Die Rigotte von Farincourt bis zur Mündung

Es wehte ein ziemlicher Wind, und es war teilweise extrem rutschig.

Ab der Perte de la Rigotte fließt im Tal kein Wasser mehr. Und über weite Strecken gibt es keinen richtigen Weg.

Die Perte de la Rigotte von oben
Eine der Höhlen, die im Neolithikum bewohnt waren.
Die Rigotte fließt in eine Höhle.
Das weitere Tal der Rigotte nach Süd-Westen.
In der Folge einfach: das Tal entlang, mehrere Kilometer.
Hier trennt sich Tal und Weg.
Aus diesem dunklen Loch (Bildmitte) fließt die Rigotte in den Vannon.
Fouvent-Le-Bas
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Kali Rex

hat heute zwei Eier gelegt. Und in der ersten Dämmerung wollte sie schon raus. Sie sucht sich immer mehr ihr Essen am liebsten selber. Fette Würmer und andere „Leckerbissen“. Und das tut sie mit Hingabe.

Das ist ja auch spannend. Scharren, nachschauen, scharren, nachschauen, dann Überraschung: ein Wurm. Schnapp, weg ist er. Wie ein Adventskalender. Und diese Betätigung scheint so befriedigend, dass ihr die Hühner schon seit Jahrmillionen nachgehen: dem Futter-Glücksspiel. Zur Belohnung etwas Serotonin.

Wegen dem Fuchs habe ich weniger Bedenken. Wenn da ständig ein Hahn schreit: „Hier bin ich“, wird er natürlich hellhörig. Kali Rex ist aber durch ihr dunkles Federkleid gut getarnt und leise unterwegs.

Und der Katze habe ich mehrfach gesagt, sie soll auf Kali Rex aufpassen. Manche behaupten, Katzen würden das verstehen. Ich glaube das ja nicht, aber vielleicht irre ich mich ja. Ihr Gesichtsausdruck sagte eher: „Was will der Depp schon wieder?“

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Die Rigotte bis Bourguignon-les-Morêt.

In der Rubrik „Von der Quelle bis zur Mündung“ werde ich einige Flussläufe der Region entlang radeln und darüber berichten.

Die Rigotte ist ein kleiner Fluss, unser Dorfbach, der hinter Farincourt in eine Höhle fließt und sie bis zu seiner Mündung in den Vannon bei Fouvent-le-Bas nicht mehr verlässt.

Obwohl nur ein Bach ist die Rigotte eine bedeutende Siedlungsstätte des Neolithikum, die seit mindestens 15.000 v. Chr. durchgängig besiedelt war (Höhlenfunde). Und der Fund der Fragmente zweier Götterfiguren, meines Wissens einer weiblichen und einer männlichen Götterdarstellung, lassen vermuten, dass die Versickerung der Rigotte auch eine neolithische Kultstätte war. Es gibt zwei neolithische Höhensiedlungen an der Rigotte, eine am Camp Romain und eine bei Farincourt aus dem späteren Neolithikum, zudem keltischen und römische (gallorömische) Siedlungsspuren. Und ich fand einen Faustkeil, der von den Archäologen auf 250.000 – 300.000 v. Chr. datiert wurde. Auch der homo heidelbergensis war in der Gegend.

In diesem Sumpf auf der Anhöhe hinter La Rochelle nimmt die Rigotte ihren Ursprung.
Und füllt dann diesen Teich in Privatbesitz.
Am Oberlauf der Rigotte
La Rochelle
Das Schloss von La Rochelle
Wir verlassen das Dorf Richtung Molay
Das Wassertretbecken unterhalb des Schlosses
Blick zurück Richtung Schloss
Das Tal der Rigotte nach Molay, Blick Richtung La Rochelle
Die Rigotte kurz vor Molay
Molay, die Rigotte in einem Kanal.
Ich biege nun ab zum Camp Romain, der alte Bahnhof von Molay.
Der Weg zum Camp Romain
Camp Romain
Weiter gehts
Charmes-Saint-Valbert
In Bourguignon-les-Morêt
Die Rigotte bei Bourguignon-les-Morêt
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„Spirituelles Erwachen“ 3

„Spirituelles Erwachen“ scheint mir persönlich ein evolutionärer Selbstoptimierungsprozess der Persönlichkeit zu sein. Und dabei ist fast alles Neuland. Es darf experimentiert werden. Meist ein Griff ins Klo, aber aus Scheiße lerne ich.

