Es gibt eine Anekdote über Einstein,

nach der ihn ein Maurer auf die Idee zur Relativitätstheorie gebracht hätte. Der war einige Tage zuvor an einem Nachbarhaus vom Gerüst gefallen und erzählte nun Einstein, dass er beim Fall vom Gerüst den Fall selbst nicht gespürt hätte.

Und das hätte Einstein auf die Idee gebracht, dass Vorgänge aus verschiedenen Perspektiven ganz anders erscheinen können, ohne dass es real verschiedene Vorgänge sind.

Mich fasziniert an der Relativitätstheorie das Genie, bisheriges Denken so tief infrage stellen zu können. Und so etwas fehlt in der Spiritualität.

Dasselbe Ich erscheint als Persönlichkeit und als ihr „ewiger Hintergrund“

Es hängt davon ab, wie ich auf mich selbst schaue.

Vergleiche ich mich nicht, scheine ich stillzustehen, mich in nichts aufzulösen und dabei über den ganzen Kosmos auszudehnen. Vergleiche ich mich, scheine ich immer schwerer zu werden, immer kleiner, beengter, bedrängter.

Eine Frage der Perspektive, nicht der „Wahrheit“.

Und das ist im Thema immer die Frage, was ich beim Üben von Atman Vichara „tue“. Was ist das für eine Perspektive, aus der das so aussieht, wie in diesen nebulösen Erzählungen zum Thema?

Und es ist nicht einmal so, dass sie „neu“ wäre, beide Perspektiven existieren in trauter Gemeinsamkeit als dieselbe „Wahrheit“.

Von „außen“ betrachtet ist er ein unfähiger Radfahrer, von „innen“ betrachtet das Selbst.

Und was ist nun wahr: Von innen betrachtet sieht es halt so aus, von außen betrachtet so. Und wie das letztlich zusammenpasst? Wie passt ein „er bewegt sich nicht und er bewegt sich doch“ zusammen?

Paradoxe sind so keine Paradoxe der Wahrheit, sondern die „Wahrheit“ erscheint dem Menschen paradox, weil er die beiden Enden nicht verknüpfen kann. Was wäre ein Modell, in dem sie kein Widerspruch sind?

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