbst letztlich das Selbst selbst widerspricht.
Und das tut es schamlos und ohne jedes schlechte Gewissen.
„Ich bin und ich bin nicht.“ „Ich bin dieser Mensch, und ich bin ihn nicht.“
„Ich bin der letzte Depp, und ich bin letztlich das Allwissende.“
Und das Thema Wahrheit scheint mehr ein Thema zu sein, was an Wahrheit möglich ist.
Wir gehen gerne davon aus, dass „Wahrheit“ etwas „festes“ wäre, von „Anfang an“ festgelegt.
Aber, was wäre, wenn? Die Wahrheit selbst der Mutant in der Schöpfung ist, sich „Wahrheit“ erst manifestiert.“Wahrheit“ als etwas, was sich selbst erst erforscht. Und vor diesem Hintergrund der Widersprüche, was Wahrheit sein könnte, unendlich wuchert.
Wie eine Pflanze, die sich den Raum für ihr Wachstum einfach selbst erschafft. Und da hinten baue ich noch ein Universum an, was ganz anderes, mit anderen Naturgesetzen, denn was Nichts ist, nimmt keinen Platz weg, keinen wirklichen Platz. So wirkt das Paradox wie eine unendlich gültige Baugenehmigung im Thema Wahrheit. Schon weil es keine Behörde gibt.
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