Ich wachte auf, wollte etwas schreiben, aber ich löschte es wieder.
Mal was Neues?
Und wie ich so in das Selbst starrte und reflektierte, mal aus jener, mal aus anderer Perspektive, als wolle ich die Tiefenschärfe an einem Foto einstellen, kam mir die Idee zu einem „spirituellen Experiment“.
Starre ich direkt in die Ewigkeit, ist nichts zu sehen. Aber irgendwie „verzerrt“ sie die gewohnte Denkweise, versuche ich sie mit dem Verständnis zu berühren. Und dabei gibt es manchmal Informationen zu sehen.
Alle spirituellen Aussagen über das Selbst, wie „Ich bin alles, was es gibt“ bis hin zu „Wer jetzt ist, wird niemals nicht sein“, sind Informationen über die Ewigkeit an ihrer direkten „Kontaktfläche“ zur Erscheinung.
Wie wenn ich mit einem Teleskop in den Weltraum schaue, hier ist das Teleskop das Verständnis, kann ich in einer kontemplativen Meditation, in der das Verständnis aktiv teilnimmt, an diesem Teleskop spielen.
Schaue ich direkt in das Selbst, ist es wie der leere Weltraum. Nicht einmal der Raum ist erkennbar, da nichts in ihm ist, an dem er messbar wäre.
Aber blinzle ich ein klein wenig zur Gestalt, den Objekten, wo sie den leeren Raum füllen, wird auch „der Raum“ „sichtbar“.
Alle Aussagen über das Selbst beschreiben diese Kontaktfläche zur Erscheinung, als den „Hintergrund“ aller Erscheinung, den „Raum“, den sie füllen.
Und sinnlich erscheint dann das so, als wäre das Selbst eine Art Kugel, an deren Oberfläche, wie die Oberfläche einer Sonne, die Welt wabert.
Das Nichts nennt man Nichts, weil ihm gar nichts zu entlocken ist, aber wo es in die Schöpfung geht, gibt sich das Nichts eine Blöße, denn es ist nun „etwas“. Und das kann es nicht verstecken.
Der Trick ist nun, das Nichts dort zu erwischen, wo es die Hosen runter lassen muss, etwas über seine Natur aussagen muss, sich auf etwas festlegen muss, greifbar machen muss.
(2)
(0)