Das „formlose Selbst“.

Visuell erscheint mir persönlich das „formlose Selbst“ wie ein sich bewegender kosmischer Nebel aus einem gleißend blauen Licht mit einem leichten Einschlag ins Violette. Es ist nur eine Nuance vom Blau ins Violett, ein Hauch von einem reinen tiefen Blau entfernt.

Ich schrieb schon öfter zum „blauen Licht“, das ich als Leser gerne pathologisch interpretieren darf. Ich war früher auch erst darüber erschreckt, denn es erklärt sich in diesem visuellen Eigenleben als „kosmischer Nebel“ nicht: „Was ist denn das?“

Und wo es etwas „zu sagen“ meint, seine Sprache ist die Bildsprache, entfaltet es Visionen und erzeugt eine Bilderserie in einer archetypisch-uralt anmutenden Bildsprache.

Dieses „uralt“, wie eine aus uralter Zeit anmutende „Erinnerung“ (Information), ist für mich gerne ein Hinweis auf eine Aussage des „formlosen Selbst“, die empfunden in der „spirituellen Gottbegegnung“ wie aus einem „vor dem Universum“ zu kommen scheint: Älter als diese Raumzeitblase Universum, in der ich als Mensch lebe.

Diese archetypische Schicht in diesem Ereignis ist kollektiv und trägt die persönliche Psyche aller Lebewesen. Ja, sie scheint diese persönlichen Psychen auch kollektiv zu koordinieren.

Das zu sehen ist jedoch nur mit sehr viel Stille möglich und erscheint gerne ganz „banal“, in völlig gewöhnlichen Ereignissen als eine Art Super-Koordination, die alles übersteigt, was wir als Menschen bewusst koordinieren können.

Das wertet die menschliche Koordination (Verständnis) nicht ab, zeigt für mich aber auf, auf welcher Basis sie stattfindet.

Spirituell gesehen ist auch das, was wir die Materie nennen, Ausdruck dieser Bildsprache des kosmischen Selbst, denn aus seiner Sicht befinden wir uns in seiner Psyche. Und das materielle Universum ist Inhalt der Psyche des all-integrativen formlosen Selbst.

Je weiter wir als Menschheit dieses Universum erforschen, desto mehr, so wage ich zu behaupten, werden wir auch verstehen lernen, dass es letztlich keinen wirklichen Unterschied zwischen „materieller Welt“ und „Psyche“ gibt, sondern die persönliche Psyche (Körper) aus einer noch größeren Psyche (Universum) hervorgeht, vergleichbar mit einem Baum und seinen Früchten.

Daher rate ich allen Lesern, die Signale dieser Welt nicht gänzlich zu ignorieren, sei das Politik oder Klimaerwärmung, denn das ist schon: „Gott“.

Ich brauche keinen „Gott“ in „Gott“ zu interpretieren: „Gott“ IST „Gott“. Und einen zweiten „Gott“ gibt es nicht.

Es gibt nicht eine banale materielle Welt – wie es einige Spirituelle gerne interpretieren (ist ja nur Materie) – und dahinter „Gott“, sondern „Gott“ gleicht einer „Schichtentorte“, dessen Haut die Materie ist.

Und bohre ich in dieser Torte, stoße ich (Mystik) auf ihren Boden: das formlose Selbst, das das materielle Ereignis trägt.

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