Was mir an J. Krisnamurti gefällt,

ist sein Hinterfragen. „Was ist?“, hinter all diesen sozialen Vermutungen, denn wirklich hier.

Mir persönlich ist das gerne zu langatmig, aber didaktisch verständlich, da er einen Denkprozess anregen und begleiten will.

Wir glauben über die Welt viel mehr als wir wissen. Und das zu unterscheiden, was wir wirklich wissen und was wir glauben, ist nicht einfach, da vieles ein kollektiver Glaube ist.

Spiritualität hat keine Religion. Die Wirklichkeit ist ihre Religion. Und sie steht immer über unserer Interpretation. Ich kann meine Interpretation nicht zur Wirklichkeit erheben, aber versuchen, sie in ihren Dienst zu stellen, indem ich nichts zu einem Maßstab über sie selbst erhebe.

In meinen Augen versucht J. Krisnamurti so, die Zuhörer mit der Aufmerksamkeit, in der Diskussion, auf „that“ zu führen, dieses „that“, was jenseits unserer Glaubensvorstellungen einfach ist.

Was natürlich auch ihre Quelle ist, aber sie bleiben Konzepte, die sich immer wieder übersteigen werden, vielfach hinfällig werden, wie sich Verständnis für „that“ weiter entwickelt.

Dieser evolutionäre Selbstklärungsprozess ist auch (besser: gerade) ein Selbstklärungsprozess des Selbst über sich selbst. Und darin wohl ein Ereignis, dass auch die menschliche Bemühung in diesem Thema, kosmisch gesehen, übersteigt.

Ende: Jetzt muss ich die Hühner rauslassen. 🙂

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