Und käme es zu einem solchen, ist die gute Frage, ob es überhaupt möglich oder sinnvoll ist, nicht verseuchtes Gebiet zu erreichen.
Seit der Flüchtlingskrise interessierte mich das Thema „Flucht“, was mit eine Anregung zu meiner Radtour war.
Es braucht nicht viel Fantasie, um sich das Chaos vorzustellen, was sich entwickelt, brechen ganze Regionen zu einer Flucht auf, bzw. die Überlebenden.
Und gerade zitterte das ganze Haus, da ein Düsenjäger die Schallmauer durchbrach.
Wie ich es auch durchspiele, es bleibt zuletzt nur „Schusters Rappen“ oder das Mountainbike, möglichst abseits und querfeldein, mit Karte und Kompass (und wohl ohne Smartphone) durch die Natur.
Nur, welchen Rappen (Fahrrad) wähle ich?
Derzeit würde ich auf das Tonik setzen, alte Technik, leicht, einfach zu reparieren. Und als Bereifung Gravelreifen.
Das Gepäck würde ich splitten, einen Teil in einen Rucksack, einen Teil aufs Rad, denn womöglich muss ich das Rad aufgeben und dann zu Fuß (Rucksack) weiter. Oder ich muss das Rad tragen (Bergpfade).
Müsste ich von hier zum Beispiel Richtung Afrika, müsste ich mich durch Zentralfrankreich (Massiv Central), Pyrenäen und das fast menschenleere Zentralspanien mit seinen vielen Bergen kämpfen.
Da das also nur sehr sportlich funktionieren könnte, wenn überhaupt, darf das Gepäck nicht viel wiegen, aber muss auch tauglich sein, um im Gebirge zu überleben.
Ich möchte die nächste Zeit einmal eine Packliste für das „Atomkrieg-Fluchtfahrzeug“ überlegen, packen und ausprobieren. Rad und Gepäck (ohne Wasser) sollten nicht viel mehr als 20 kg wiegen, muss ich damit womöglich noch über steile Pfade über unzählige Berge.
Zudem muss ich schauen, verseuchte Gebiete möglichst schnell zu durchqueren, brauche womöglich eine Schutzmaske und einen Wasserfilter.
Und müsste man nach Afrika übersetzen, wird es nochmals etwas anspruchsvoller.
Am besten ist wohl, man trainiert erst einmal für einen Iron-Man, denn irgendwer muss auch den Motor für das Fluchtfahrzeug spielen. 🙂
Und nach dem vielen Wasser im Mittelmeer steht womöglich die Durchquerung der Sahara an. Und dann steht man in Afrika und schaut dumm aus der Wäsche.
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