Eines der traditionellen Themen kreist um die Macht des persönlichen Verbleibens im „Ich Bin“. Manche verklären es zu „höchsten Tat“, andere schreiben ihm zumindest magisch anmutende Fähigkeiten zu.

Die Kunst „der Tat der Nichttat“ bis zur „Sprache des Schweigens“ kreisen um dieses Thema.

Manche Dinge scheinen sich so einfacher zu lösen, als würde ich aktiv eingreifen, aber was ist daran nur subjektiv, ein wirklicher Vergleich fehlt?

Alles was traditionell mit Wundern und Wunderfähigkeiten zu tun hat, mündet in diesem „Ich bin“, nur: Es hört nicht auf mich.

Es mag also sein, besonders auch durch die psychische Entspannung in diesem Zustand, dass es besondere Fähigkeiten hat, aber eher als neutrale Optimierung, nicht persönlichen Flausen folgend.

Womöglich bleibt das Vergnügen auch rein subjektiv. Warum auch nicht? Was genaues weiß ich auch nicht, auch wenn für mich das Verbleiben im ich bin manchmal „von fast magischer Kraft“ zu sein scheint.

Aber das ist womöglich einfach persönliches Privatvergnügen, dadurch auch schadlos für die Welt. 🙂

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„Spirituelles Erwachen“ (2)

Auch wenn ich Bewusstsein aus naturwissenschaftliche Sicht als „nicht materiell vorhanden“ sehen darf, darf ich auch sehen, dass es ohne Bewusstsein so etwas wie Existenz oder eine wahrnehmbar existierende Welt gar nicht gibt.

Ohne Bewusstsein gibt es keine Welt. Und ohne die Welt gibt es keinen Inhalt im Bewusstsein.

Ich darf in der Naturwissenschaft so tun, als gäbe es mich nicht, was nicht heißt, dass es ohne mich (Ich) irgendetwas gäbe.

Es gibt mich nicht ohne die Welt. Und es gibt die Welt nicht ohne mich. Damit müssen „wir beide“ leben. Der eine in der Ohnmacht vor dem anderen. 🙂

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„Spirituelles Erwachen“

Unter dieser Rubrik will ich einige Beiträge verfassen, losgelöst vom Tagebuch, und dann darin aufführen, was ich persönlich gerade zum Thema beizutragen habe.

Wir reiten (sofern sich das Urknall-Modell nicht eh überlebt) mit unserem Leben auf der Explosionswelle des Urknalls, als eine ihrer Turbulenzen und bewegen uns in der maximalen Geschwindigkeit dieser (bisher unerklärlichen) energetischen Explosion einfach mit. Sie trägt uns.

Das Licht bewegt sich zwar in Lichtgeschwindigkeit, aber für das Licht selbst vergeht dabei wahrnehmbar keine Zeit. Es reist in subjektiver Nullzeit bis zum Ende des Universums, behält Einstein Recht.

Und analog ist das mit dem „Licht der Wahrnehmung“, dem Bewusstsein: Es bewegt sich als Schöpfung, aber seine relative Geschwindigkeit sagt wenig über seine wahre Geschwindigkeit aus. Es reist in dieser Schöpfung (wie das Licht durch das Universum) vom Anfang bis zum Ende in subjektiver Nullzeit.

Wahrscheinlich ist Bewusstsein so schnell wie das Licht (als Vergleich), aber wie das Licht, bemerkt es das rein subjektiv (für sich selbst) gar nicht. Daher erscheint Energie, hier Bewusstsein) in seiner unvorstellbaren Bewegungsgeschwindigkeit als „ewiges Hier“. Erst im Vergleich mit der Welt entsteht so etwas wie eine relative Reisegeschwindigkeit des Lichts (Bewusstseins).

Das, was sich relativ gesehen am schnellsten bewegt, die reine Energie, steht für sich selbst gesehen einfach still: Das Nirvana Buddhas.

Bewusstsein ist Physik und die Physik schaut in Bewusstsein hinein. Die physikalische Welt und die psychische Welt sind im Wesen dieselbe Welt.

Was ist hier dann „spirituelles“ Erwachen? Ich könnte es auch „materielles“ oder „energetisches“ Erwachen nennen, sogar „physikalisches“ Erwachen.

Ich erkenne mich als die Energie in ihrem „reinen“ Aspekt, als „Licht“.

