Die Nacht

trieb mich durch eine Serie von Träumen, die immer alptraumhafter wurden.

In einem reiste ich nach Indien, aber das Land war unerträglich geworden. Schon bei der Einreise hatte ich nicht genug Geld für die Einreisegebühr, suchte in meinen Taschen, erst fand ich noch Goldmünzen, uralt: falsche Währung.

Sodann nur noch Kleingeld, das im Nennwert immer kleiner wurde. Es reichte nicht, um auf den vollen Betrag für die Einreisegebühr zu kommen.

Mein Gepäck wurde kontrolliert, man fand ein geknicktes Florett, ungenehmigte Einfuhr von Waffen. Doch es war nur aus Plastik, ein Spielzeug. Und der Rest meines Gepäcks bestand aus verdreckten Corona-Masken, die als Sondermüll nicht eingeführt werden durften. Und so ging es immer weiter.

Alles lief Scheiße, was ich auch versuchte. Und das vor der Kulisse eines Landes, das ich gar nicht bereisen wollte, das selbst unerträglich war. Was wollte ich dort überhaupt?

So reihte sich ein Alptraum an den nächsten.

Im letzten Traum wurde ich noch zum Mörder. Die Umstände spare ich aus, es war eine Falle. Und da ich im Morden die völlige Niete bin, verwandelte ich die Szene in ein unappetitliches Blutbad.

Die Leute liefen zusammen, und eine Wolke verräterischen Pulverdampfs wies auf mich. Ich dachte: Das war es. Wie willst du da je wieder rauskommen? Die Geschichte wird mir niemand glauben, und alle Spuren zeigten schreiend auf mich: Da ist der Täter.

Dann geschah etwas Seltsames: Jemand, von dem ich nicht weiß, wer es war, beschriftete den Laden anders, in dem dieses Blutbad seinen Anfang nahm. Und niemand kam mehr auf die Idee, dass dieser Laden mit diesem Blutbad in Verbindung stehen könnte, voll mit Beweisen dieser schrecklichen Tat und dem Täter.

Ich glaubte erst nicht, dass diese Finte überhaupt funktioniert, aber alle liefen auf der Suche nach dem Täter einfach vorbei, denn sie hätten… und das verrate ich mal nicht. 🙂

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