Die Brücke

Wer auch immer die Krim-Brücke teilweise sprengte, hatte sich einiges dabei gedacht. Den mit Treibstoff beladenen Güterzug mitzuentzünden war wohl (meine ich) Bestandteil des Plans, denn solche Brände zermürben die Stahlbetonkonstruktion der Brücke.

Dadurch verliert sie ganz oder teilweise ihre Tragfähigkeit und könnte, infolge, nun irgendwann einfach einstürzen.

Ich schaute mir die Videos an, Kerosinbrand und Wind, der ihn noch weiter anfachte… sah nicht so gut für die Brücke aus. Es sind schon Tiefgaragendecken eingestürzt, nur weil ein Auto unter ihnen abbrannte. Meist gab es zwar dabei schon Schwächen in der Armierung, aber der Schaden ist von außen erst einmal nicht so klar sichtbar.

Im Kastenträger unter der Eisenbahnbrücke verlaufen wohl auch die Versorgungsleitungen für die Krim, er ist recht hoch, und ob und was da drinnen bei diesem Feuer passierte, wäre interessant zu wissen.

Ich kenne aber die Pläne der Brücke nicht. Nur meine ich, den Bildern nach, floss das brennende Kerosin zudem in den Kastenträger der Eisenbahnbrücke und fand dort Sauerstoff, würde ich auf Abbruch tippen.

Und ich bin sogar der Meinung, ohne es zu wissen, dass schon vorher berechnet wurde, welchen Impakt das Szenario auf diesen Kastenträger der Brücke hat, also ob sich dieser Schlag lohnt.

Und vermutlich kamen die Ingenieure zum Ergebnis: „Ja.“

So gehe ich derzeit davon aus, dass die Eisenbahnbrücke nun Schrott ist, sprich: einsturzgefährdet. Denn die Aktion schien mir gut durchdacht, war sie so geplant, und nicht einfach ein Unfall bei einem russischen Munitionstransport.

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