Licht hat auch keine erkennbare Größe, weshalb das Selbst immer als „kleiner als das Kleinste und größer als das Größte“ beschrieben wird.

So ist die Erkenntnis der Energie letztlich dieselbe wie die Erkenntnis des Bewusstseins, da die höchste Form der Energie für sich selbst stillzustehen scheint, absolut still, aber andererseits reinste Energie ist, die sich im als Universum in ihrer Dynamik artikuliert.

Bewusstsein = Energie. Energie = Bewusstsein.

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Vor in paar Wochen

kaufte ich einen Fahrradsattel beim „Action“ aus China, 6 Euro, und ich muss gestehen, dass er sehr gut ist. Ich war selbst überrascht.

Das ist ja das Schöne am Fahrrad, steige ich unten ein, in der Blüte des MTB von vor 20-40 Jahren mit 26 Zoll. Ich habe ein sehr günstiges und robustes Fortbewegungsmittel, mit dem ich theoretisch die Erde umrunden könnte und preiswerte Ersatzteile. Ein Schlauch 2 Euro, neue MTB-Reifen sah ich dort: 6 Euro. Und ich bin wieder für tausende von Kilometern mobil.

Wer heute, im Zeitalter des Overtourism, das Reiseabenteuer sucht, kann sich ein Expeditionsmobil sparen, kauft sich ein altes MTB, und kommt überall dort hin, wo für Autos – und den Expeditions-LKW – gesperrt ist.

In Frankreich darf ich mit dem Fahrrad fast überall hin, selbst in den Naturschutzgebieten, auch Einbahnstraßen in der Gegenrichtung benutzen.

Ich habe die letzten Jahre viele Arten des Reisens auf Youtube verfolgt, auch dieses Van-Life, aber wer das Abenteuer sucht, ist mit dem Fahrrad am besten bedient. Rechne ich den Verschleiß von Schuhen mit ein, ist es wahrscheinlich sogar preiswerter als zu Fuß.

Und steht ein Van irgendwo sichtbar herum, finde ich mit dem Fahrrad immer einen Spot abseits der Wege, an dem ich gratis in der Natur übernachten kann.

Eigentlich ist es die freiste Art zu reisen, auch die demokratischste, denn es kann sich fast jeder leisten. Und wer sich in der Natur etwas auskennt, findet auch fast überall was zu essen.

Ich habe persönlich nichts gegen die „Straßenkleber“, die „Gelbwesten“ blockierte ja auch immer wieder Verkehrsknotenpunkte, aber mir fehlt etwas der konstruktive Aspekt. Was gibt es für Alternativen?

Da der Mensch ein Nachahmer ist, was ich gar nicht negativ sehe, fehlt hier – für meinen Geschmack – der wirklich konsumtive „Anarchismus“.

Konsum produziert immer CO2.

Und mir fehlt so etwas wie z.B. eine YouTube-Wette: „Für 200 Euro mit dem Fahrrad nach Cadiz?“ – einfach in den Raum stellen und dann immer wieder berichten, Abenteuer in Low-Cost, Low-Emission… was braucht es für „Reise-Glück“ wirklich, jenseits all der Konsumwerbung?

Und ich überlegte schon mehrfach, meinen YouTube-Kanal wiederzubeleben, und dabei habe ich vieles wieder verworfen, bis zum heutigen „Stand der Diskussion in mir“: Eine offene „Wette“.

Schafft das der alte Sack? Bleibt er irgendwo im Graben liegen? Wird er von einem LKW überfahren? Vom Blitz des Schicksals erschlagen?

Und ich lade ab und zu von einem Kaffee einen kurzen Zwischenbericht hoch, ungeschnitten, einfach Momentaufnahmen der Reise mit einer GoPro.

Ich überlege noch an einem Titel. z,B.: „Alter Mann mit Huhn auf Fahrrad.“ (Ein Idee wäre ja, Kali Rex mitzunehmen) oder: „Klimawetten“.

Vom spirituellen Thema bin ich abgekommen. Das ist mir derzeit „zu verseucht“ und ergibt sich, so es sein soll, nebenher.

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Ich kann das Schreiben von „spirituellen Texten“ wohl nicht lassen,

denn im Grunde ist das auch immer einfach ein Reisebericht.

Öfter befällt mich die bewusste Schau des Selbst, Atman Vichara. Und mich fasziniert immer wieder, wie „unverbrauchbar“ das Selbst in der persönlichen Faszination ist. In gleicher Weise immer gleich, wie auch die Quelle jeglicher Inspiration im Thema.

