Und ich sitze in schwüler Hitze in meinem Reich und wundere mich.
Mein Huhn hat seinen Schlafplatz auf einer Kiste am Fenster, wo es sich gerade seit über einer Stunde putzt. Ein horniger Klang strömt aus gezupften hohlen Federkielen in die Stille der Nacht.
Dunkel wie das Selbst. Ist alles Licht gebündelt, fühle ich mich ganz eins mit dem Licht des Bewusstseins. Und in völliger Dunkelheit. Es erhellt nichts.
Lasse ich mich durch den Tag treiben, was anderes will ich gar nicht mehr, zugegeben ein Luxus, bin ich immer wieder erstaunt, was es erhellt, wie wenig ich weiß, und was es mich dann wissen lässt.
Ich komme mit meiner Geschichte nicht weiter, da das Leben der bessere Erzähler ist. Was will ich Stümper da noch ausrichten, also schreiben?
Es scheint fast, als wäre der beste Schriftsteller der, der nie etwas geschrieben hat. Als könnte der Mensch die Erzählung nur versauen.
Im Wald sauge ich die Bilder und Gerüche auf, modrig, pilzig, feucht, dazu gluckst munter ein Bächlein, erzählt eine Geschichte des Wassers. Schönheit, die nicht verstanden werden muss.
Wer will sich so etwas ausdenken? Wer will diesen Farbenreichtum an Sinneseindrücken erfinden? Und selbst legt sich kalte Feuchte um mich, das Wasser steht in den Schuhen, der Dreck spritzt mir um die Ohren, unbehaglich, behaglich – kein Zustand ist für sich alleine zu ertragen. Es ist der permanente Fluss, der permanente Wechsel der Zustände, die Leben erträglich zu machen scheinen.
Die höchste Euphorie wird schal und unerträglich, bekommt sie nicht wieder einen Stoß.
So sitze ich an meiner Geschichte und bin nicht ein Wort weiter, weiß nicht einmal, wie sie beginnt.
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