Die Energiekrise… und Gott

Bis Ende Oktober soll uns die Süd-West-Düse erhalten bleiben. Eine Wetterlage, die uns schon über den Sommer begleitet und für die derzeit milden Temperaturen sorgt. Dann sind es noch 4 Monate. Im Laufe des März hat es dann gerne schon wieder über 20° C.

Vielleicht rettet uns der Klimawandel diesen Winter den Arsch, indem er uns einen sehr milden Winter beschert?

Putins Strategie scheint derzeit zu sein, diesen Winter der EU eine Energiekrise zu bescheren, die die Einheit spaltet.

Ich erstaune immer wieder, wie sehr ich im Angesicht dieser Krise emotional schwanke. Zwischen „blankem Horror“ und „stiller Euphorie“.

Und es wohnt darin dieselbe persönliche Ohnmacht, wie gegenüber dem Ereignis selbst. Und es erstaunt mich immer wieder, wie dieser emotionale Kommentar zwischen „Himmel“ und „Hölle“ schwankt, obwohl es dieselbe Lage ist.

Es ist nicht das Denken, das mich als Mensch primär bestimmt, es ist das Fühlen, das das Denken bestimmt. Und im Denken mit sich selbst in eine Diskussion tritt.

Das Seltsame am „Spirituellen Erwachen“ ist, dass ich der Essenz nach „Nichts“ bin, aber dass dies keinerlei Schutz vor dem geschehenden Ereignis bietet, schon gar nicht auf der emotionalen Ebene.

Und es gib wirklich ekelhafte Gefühle. Die sind so ekelig, dass sie nach „ewiger Verdammnis“ schmecken. Und manchmal berühre ich solch eine Schicht und wundere mich, wie machtlos die Selbsterkenntnis im Ereignis ist.

Wie jemand, der nichts meint, nichts will und auch nichts sagt, aber für alles die Ursache ist.

Der Mensch sieht in Gott gerne eine Person. Es ist nicht Gott, der den Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen hat. Es ist der Mensch, der sich Gott nach seinem Ebenbild erschafft.

Wie die Nichtperson, die die Person erschafft, aber in dieser Schöpfung keinerlei persönliche Motivation hat. Diese tritt erst mit der Persönlichkeit in die Schöpfung, deren Mutter gar keine Persönlichkeit im menschlichen Sinne ist.

Gott hat keinen Plan. Und wo Gott Pläne schmiedet, ist Gott Opfer unpersönlichen Schöpfung, die seine „eigene“ Natur ist.

Es gibt gar keinen Plan für dieses Universum. Keiner, der es entworfen oder sich ausgedacht hätte. Und keiner, der es beaufsichtigt. Anarchistische (aus persönlicher Sicht) Schöpfungsenergie der unbewussten Natur Gottes.

Wo Gott sich selbst bewusst wird, ist Gott schon persönlich. Und das persönliche Opfer seiner selbst.

Wir beten zu einem Erlöser, den es nicht gibt. Und wo wir ihn uns erschaffen, nach unserem Wunschbild, wissen wir letztlich eigentlich auch nicht richtig, was für einen Gott wir uns wünschen sollten.

In diesem Ereignis ist Gott das Opfer seiner selbst. Und da Gott Gott ist, kann „er“ daran auch nichts ändern. Das Problem an der „Natur Gottes“ ist, dass sie vor dem persönlichen Gott ist und darin Gott quasi als „persönlicher Niemand“ über sich selbst bestimmt.

So kann ich persönlich nur versuchen, die unpersönliche Natur Gottes zu verstehen und mich nach ihr zu richten, also mein persönliches Wünschen nach dieser unpersönlichen Natur auszurichten.

Gott ist irgendwie: „Bevor ich jemand war, bin ich Gott, aber darin niemand persönlich, der über mich persönlich bestimmt.“

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