Heute hatte es wieder 30° C,

aber ab Wochenmitte soll es abkühlen und regnen. Mal sehen.

Am Vormittag machte ich Holz, am Nachmittag faulenzte ich und suchte das neue Eier-Versteck meiner Henne. Ohne Erfolg.

So wächst mein Holzvorrat langsam weiter. Und dieses Spiel treibe ich, bis mich die Lust verlässt. Ich staple das Holz nun entlang des Zauns zur Straße. Eine Mauer aus Brennholz.

Ich lese auch gerne und viel Nachrichten, jedoch, ehrlich gesagt, kann von mir aus der Strom gerne einmal ein paar Tage ausfallen, wie heute in einem Artikel befürchtet. So wirklich viel verpasse ich dadurch nicht. :-).

Unsere Wasserversorgung funktioniert über Schwerkraft, ganz ohne Strom von der Quelle bis zum Hahn. Ich brauche nur genug Holz, da ich nicht gerne friere.

Irgendwie habe ich mich an Temperaturen um die 30° C angepasst, da ich nicht mehr glaube, dass der Klimaerwärmung durchgreifend begegnet wird. Der Nachteil ist der Winter.

Ja, zum Klimawandel schaue ich mir viel an, vor Wochen, wie Pakistan in der Hitze schmorte und dürstete, nun wie es absäuft. Und auch, dass das Thema Kompensation diskutiert wird. Die Hauptverursacher des Klimawandels sollen zahlen.

Und schaue ich dann bei denen, geht es um schnelle Autos, alte Autos oder Wohnmobile im LKW-Format. kurz: Konsum. Und diese heilige Verehrung darf nicht gestört werden.

Und so wandere ich zwischen den Welten hin und her. Und wenn der Konsum das verehrte Heiligtum ist, die sinntragende Gottheit, sehe ich nicht, dass das funktionieren wird. Dann werden automatisch die gewählt, die versprechen, diesen Traum aufrecht erhalten zu können, radikal.

Und so heizen die einen weiter ein, die anderen saufen ab, auf dem Wege selbst kräftig einzuheizen, siehe Indien. Und die brauchen dann auch alle ein Wohnmobil im LKW-Format, oder zumindest einen SUV.

Und die Afrikaner wollen auch mal, sind sie nicht schon verdorrt.

Und das ist gar nicht so einfach – und das Problem – das Thema Glück wieder vom Thema Konsum zu lösen. Und damit auch das ganze Thema „persönliche Erfüllung“.

Und dieses Glück wieder in den ganz einfachen Dingen des Lebens zu finden, selbst Putzen kann ein Glückserlebnis sein. Wir haben das Glück nur an das Besondere verkauft.

Wer es wieder im ganz Alltäglichen findet, stößt auf seinen eigentlichen Reichtum und gewinnt gleichzeitig persönliche Freiheit.

Das, was gerade geschieht, ist schon immer die Wirklichkeit, um die dieses Interpretationstheater läuft. Ich muss ihr nicht vorauslaufen, nicht ihr hinterherlaufen, kann ihr einfach ihre Geschwindigkeit lassen. Und in ihr gehört jede Kleinigkeit, wie der Löffel im Kaffee, zur Erzählung.

Die Wirklichkeit erzählt, jedes Detail gehört dazu. Ich muss es dadurch weder auf- noch abwerten, kann mich einfach erzählen lassen, ohne diese Erzählung passiv (erzählt werden) oder aktiv (Erzähler sein) bewerten zu müssen.

Diese Unterscheidung macht mit relativen Instanzen, die in einem Einflussverhältnis zueinander stehen, Sinn. Jedoch, im Wesen, gibt es zwischen Erzählung und Erzähler keinen so richtigen Unterschied. 🙂

Gestern sah ich etwas zu den Stoikern und war erstaunt, dass eigentlich der „erwachte Zustand“ ihr Ideal ist, ohne dass sie ihn so beschreiben. Dieses „lautere ich“, das sich selbst genügt und dadurch „frei“ ist. In der Annäherung zumindest „freier“. Freiheit heißt einfach nur, nicht mehr nach Glück suchen zu müssen.

Und es ist logisch, dass die Mühe am geringsten ist, wo ich unmittelbar hier auf Glück stoße.

Ohne eine weltanschauliche Wende, was heißt, das Glück dem Kosumversprechen zu entreißen, wird das nichts, da wir dann eh nur radikale Parteien bekommen, die dann den Karren noch tiefer in den Dreck setzen.

Und dann verzehren noch die ganzen Kriege all dieser „Ich bin der Größte“ (Depp in Gottes Zoo 🙂 ) die letzten Ressourcen. Und dann stehen wir da, die einen werden geröstet, die anderen gebadet, und fragen uns: Was ist denn nun passiert?

Persönlich versuche ich natürlich Co2 zu sparen, egal ob es wer anderes tut. Das muss jeder selber wissen. Aber das klappt bei mir auch nur, da ich für mich mit Alternativen experimentiere.

Und es ist auch klar, dass ein energiesparendes Leben nicht mithalten kann.

Während ich oben im Wald mit dem Fuchsschwanz sägte, riss T. mit einem Bagger all die Bäume aus, die vom Bach auf sein Grundstück wuchsen. Und bis ich den Anhänger voll hatte, lag da ein großer Berg Baumstämme.

Es braucht alles viel mehr Zeit. Und das kann sich der berufstätige Mensch kaum leisten. Und das ist die Falle. Alleine um mithalten zu können, brauche ich mehr Energie, als wir derzeit ausgeben sollten.

Und wie wir sozial aus dieser Falle wieder rauskommen, sehe ich noch nicht so ganz. Und wie schnell das die Technik richten wird? Keine Ahnung.

Ich müsste, soll es ohne Volksaufstände funktionieren, Glück neu ausrichten. Aber wie soll das in einer Gesellschaft funktionieren, deren Wirtschaft vom Glücksversprechen im Konsum (Energieverbrauch) lebt?

Daher ist die derzeit beste Übung, zur Vorbereitung auf den Winter (der womöglich relativ gewöhnlich abläuft), das Glück wieder „daheim“ zu finden. Einfach dort, wo ich auch wirklich (physisch) bin. 🙂

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