Ich verstehe sehr wenig von „integrativer Psychologie“.

Und schaue ich Ken Wilber an, dann wird mir schnell langweilig. Und es erscheint mir alles zu kompliziert.

Was aus dem Zoo, den die Persönlichkeit nicht nur materiell (Zellen), sondern auch psychisch ist, den Eindruck einer geschlossenen (als ein Wesen) Persönlichkeit vermittelt, ist Ich.

Es besteht zwar gerne der Eindruck, dass das Ich der Spalter wäre, aber Ich ist vielmehr ein Kondensationskeim des Nichts, um den sich eine komplexe Persönlichkeit entwickeln kann, vereinfacht gesagt: Wie beim Auto. Aus vielen Einzelteilen wird etwas, was die Summe der Einzelteile übersteigt.

Nun zu behaupten, das Auto wäre ein Reifen, ist nicht unbedingt falsch. Aber ein Reifen ist nur ein Teil des Autos.

Würde ich gefragt, was nach meinem Verständnis „integrative Psychologie“ ist, so würde ich behaupten, es ist die Psychologie über das Ich.

Und darin gerade seine Eigenschaft, als Kondensationskeim der Persönlichkeit zu fungieren. Es ist die Fähigkeit des Bewusstseins, sich als einen Körper (materiell) und seine Psyche zu ordnen.

Dazu schafft es nichts neues auf der Ebene der Grundlage (alle Autoteile bestehen aus Materie), aber in der Anordnung der Materie. Es ordnet sie zu einem Auto. Und das kann dann mehr als all die Einzelteile, nämlich durch die Gegend sausen.

Und das ist das unauslotbare und gigantisch große Potenzial von Persönlichkeit. Sie kann all die einzelnen Eindrücke ordnen.

Es ist aber überflüssig, und hier widerspreche ich Wilber, eine hierarchische Ordnung aufzuzeichnen, denn das beinhaltet politisch wieder die Gefahr des Faschismus. Das liegt ganz einfach daran, dass keine Persönlichkeit über sich selbst hinausschauen kann.

Das relative Level, auf dem sie sich (statistisch aus dem Sozialen gesehen) befindet, ist für sie selbst immer das höchste Level.

Und in diesem Sinne wird sie auch immer solche Hierarchien der Integration für sich selbst begreifen.

Es reicht auch, meine ich, einfach zu sagen: „Ich“ ist die treibende Kraft hinter der Integration.“

Und wie das funktioniert, was das soll, wohin es will?

All diese Fragen stoßen auf Nichtwissen, den „Raum“, in den dieser evolutionäre „Kondensationsprozess“ erst vorstößt.

Und wie dieser Raum aussieht? Aus ein paar kg Materie konnte er so etwas wie den Menschen „basteln“. Eine „Integration“, die so kompliziert ist, dass wir sie bis heute nicht verstehen.

Wir scheitern im Thema schon an der Potenz eines Sacks voller Erde. Was ließe sich aus dem alles basteln? Wozu lässt sich der alles organisieren? Kaktus, Auto, Computer, Huhn, Kuh, Mensch. Oder einfach nur ein Stein?

Das ist die Potenz des Ich, des Bewusstseins, das eigentlich gar nichts (von Gestalt) ist.

Schon die Unterteilung in niederes und höheres Leben ist hier nicht zielführend, weil es wieder eine größere Einheit (Integration) bildet. Ohne das „niedere Leben“ gäbe es das „höhere Leben“ nicht.

Was ist an einem Auto das wichtigste Teil, das „höchste“ Teil?

Schon ohne Zündschlüssel springt es nicht an.

Eine integrative Psychologie wäre in meinen Augen eine Psychologie, die dann aufzeigt, warum die unterste Ebene für die höchste Ebene notwendig ist.

Es gibt keinen Weisen, der nicht auch ein Depp ist. Die große Kunst ist nun, wo ordne ich den Deppen in mir an, damit er möglichst „produktiv“ im Prozess ist.

Und dazu hat dann jeder eine eigene Meinung. 🙂

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