Der Tod der Konzepte.

Friedlich ist diese Beerdigung, denn kaum jemand ist traurig, wird sie/ er die Krätze los.

Der „Tod der Konzepte“ ist das klare Sehen, warum das auch immer möglich ist (ich kann es nicht erklären), dass ich in diesem Ereignis und mir selbst einer völligen Unbekannten gegenüber stehe.

So klar und ewig gleich die Selbstempfindung an sich ist, so völlig unerklärlich, was in ihr geschieht.

Das heißt nicht, dass Konzepte keinen Sinn hätten, überflüssig wären (relativ zeigen sie oftmals praktische Umgangsformen mit der Welt auf), sondern dass sie an der letztlichen Frage (nach dem Wesen des Wesens) scheitern.

Und die gute Frage ist, ob die Ewigkeit überhaupt irgendeiner Wahrheit Dauer einverleibt, oder ob es etwas ist, was nicht durch eigene Wahrheit absolut gebunden sein will. So nach dem Motto: Lieber bin ich auf ewig nichts, als irgendeine abgekackte Scheiße (meiner Nichtigkeit).

Das Selbst zu erkennen und wahrzunehmen ist kein Problem, aber in das Selbst – als „die Ewigkeit“ – zu schauen, führt gerne zur Erkenntnis: „Ich sehe nichts.“

Und ich könnte auch nicht erklären, warum das Selbst einfach wahrzunehmen ist, aber ich nicht „in“ das Selbst schauen kann. Oder anders gesagt: Wo ich in das Selbst schaue, nehme ich die Welt als seinen Ausdruck wahr.

Das ist bei der Ich-Wahrnehmung auch nicht anders. Ich nehme mich in meinem persönlichen Ausdruck als Körper in einer Welt wahr, aber das ICH selbst ist der Hintergrund zu diesem Ausdruck.

Wie das Selbst ist das Ich (jeder kennt ich) einfach wahrzunehmen. Nur ist es hier nicht nur das Wesen ohne Unterlaib, auch Oberlaib und Kopf fehlen. Wo ich mich als ICH ganz genau wahrnehmen kann- blankes Ich – bin ich von der Raumzeit unbeleckt und unbefleckt.

Und wie es dann zur unbefleckten Empfängnis kam, diese Räubergeschichte mag jemand anderes erzählen. Ich habe mal wieder keine Ahnung. 🙂

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