ist eine harte Nuss.
Ich kann nun in diesen Erklärungsnotstand hineindeuten, was ich will, ihn mir schön ausschmücken, mit ein paar gruseligen Reptiloiden dekorieren, oder mich auch erst einmal einfach mit diesem Umstand anfreunden.
Die Vielfalt möglicher Erklärungen zum Leben ist groß, ihre Tragfähigkeit bei näherer Prüfung eher gering.
Das Selbst ist zwar seine eigene Natur, aber hat keine Gebrauchsanleitung.
Weder gibt es eine Annahmestelle für Reklamationen, noch eine Behörde, die sich zuständig sieht, irgendetwas zu erklären.
In der Frage, wie es so weit kommen konnte, sind wir noch nicht weit gekommen. Für den, der unerwartet in einem solchen Spektakel erscheint, ist aber diese Frage interessant.
Wenn es einmal passiert, das mit dem Leben, dann passiert das womöglich öfter? Und dann wäre eine Antwort auf die Frage, warum und wie das passiert, interessant, denn dieses Prinzip einer Zufallsreise ins Leben ist doch recht heimtückisch.
Da wird man geboren, keine Ahnung warum, soll sich einen Reim auf diesen fragwürdigen Zustand machen, und alle rätseln. „Ja, was ist denn da passiert?“
„Schöne Bescherung.“ Aber woher und warum, und überhaupt.
Und wir haben keinerlei echte Antwort auf diese Frage.
Und diese Bodenlosigkeit des Daseins kann ich bedrohlich empfinden, mich in ein Korsett der Erklärungen flüchten, aber sie ist auch ein Tor in die Freiheit.
Gerade die Freiheit, die Welt jeden Tag neu zu erforschen.
Sie ist und bleibt ein tiefes Geheimnis, so banal und gekannt sie manchem Verständnis erscheinen mag.
Denn das größte aller Abenteuer ist das, was geschieht.
Und warum? Keine Ahnung.
(4)
(0)