So ist die bewusste Selbstbetrachtung selbst nach dem Erwachen „immer eine Reise wert.“

Wer beim Selbst vermutet, „ich weiß nun alles“ (da es einerseits immer gleich ist), unterschätzt die gleich starke Seite, in der es immer neu ist – und darin wie ein Mysterium. Ein Phönix, der ständig aus der eigenen Asche neu erwacht.

So ist das Selbst einerseits wie „unendlich alt“, andererseits auch etwas, das ständig erst geboren wird. Und auf all das kann sich der Mensch keinen wirklich befriedigenden Reim machen.

Und so fiktiv Raumzeit aus dem einen Selbst erscheint, wie nichts, so sehr bestimmt sie doch jeglichen Ausdruck des Selbst. Leer und unüberschaubar voll, uralt und ewig jung, Weiser und Depp.

Es ist als stünde der Hall des Urknalls im Hintergrund, die Substanz, die den Anfang der Zeit mit jedem Augenblick verbindet, nicht gegliedert in Raumzeit, sondern ein Jetzt, in dem alles in einem Augenblick erstrahlt, die Erleuchtung des Universums. Und das Licht ist physikalisch das, was wir Realität nennen: „Ich bin.“

Das eine Licht, das alles verbindet, im Hintergrund der Raumzeit, die alles gliedert. Und dieses „Licht“ ist tatsächlich frei davon, Raumzeit zu sein, sich im Wesen zu gliedern, zu unterteilen. Das ist faszinierend am Selbst und damit der eigenen Natur.

Und manchmal spuckt diese Quelle etwas aus, schaut man hinein. Ewigkeit ist so faszinierend, da sie ja eigentlich nichts weiter als eine Art Feld ohne Größe ist.

In der Ewigkeit ist jede Größe bereits eine Art Fiktion, im absoluten Sinne „unverbindlich“.

Jeder, der daher das Selbst an einem Inhalt greifen will, greift ins Leere. Aber erst, habe ich das Selbst persönlich erkannt, begreife ich, wie ich das formlose Selbst „greife“: In der Entleerung meiner selbst von jeder Form. Das „neti, neti“ des Jnana-Yoga.

„Ich bin keine Form“ ist „Ich bin das Selbst“, denn darin spüre ich mich als die alle Schöpfung umfassende Substanz meiner selbst: die Ewigkeit.

Im Ich halte ich das ganze Universum als „Leere“ in der Hand, diese unerklärliche Substanz, denn das Geheimnis ist die Tatsache, dass das Universum nicht „nichts“ ist. In der Wirklichkeit der Ewigkeit ist selbst ‚“nichts“ eine Fiktion. Aber wie will ich etwas verstehen, das – aus persönlicher Sicht – weniger als „nichts“ ist, selbst sein Hintergrund, selbst das „nichts“ braucht etwas, um existieren zu können: Ewigkeit, der Kern, die Hülle, und das Geheimnis des Ich, unserer selbst.

Wir bestehen aus einer Substanz, die die Physik noch gar nicht entdeckt hat, Nicht weil sie so verborgen ist, sondern „zu nahe vor dem Auge“: 0 mm.

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Früher machte ich Ausflüge mit dem Auto,

aber mit dem Fahrrad finde ich das viel befriedigender, da jeder Ausflug zu einer sinnlichen Abenteuerreise wird.

Es ist eben nicht nur das Ziel, sondern der Weg zum Ziel, der das Ziel aufwertet. Einfach das sinnliche Unterwegs-Sein.

Und das ist mit dem Fahrrad viel intensiver, sinnlich „kleinräumiger“ als mit dem Auto. Jeder Hügel will erkämpft werden.

Außerdem gibt es unzählige Themen: Versteinerungen, Pilze, Nüsse, Kräuter, Architektur, Flussläufe, Felsen, was weiß ich, unter denen ich eine Landschaft bereisen kann.

Da derzeit die Äcker zu schlammig sind, um Versteinerungen zu suchen, will ich nun einmal ein paar kleinere Flüsse, wie den Vannon, von der Quelle bis zur Mündung (in die Saone) „erforschen“, denn es gibt immer wieder sehr reizvolle Ecken entlang dieser Flüsse, die einem entgehen, da sie sehr unzugänglich sind.

So eine Art Fotoserie „Von der Quelle bis zur Mündung“ mit meinen persönlichen „Highlights“.

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