Es geht wieder mit dem Radfahren.

Und meine Verfrorenheit ist auch wieder weg. Vermutlich hängt es mit dem Blutdruck zusammen.

Früher versuchte ich immer, den Blutdruck willentlich zu senken, mich zu entspannen. Und heute blicke ich „aus dem Tempel Salomons“, mische mich nicht mehr ein.

Nach den Freimaurern ist ja Luzifer „der Lichtbringer“. Der, dem Gott ins Gesicht blickt, schaut er aus seinem dunklen Tempel, denn Gott liebt die persönliche Dunkelheit (ist immer praktisch, da völlig unverbindlich 🙂 ).

So ist Luzifer auch immer ein Symbol für die Persönlichkeit selbst, durch die sich Gott betrachtet.

„Der gefallene Engel“ ist das „Alter Ego“ Gottes in der Welt. Ich darf das natürlich so interpretieren, als wäre Luzifer von Gott abgefallen, hätte sich abgetrennt. Aber das ist nur scheinbar so.

Im Grunde symbolisiert er das Gegenüber, das sich Gott erschafft, um sich selbst zu betrachten. So schaut Gott aus dem Tempel in die Welt. Und der Tempel ist der Mensch (oder das Lebewesen an sich), „aus dem Dunkel“.

Und die Persönlichkeit blickt in den Tempel ins Nichts, in die Dunkelheit, in die sich Gott gerne hüllt.

Und das ist interessant, denn der Blick in die Welt, ist der Blick „Gottes“. Und der Blick des Menschen zurück, ist der Blick, in dem sich „Gott“ selbst wahrnimmt.

Nicht der Mensch schaut in die Welt, sondern Gott. Und nicht Gott schaut sich selbst, sondern der Mensch schaut Gott.

So erschuf sich Gott Luzifer, um sich selbst zu sehen. Aber wer ist nun der eine und wer der andere, sind „beide“ Gott selbst?

Im Grunde ist die Sache noch einfacher: Erklärungen gibt es viele, und viele klingen gut, aber wissen? Tja, zumindest ist es eine nette Interpretation eines rätselhaften Ereignisses.

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