Die höchste Frucht spiritueller Bemühungen

ist das „spirituelle Erwachen“, denn es steht, war es vollständig, als Permanenz im Hintergrund jeglicher relativer Identifizierung als Persönlichkeit.

Die Welt der Erscheinung hat in ihrem Absolutheitsanspruch nun einen zumindest gleichwertigen „Sparringspartner“, das „Bewusstsein“ im selben Absolutheitsanspruch.

Und das macht das Thema so schwierig, denn ich habe nun auch weit größere Freiheitsgrade in der Weltinterpretation, ja, sie sind schlicht und einfach letztlich unbegrenzt. Und Warum? Da das korrektive Gegenüber, das sich die Form bietet, im Bewusstsein eine Fiktion der Form selbst ist.

Das Bewusstsein hat für sich schlicht und einfach kein Gegenüber, an dem es sich messen oder vergleichen könnte.

Das macht es für jede Interpretation zu einem Nichts. Und dieses Nichts ist zwar vorhanden, eigentlich die spürbare Essenz aller Existenz, aber alleine.

Und in diesem Alleine-Sein kann sich Bewusstsein nicht messen, obwohl es das letzte und letztlich Einzige ist, was von der Veranstaltung übrig bleibt.

Ich bin nun die Essenz meiner selbst, umgreife mich vollständig, aber habe Nichts in der nicht vorhandenen Hand, als das legendäre „Ich Bin“ zu sein.

„Ich bin“, das wusste ich ja schon immer, mag der Leser einwenden. Und ich sage: Ja, so einfach ist letztlich spirituelles Erwachen, aber, und dieser Einwand sie mir genehmigt: Auch so heimtückisch.

Ich kann alles in spirituelles Erwachen interpretieren, was ich will, ohne seiner/ meiner Wahrheit auch nur einen Deut näherzukommen.

Es könnte so sein, so sein, noch anders sein, das Gegenteil sein. In diesem Zustand meiner selbst greife ich immer ins Nichts, obwohl es der einzige wirklich dauerhaft reale Zustand meiner selbst ist.

Einige unterscheiden hier in prä und post des Erwachens, aber auch das ist ein Griff ins Nichts, da dieser Zustand meiner selbst alles prä und jetzt und post umgreift, ohne einen Inhalt in der Hand zu haben, der mehr wäre, als dieses „Ich bin“ zu sein, das jeder schon kennt, da es die Grundlage von Persönlichkeit und Weltwahrnehmung bildet.

Aber es ist entspannend und oftmals einfach schön, mich selbst so in einer nicht existierenden Hand zu halten: Der Hand der Ewigkeit meiner selbst: „Ich bin“.

Und ohne zu wissen, was diese Welt letztlich ist. Spirituelles Erwachen kann dem Verständnis dienlich sein, sich in diesem Minenfeld der Interpretationen zu bewegen, indem ich letztlich nicht weiß, was diese Welt ist.

Und warum sich so viele „Erwachte“ darin zum Deppen machen, verstehe ich nicht, denn eigentlich ist es ja ein Hilfsmittel zum Gegenteil. Wenn ich klar weiß, dass ich letztlich nichts weiß, kann ich viel umsichtiger mit Wissen umgehen ohne einen Glauben (eine Wahrheitsbehauptung mit Absolutheitsanspruch) verletzen zu können. Es gibt kein Sakrileg.

Aber sie enden gerne als Q-Anon-Deppen und sind noch stolz darauf. Und dann frage ich mich halt, was haben die „erkennt“?

Kann man so doof sein? besser gesagt: bleiben? – im Angesicht des Selbst?

Fragen über Fragen, und ich frage nicht für einen Freund…

Und: Das soll selber denken sein? Da lachen ja die Hühner.

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