Persönlichkeit

Wie im letzten Beitrag thematisiert – und ich komme zur höchsten paranormalen (aus unserer Sicht 🙂 ) Fähigkeit des Bewusstseins: sich eine Persönlichkeit verleihen zu können.

Fatalerweise bin ich als der Depp, der ich als Mensch bin, in meinem Menschsein mit der höchsten paranormalen Fähigkeit des Selbst konfrontiert: sich einen Deppenzoo zuzulegen. 🙂

„Welcher Depp willst du heute sein?“

Und dabei scheint es im Hintergrund spitzbübisch zu lachen, wie ein Kind, das sich über alles belustigt. Und bekommt es eine Ohrfeige, schreit es laut, aber gleich lacht es wieder, das es sich mit der Ohrfeige gar nicht identifiziert. Sie bleibt nicht kleben. 🙂

Die Tragödie Persönlichkeit.

Ich sah darin früher, besonders vor meinem Erwachen, auch eine fürchterliche Tragödie. Aber im Laufe der Jahre tritt hier eine erstaunliche Entspannung ein.

Menschliche Persönlichkeit funktioniert, wie beim Huhn, völlig von selbst. Natürlich funktioniert auch die Tragödie um das Thema von selbst.

Ich nehme mich zwar ernst („für voll“), aber da ist auch immer mehr dieses unbeschwerte Kind, das Bewusstsein ist, in dem es sich mit gar nichts identifiziert. Es bleibt an nichts kleben. Es ist sich selbst, ohne darin eine greifbare Gestalt haben zu müssen, nicht einmal einen Hauch von Wissen, was „ich selbst Sein“ ist.

Ich muss weder auf mich aufpassen, noch mich ständig akribisch korrigieren – an was für Maßstäben überhaupt? – Persönlichkeit funktioniert von selbst. Und funktioniert auch, ist sie die Einbildung los, ihr eigener Aufpasser sein zu müssen, damit sie funktioniert. 🙂

Das ist eine verständliche, aber eigentlich überflüssige Verkrampfung, die der Entfaltung der Persönlichkeit eher im Wege steht, als dass sie sich selbst darin fördert. Sie tritt sich dadurch eher immer wieder auf den eigenen Fuß.

Und der ganze Taoismus, auch das Mahamudra, das ganze „Yoga des Nicht-Tun“, das „Loslassen“, kreist im Wesen darum, sich nicht ständig auf die eigenen Füße zu treten.

„Ich bemühe mich ja.“, sagt der Schüler zum Lehrer. Und der meint: „Das ist eine Komplikation… lass die Bemühung geschehen. Dann ist sie viel effektiver. Und du musst nichts tun.“

Und dieses „Nicht-Tun“ ist kein Hinweis an die Persönlichkeit, sondern an das Bewusstsein, das hinter der Persönlichkeit ist.

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