fuhr ich über 100 km mit dem Fahrrad, da ich die Landschaft mit ihren Gerüchen, dem Wind, den Tieren und den fallenden Blättern im Dopaminrausch so schön finde.
Gestern fielen mich wieder zwei kläffende Hunde an. Dann halte ich an, fange an zu brüllen, hebe drohend das Fahrrad, um es nach ihnen zu werfen. Und würden sie dann nicht abdrehen, ich würde es wohl tun.
Und eine Nutria, die in sich versunken den Wegrand nach Körnern absuchte (die Bauern verlieren beim Transport einiges). Ich hielt dann neben der Nutria an, die ist größer als eine Katze, sagte „Guten Tag“ – und sie erschreckte sich.
Dopamin ist eine faszinierende körpereigene Droge, denn sie macht auch den Geist still, sodass die Eindrücke viel intensiver wirken. Und dann verschwindet, stehe ich z.B. im Laden an der Kasse (was in F. länger dauern kann), aus dem Körper jedes Zittern. Man steht da wie eine Statue, die sich in sich als völlig stabil empfindet.
Eigentlich ist Persönlichkeit ein Ereignis auf körpereigenen Drogen/ Hormonen, und die erzeugen die Kulisse der Gefühle, alles Drogen. Und auch so schön, mich einem solchen Rausch einfach hinzugeben. Und Dopamin, so wie ich es erlebe, hält dann den Rest des Tages vor.
Radfahren hat nicht nur den Vorteil, dass ich Sprit spare, es angeblich sogar gesund ist, sondern der Körper auch noch kostenlose Drogen produziert, die unnachahmlich gut sind.
(3)
(0)